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Neunkirchen – Des Vaters Offener Weihnachtsbrief an Werner Faymann

Veröffentlicht in Familienrecht, Offene Briefe von marcusjoswald am 27. Dezember 2008

(Wien, im Dezember 2008) Am 24. Dezember 2008 schrieb der Wiener Vater eines Kindes (3), dessen vier Schneidezähne durch Verwahrlosung durch die Mutter hoffnungslos verloren sind, einen Offenen Brief nicht an das Christkind, sondern an den neuen Bundeskanzler der Republik Österreich, Werner Faymann (SPÖ).

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OFFENER BRIEF

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrte Damen und Herren der österreichischen Bundesregierung!

Angesichts des heutigen Weihnachtsfestes erlaube ich mir, Ihnen einen Wunsch vorzutragen: Das Familienrecht ist – wie so mancher in diesem Land feststellen musste – stark aus den Fugen geraten: Scheidungsrate ca. 50 %! Das wäre ja noch nicht so schlimm, wenn da nicht regelmäßig auch Kinder wären und eine – ich darf es so nennen – Willkürjustiz, die ohne sachliche Grundlage unsere Kinder dank eines „Besuchsrechtes“, das nicht exekutierbar ist, mit schöner Regelmäßigkeit zu traumatisierten Halbwaisen macht. Ja: Halbwaisen.

Denn laut Vorgabe aus dem Justizministerium werden von den Familienrichtern keine Beugestrafen gegen Mütter verhängt (schlägt in der Nähe des Kindes ein…). Leider schlägt diese Philosophie – nicht nur in meinem Fall – direkt am Kopf des Kindes ein, nämlich dann, wenn die Kinder gerade dadurch traumatisiert werden! Das Gutachterwesen liegt im Argen!

Mein Fall: BG Neunkirchen, Richter Dr. Sluka. Ich (Vater): Doppelter DDr. med. mit Ordination sei nicht in der Lage, Kinder zu versorgen. Also müssen sie leider zur Mutter. Was ein Jahr später festzustellen ist, zeigt das Opferbild.

Es ist eine Schande, wozu die Justiz dieses Landes verkommen ist, noch dazu, wenn ein Bezirkshauptmann (Zimper, Neunkirchen) – siehe Fall Olivia Pilhar, Fischer-Deponie etc. – und die Jugendwohlfahrt in seinem Bezirk den Sachverhalt nicht aus den Augen des Kindes sehen und mit absolut mangelhaften politischem Verständnis den Schaden des Kindes in Kauf nehmen: Es steht einem Juristen nicht an, medizinische Entscheidungen zu treffen, zu beurteilen oder auch nur zu kommentieren, wenn ein Zahnarzt (ich) + Praktischer Arzt (ich) + Notarzt (ich), BRD-Approbation, Englische Approbation etc. etc. im offiziellen Obsorgeverfahren auf die kommenden und nunmehr eingetretenen Gefahren und Schäden hingewiesen hat und diese nunmehr eingetreten sind. Das bereits veröffentlichte Zahnbild ist ein halbes Jahr alt. Seither faulen die Zähne vor sich hin und es geschieht nichts!

Seit einem Jahr wird Logopädie betrieben, ohne Erfolg: Welche Pfuscher sind denn hier am Werk? Warum versagt das Jugendamt so kläglich?

Auch dem Leiter des Rekursgerichtes Wr. Neustadt, Hofrat Masicek, würde es gut tun, wenn er die Gesetze (Wohl des Kindes) wahren würde, anstatt wie im Fall Libro dem Parlamentarischen Interponationsrecht nicht Folge zu leisten, wenn er sich somit nicht mehr innerhalb der Grenzen des Rechtsstaates bewegt und das Parlament und seine Organe „nicht einmal ignoriert“!

Es ist beschämend, in welchem Staat wir inzwischen leben! Ich bin kein Einzelfall! Deshalb mein Wunsch an das Christkind: Möge es dafür Sorge tragen, daß der Gesetzgeber dem Wohl der Kinder (im Sinne von Licht ins Dunkel) wieder mehr Raum zumisst und dessen Umsetzung auch einfordert, an Statt das Jugendamt in ein Mütteramt umzufunktionieren. Kinder brauchen beide Eltern, Väter sind auch Menschen! Menschen, die von den Kindern gebraucht werden! Wozu haben wir Väter sonst angebliche Garantenstellung?

Denn die Islamische Moschee in der Mollardgasse, 1060 Wien, hat im Aushang eines Freitagsgebetes den Wert der Familie als kleinste Einheit des Staates gewürdigt.

Sehen Sie, Herr Dr. Faymann, und Sie, sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung, es anders?

Mit traurigen Grüßen zum Weihnachtsfest 2008!
DDr. med + dent Arnold Sterk
Corneliusgasse – 1060 Wien

Marcus J. Oswald (Ressort: Offene Briefe, Familienrecht)