Josef Fritzl in JA Stein

So wird es Josef Fritzl auch ergehen: Grab am Kremser Armenfriedhof. Im Bild (verdeckt) Pfarrer Leszek Urbanowicz, der die letzte Messe lesen wird. Wie im Bild für Josef Weinwurm am 7. September 2004, der genau drei Gäste beim Begräbnis hatte: Den Herausgeber, einen Fotografen und einen Justizwachebeamten. (Foto: Zaunegger AVP Media Productions/diegalerie/blaulicht und graulicht)
(Wien/Krems im Juni 2009) Was noch zum Thema zu sagen ist: Josef Fritzl ist am 3. Juni 2009 mit der Westroute per Justizbus am frühen Nachmittag am „Felsen“ angekommen. Die Begutachtung in der Justizanstalt Mittersteig (Wien) dauerte erwartungsgemäß kurz. Es gab nicht so viel herauszufinden, wie Medien spekulierten. Der Mann ist im Wesentlichen kerngesund, aber sehr abartig.
Stone City
Er wird nun im Maßnahmenvollzug der Justizanstalt Stein unterbracht sein. Der 74-jährige Amstettner ist dort unter anderem mit einem Herrn Lorenz (dreifacher Mord) oder einem Herrn Petsch („Die Bestie von Favoriten“) in der gleichen Abteilung. Diese Herren sind jeweils wie Fritzl zu Lebenslang plus Maßnahme verurteilt worden. Lorenz zum Beipsiel sitzt seit knapp 25 Jahren ein. Bei Fritzl wird es nicht so lange dauern. Er befindet sich mit 74 im Gnadenalter. Was Gott will, gibt er ihm noch an Zeit. Wenn es aus ist, ist es aus. Chance auf Entlassung gibt es keine.
Armenfriedhof Krems
Gesetzt den Fall Josef Fritzl wird 90, was überraschen würde, findet er, da komplett mittellos, seine letzte Ruhe wie einst Josef Weinwurm (41 Jahre Haft in Stein, exitus 2004) in der Armengrabzeile des Kremser Friedhofes. Die Messe zelebriert dann (wie einst) Gefängnispfarrer Leszek Urbanowicz und zum Geleit geht – weil es die Vorschrift so will – ein Justizwachebeamter mit.
Marcus J. Oswald (Ressort: Dossier Josef Fritzl)

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