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Herberts Scheidungsverhandlung - Bald Frank Hohenberger als Zeuge

Veröffentlicht in Rotlicht, Scheidung by marcusjoswald am Juli 3rd, 2008

(Wien, im Juli 2008) Die Klimaanlagen im Bezirksgericht Wien-Innere Stadt sind geduldig. Die Richter auch. Drei Vertrauenspersonen des Herrn Herbert nahmen am 2. Juli 2008 zwischen 13 und 15 Uhr 30 im
Saal 418 fußfrei Platz, was der Vertretung der Gattin zu viel wurde. Zum Richter: “Das sind jetzt schon mehr Vertrauenspersonen, als Gerichtsmitarbeiter.” Doch es ist rechtlich gedeckt. Das Gesetz sieht vor, dass drei Vertrauenspersonen im Scheidungsverfahren teilnehmen dürfen.

Herrn Herberts Scheidungsverhandlung, x-te Auflage. Knapp 60 Stunden netto wurden nun verhandelt. Er ist selbstvertreten, sein Gegenüber ist eine Pflichtverteidigerin. Am Mittwoch ging es in drei Stunden abermals
um die Klärung, ob seine Frau Shanna, 30, in ihren Aussagen gelogen hat. Im Saal 418 sagten diesmal drei Personen aus.

Die Geschäftsfrau

Eine 34-Jährige Dominikanerin, die in der “Susi”-Bar, im “Maxim”, im “Pour Platin” und im “Tete a Tete” gearbeitet hatte und mittlerweile selbst “Geschäftsfrau” ist. Die Zeugeneinvernahme erfolgte in flüssigem Spanisch. Die Dolmetscherin übersetzte präzise und legte eine Kostennote von 84 EUR.

Die Zeugin belegte haargenau, dass Herberts Frau Shanna in “Susi Bar”, “Maxim”, “Pour Platin” und “Tete a Tete” als Animiermädchen gearbeitet hatte.

Es geht in diesem ganzen Scheidungsverfahren darum, dass Herbert vorgeworfen wird, er habe Schuld an der Zerrüttung der Ehe. Herbert wirft umgekehrt seiner Frau vor, daran Schuld zu sein, da sie erstens die Ehe mit einen deutschen Krebsarzt brach, und zweitens der Prostitution nachging. Was diese bestreitet und was Herbert ihr in Kleinarbeit nachweist.

Der Kaufmännische Angestellte

Zeuge zwei an diesem Tag war der Barkellner Ludwig P. Der “Kaufmännische Angestellte”, der von 2000 bis 2002 gewerberrechtlicher Geschäftsführer im “Pour Platin” war und auch im “Maxim” als Barkellner tätig war, bestätigte, dass Frau Shanna aus der Ukraine sehr wohl als Animiermädchen gearbeitet hatte und auch “Zimmer machte”.

Erklärt wurde im Zuge dessen, dass es im Nachtclubgewerbe die Technik gibt, den Gast zum starken Trinken zu animieren. Zum Beispiel soll der Gast die größte Flasche Sekt kaufen. Wenn der Gast dann auf die Toilette geht, wird die Flasche in den Blumentopf gegossen. Weiters wurde im Verfahren erklärt, dass es auch alkoholfreien Sekt gäbe – für Mädchen, die wenig Alkohol trinken. Nachtbarkellner Ludwig P., der schon im Hohenberger-Prozess als Zeuge dabei war (2006, LG Korneuburg), schilderte eindrücklich, aber diskret die Abläufe im Nachtbargeschäft.

Der Nachtportier

Dann kam der Nachtportier des Hotel Bristol. Er trauert immer noch um seine Natascha, die er in der Ukraine im Kiewer Hotel Libid kennengelernt hatte. Dort hatte zur selben Zeit auch Herbert die Shanna kennengelernt. Der Franzose schildert, wie er Shanna einschätzte und was er wahrnahm. Seine Aussage blieb dürr, denn, wie Herr Herbert wußte, sagte seine Frau Shanna einmal in einem Prozess für den Nachtportrier aus, als dieser der Körperverletzung der Natatscha angeklagt war - und freigesprochen wurde.

Weiterer Zeuge - Franky Hohenberger

Herr Herbert will nun in den nächsten Wochen vor der Sommerpause Franz Hohenberger als “gerichtlichen Sachverständigen” vorladen, zur Klärung der Frage, was Ostprostitution ist. Hohenberger wüsste es, denn er wurde am LG Korneuburg wegen des Aufbaus einen Ostmädchenrings (”Call Girl Ring”) zu vier Jahren Haft verurteilt. Herbert zum Richter: “Hohenberger wird vorgeladen zum Beweis dafür, dass das, was meine Frau machte, Prostitution ist, oder das, was meine Frau machte, keine Prostitution ist. Für diesen Fall sitzt in Österreich ein Mann unschuldig vier Jahre im Gefängnis.”

Der Richter ist einer Vorladung nicht abgeneigt. Die Ladeadresse des Hohenberger wird derzeit gesucht.

Marcus J. Oswald (Ressort: Rotlicht, Scheidung)

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