BIA Anfrage zu so genanntem Stalking-Experten Alexander Knoll
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1014 Wien 28. Dezember 2006
betrifft: Bezirksinspektor und Psychotherapeut Alexander Knoll
Anfrage zur Doppelfunktion
Sehr geehrte Damen und Herren!
Der Bezirksinspektor Alexander Knoll ist für die BPD Wien in der Wasagasse 22, 1090 Wien tätig. Er arbeitet dort im so genannten „Operschutz“ in der Abteilung für so genannte „Gewaltprävention“. Selbst ernannt ist er „Stalking-Experte“, was in der Öffentlichkeit so kolportiert wird, aber so nicht ganz stimmt, da er über keine Publikationsliste einschlägiger Fachaufsätze verfügt.
Der „Kriminalpsychologische Beratungsdienst“ ist also sein beruflicher Standort in der Bundespolizeidirektion Wien im Rang des Bezirksinspektors.
Zugleich ist Alexander Knoll niedergelassener Psychotherapeut und so genannter Spezialist für „Hypnose-Psychotherapie“. Einige Zeit firmierte die von ihm geleitete Praxis im 4. Wiener Bezirk, mittlerweile ist sie in das Zentrum von Wien gewandert und firmiert in der Singerstraße 11, 1010 Wien, hinter dem Stephansdom.
Der erste Teil der Anfrage richtet sich auf die Praxis der Doppelbeschäftigung. Ist es üblich, dass ein staatlicher Polizeibeamter einen zweiten Beruf mit einer psychotherapeutischen Praxis betreibt? Vergleiche: Wäre ein polizeilicher Brandexperte üblich, der auch ein Fachgeschäft für Feuerwehrausrüstung führt?
Teil zwei der Anfrage richtet sich auf das enge Streufeld der beiden Tätigkeiten des Alexander Knoll und die daran anknüpfende Frage, ob es Überschneidungen („Korruption“) in seinem Arbeitsbereich gibt? Klartext: Können Sie gänzlich ausschließen, dass der Behördenvertreter des Kriminalpsychologischen Beratungsdienstes Alexander Knoll Kunden, die zu ihm ins Amt in die Wasagasse beziehungsweise in die Andreasgasse kommen, in seiner Privatpraxis therapeutisch behandelt oder befreundeten Ärzten weiter vermittelt?
Mit freundlichen Grüßen
Marcus J. Oswald (Multimedienherausgeber)
(Eingestellt in Ressort: Dokumente)

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