Politisierte Väter - Debatte im FPÖ-Club - 28. Mai 2008
(Wien, im Mai 2008) In Österreich herrscht Kinderschwund in der Bevölkerung. Nur 1,6 Kinder werden pro Ehe geboren. Und dann das: Der Bund wird immer mehr zum Bündchen. Es gibt tausende Scheidungswaise. Um die dann heftig gestritten wird.
Einvernehmliche Scheidungen halten nicht immer, was sie versprechen. Spielregeln nach dem Spiel werden nur bei reichen Leuten eingehalten. Dort, wo Besitztum und Apanage als Schweigegeld verteilt wird, wagt keiner das Ausscheren aus den Vereinbarungen wie Besuchsrecht und Unterhalt. Bei Armutsehen herrschen zügellose Manieren unter Verflossenen.
Streit um Kaisers Bart
An der “Scheidungsindustrie” profitiert nicht nur die Anwaltschaft. Dass alleine in Deutschland pro Jahr eine knappe halbe Milliarde (!) Euro an staatlicher Verfahrenshilfe für Scheidungsstreitigkeiten finanziert werden muss, weil die Verfahren so zäh laufen, wurde zum Belastungsfaktor für den Gesamtstaat.
Scheidung ist Privatsache. Der “Faktor Kind” war Privatsache. Seit einigen Jahren treten zornige Männer mittleren Alters an die Öffentlichkeit, die Veränderungen wollen. Gruppen formierten sich, die Forderungen an den Gesetzgeber richten. Was daraus wird, ob der feministischen Tentakel einige Köpfe abgeschlagen werden, wird man sehen. Besieht man, dass die Chefin der mächtigen Vereinigung “Autonome Frauenhäuser Österreichs” eine 49-jährige Politologin ist, kann man zumindest erwarten, dass ein intellektuelles Gegengewicht zu 30 Jahren Feminismus in Österreich entsteht.
Diskussionsauffrischung
Ein Anstoß zu neuen Gesellschaftsbildern abseits pubertärer Metrosex-Entwürfe und Patchwork-Rhethorik. Die Richterinnen (70 Prozent aller Richter an Wiener Gerichten in Erstinstanz sind Frauen) werden noch einige Jahre zu Gunsten der Frau entscheiden, wenn es um Obsorge, Apanage und Besuchsrecht geht. Die Taue und Seilschaften wurden in den letzten dreißig Jahren zu dick. Man steht sich im Wort.
Doch vielleicht entsteht eine Diskussionsauffrischung. Dass der demagogische H.C. Strache von der FPÖ Wege des Aufbruchs in dieser gesellschaftlichen Frage unterstützt, verwundert nicht. Er ist selbst frisch geschieden. Dass die Diskutanten aus allen Coleurs stammen, sich vom Arbeitslosen, der ICH-AG bis zum Manager querbett zusammensetzen, hebt die politische Einseitigkeit wieder auf.
Öffentliche Diskussionsrunde
Väter- und Kinderschicksale heute
am 28. Mai 2008 – 18 Uhr bis vorr. 21:30 Uhr
im Parlament Wien, freiheitlicher Parlamentsclub
Themen:
1. Begrüßung aller Anwesenden
2. Information der Anwesenden über die bereits abgeschlossenen Aktionen
3. Vorstellung der anwesenden, bereits tätigen Gruppierungen und Vereine
www.trennungsopfer.at (unabhängige Plattform für alle Betroffenen)
www.vaeter-ohne-rechte.at (Betroffene Menschen - Kinder, Väter, Mütter, Großeltern)
www.genderwahn. com (Gruppierung zum Thema Männerrechte)
4. Information der Anwesenden über die weiteren geplanten Schritte in der Thematik Väterrechte – Gleichbehandlung von Vätern und Müttern - Kinderrechte z.B. weitere geplante Demos (Tulln, St. Pölten). Veranstaltungen (Vereinssitzungen, Vätertage im Herbst 2008, großes Kinder/Väter Event in 2009)
5. Aufruf zur Eintragung in die gemeinsame Datenbank um das Netzwerk zu vergrößern und damit der Thematik mehr Gewicht zu verleihen
6. Klassifizierung der einzelnen eingelangten Einzelfälle nach Problemtyp (Wegweisung, Obsorge, Besuchsrecht)
7. Wesentliche Gemeinsamkeiten der Einzelfälle (Väterrechte, Kinderrechte, Änderungspotentiale)
8. Offene Diskussion
Marcus J. Oswald (Ressort: Familienrecht)
