Waris Dirie verließ den 9. Wiener Bezirk – Wer finanzierte Riesenwohnung?
(Wien, im August 2008) Die afrikanische Buchautorin Waris Dirie, 43, war sich in den letzten Jahren nicht für einen Skandal zu schlecht. Die Wiener Frauenrechtlerinnen hatte sie dabei immer auf ihrer Seite.
Als es in den Jahren 2004 und 2005 darum ging, das „Stalking Gesetz“ mit „Testimonials“, also Prominenten oder Schein-Prominenten der Wiener Bussi-Gesellschaft zu promoten, fanden die Frauenrechtlerinnen nicht
nur bei Daniela Zeller (Ö3) offenes Ohr, sondern auch bei der „Anti-Beschneidungsaktivistin“ Waris Dirie.
Waris Dirie: Immer Stalking-Opfer
Das ehemalige Laufstegwunder aus Afrika, mittlerweile unter die Autobiografen gegangen, stellte sich willig den Journalistenfragen, um ihre zahllosen Liebschaften quer durch den europäischen Kontinent allesamt als „Stalking“ durch Männer darzutun.
Korrekt ist: Dass sie 2005 ein Mann aus Spanien in ihrer Wiener Wohnung besuchen kommen wollte, dazu durch die Oberlichte des Hauses Clusiusgasse 9 einstieg. Dann kam die Polizei, denn das Laufstegwunder hatte schon längst einen anderen „Liebhaber“ in ihrem Bett. (Der Herausgeber war um 3 Uhr morgens Zigarettenziehen auf der Straße und wurde Ohrenzeuge des Scheibenbruchs.)
In den Jahren 2005 bis 2008 litt das Laufstegwunder dann an „Depressionen“ und „übermäßigem Alkoholkonsum“, was dazu führte, wie alteingesessene Mieter im Bürgerhaus wissen, dass sie ihre eigene Wohnungstür nicht mehr fand und nach Zechtouren irrtümlich schon mal bei fremden Türen aufzusperren versuchte. Eine einsame Frau, will man meinen. Kann sein.
Kate Moss-Syndrom – Skandalisiere, wo geht!
Aber auch eine, die bewußt immer wieder medial skandalisierte. Das Kate Moss-Syndrom hat sich in der Modebranche herumgesprochen.
Im Jahr 2008 gingen die eingefleischten Wiener Frauenmedien erneut einen Schritt mit ihr, als Dirie mit einer obskuren Geschichte aufhorchen ließ, die ihr in Brüssel geschehen sein soll. Sie war dort zu einer Fach-Tagung geladen. Doch es mangelte ihr offenbar an Disziplin. Sie spritzte die Tagung und tat das, was sie in Wien auch tat: Um die Häuser ziehen. Drei Tage „fand man sie nicht“. Dann präsentierte sie die abgedrehte Geschichte, dass sie ein Taxifahrer „vergewaltigen“ wollte. „Entführt“ habe er sie auch.
Passiert ist rein gar nichts. Aber die Wiener Medien waren wieder einmal Gewehr bei Fuß. Wie kann man einer „UNO-Botschafterin“ nicht glauben? Der Brüsseler Taxifahrer bestand darauf, dass ihm Dirie psychisch seltsam vorgekommen sei und er rein gar nichts tat.
Die Wiener Schicki-Szene ergänzte um den besonderen Hinweis, dass Waris Dirie in diesem Taxi „verkabelt“ gewesen sei und „alles auf Band sei“, teilte ein gewisser Schlawi(e)ner namens Hannes Rossacher der Wiener Journaille mit. Waris Dirie saß also „verkabelt“ mit Mikrokamera in einem Taxi – wurde aber „entführt“ und „vergewaltigt“? Und „abgängig“ war sie auch. Aber: Verkabelt. Man schüttelte nur mehr den Kopf.
Riesenaltbauwohnung ganz allein – 140 Quadratmeter!
Eine andere Sache sollte in Zusammenhang mit Waris Dirie einmal öffentlich thematisiert werden, ehe man sie ständig zum Parade-Opfer stilisiert. Ihre „Opfer-Rolle“ ist ja vielfältig: „beschnitten“, „schwarz“, „gestalkt“.
Wer finanzierte eigentlich die Riesenwohnung, die sie fünf Jahre lang bewohnte? Sie ist eine ganz
kleine Buchautorin, die über keine großen Einkünfte verfügt.
Sie bewohnte fünf Jahre eine topsanierte, riesengroße Altbauwohnung mit 7 (!) Zimmern und 2 (!) Toiletten.
Der Herausgeber konnte diese Wohnung Ende August 2008 besichtigen. Er unterhielt sich mit Handwerkern, die eine geschlagene Woche brauchten, um die Wohnung auszumalen. (Es wurde nur ausgemalt, sonst nichts für Nachmieter verändert.)
Luxusbleibe, keine Sozialwohnung
Schöner Wohnen „First Class“: Überall wunderbare, trittfeste Parkettböden, in die Decke eingebaute Lichtkörper, Raumhöhe 4 Meter, Großraumbad, moderne Küche, schalldichte Fenster. Im ganzen Haus
(vier Etagen) wohnen nur fünf Mieter (zwei davon mit Friedenszins)! Das Wort „Ruhelage“ trifft hier zu.
Diese Wohnung in der Clusiusgasse 9, 1090 Wien, Tür 11, hat einen aktuellen Marktwert von 1.800
bis 2.000 Euro. Pro Monat! Es wäre interessant zu erfahren, wer diese Wohnung, die Dirie ganz allein auf
7 Wohnräumen bewohnt hatte, bezahlte. In solchen Wohnungen leben sonst nur Diplomaten oder Konzern-Geschäftsführer.
Hat die Wohnung die UNO bezahlt? Afro-Organisationen? Der Herausgeber kennt jedenfalls keinen einzigen Buchautor in ganz Wien, der so großzügig wohnt. Nebenbei: „Journalistisch“ hat Waris Dirie nie gearbeitet.
Für jene als Argument, die meinen, sie hätte sich „etwas dazu verdient“.
Dirie weder Sozialfall, noch Opfer – geheucheltes Engagement
Man sollte endlich mit dem Unfug aufhören, Waris Dirie in Medien zum „Opfer“ zu stilisieren.
Sie wohnte luxuriös. Sie wechselte die Liebhaber in freier Wildbahn wie andere die Straßenseite. Ihr gesamtes medial inszeniertes „Sozialengagement“ ist aufgesetzt. Ihre selbstbezügliche „Stiftung“ dient offenbar nur dazu, um ihren Luxus-Lebensstil zu finanzieren.
Es gibt in Wien 1 Million und 500.000 Menschen, denen es schlechter geht als der „Wüstenblume“.
Anfang August 2008 zog Waris Dirie aus ihrer Luxus-Großraumwohnung aus. Wohl in eine noch größere Bleibe. Denn man macht im Leben ungern einen Schritt zurück.
Marcus J. Oswald (Ressort: Feminismus)

