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Walter Egon Glöckel erhält Hilfswerk Journalisten-Preis ganz sicher nicht

Veröffentlicht in Medien von marcusjoswald am 9. Juni 2009
Der 11. Hilfwerk-Journalistenpreis wird im November 2009 vergeben. Ganz sicher nicht prämiert wird Walter Egon Glöckel. (Foto: Marcus J. Oswald am LG Korneuburg bei Hilfswerk gegen Glöckel)

Der 11. Hilfswerk-Journalistenpreis wird im November 2009 vergeben. Ganz sicher nicht prämiert wird der Wiener Reporter Walter Egon Glöckel. Er will weiterhin das Hilfswerk im Säurebad der Justiz gesund pflegen.
(Foto: Marcus J. Oswald im LG Korneuburg am 12. Dezember 2006 bei Hilfswerk gegen Glöckel)

(Wien, im Juni 2009) Anwälte sind ja so gescheit. Und doch kommt es, dass sie reihenweise verlieren.

Anwälte meinen, weil sie schöne Anzüge tragen, machen sie Eindruck (analog: hübsche Kostümchen bei Frauen). Auf manche macht das überhaupt keinen Eindruck. Anwälte meinen, sie geben gegen Honorarnoten das Denken auf. Und dann werden die Honorarnoten mager, weil der Gewinner (Denker) alles nimmt.

Es gibt in Wien Anwälte, namentlich Gerald Ganzger, der eine Gutachterin wie Gabriele Fürst-Pfeifer, die selbst psychiatrisch begutachtet wurde, verteidigt. Er ist sich dafür nicht zu schade und meint, dass mit unbedeutenden Kleinstklagen verhindert wurde, dass das entsprechende Gutachten schon längst als Warnung in alle Präsidien der Landes- und Bezirksgerichte Österreichs ging (160 Briefe; ja, war viel Arbeit). Anwalt Ganzger verteidigt eine in den niederösterreichischen Seilschaften hochgeschwemmte Gutachterin. Weiter so!

Für neun Stunden Blödschauen Halbjahresgehalt einer Verkäuferin bei KIK verdient

Andere Anwälte fühlen sich noch gescheiter. Sie sagen, dass Beiträge auf Webseiten immer gleich komplett gelöscht gehören, wenn etwas gegen den Strich einer Geschäftstätigkeit geht. Ja, einverstanden. Anwälte wollen – allen Ernstes – Lesern klar machen, was für den Leser eine wichtige Information über eine Geschäftstätigkeit ist und Anwälte wollen ferner wissen, was eine gute und richtige Geschäftstätigkeit ist. Haben ja alle Soziologie studiert, die Juristen. Nur soviel, sehr grundsätzlich: Solange ein Anwalt wie Werner Tomanek am 27. Jänner 2009 für netto neun Stunden Blödschauen im Gerichtssaal zu Korneuburg (Fall Josef Branis) und zwei Mal den Mund Aufmachen netto so viel verdient (7.500 Euro) wie das Halbjahresnettogehalt einer Kleiderverkäuferin bei „KIK“ ausmacht, wird es dieser Berufsstand mit diesem Journal sehr schwer haben.

Honorarnote aus Steiermark

Oder: Was beinhaltete noch einmal die 300.000 Euro-Honorarnote für die Steiermark, die der Anwaltspartner von Gerald Ganzger, Anwalt Gabriel Lansky, schrieb? Wann kommt die Offenlegung der Natascha Kampusch-Spenden durch die Kanzlei Gerald Ganzgers? Oder muss man sich ins Caféhaus nahe Kaiserstraße setzen, in dem die Kampusch immer sitzt und ein vertrauliches Gespräch mit ihr führen? Über das andere redet man schon gar nicht mehr: Dass eine Kanzlei sich in Vertretung der offenbar sakrosankten Israelitischen Kultusgemeinde weigert, nur ansatzweise die über 60 Beugestrafen durch das Bezirksgericht Wien-Leopoldstadt zu zahlen. Außenstände derzeit: über 2 Millionen Euro. Die ach so gescheiten Anwälte Gabriel Lansky und Gerald Ganzger, die es sich richten. Also mal schauen. Man muss sich das immer mit Geduld anschauen, die richtige Öffentlichkeit schaffen, die Mitarbeiter benennen, die dabei mitmachen und sich noch gut dabei fühlen. Diese Anwälte, die nur Brosamen aufsammeln und sich Anwälte nennen. Die Krieg spielen wollen und sich wichtig fühlen dabei. Also mal schauen. Genau.

Gute Ratschläge

Man mag Anwälten folgendes raten: Dem Anwalt Gerald Ganzger, dass er von der Gutachterin Gabriele Fürst-Pfeifer begutachtet wird, so er sich scheiden läßt, also von einer Gutachterin der massive psychische Probleme bis hin zur kompletten Unglaubwürdigkeit ihrer Aussagen im Jahr 1993 attestiert wurden. Ob Anwalt Ganzger – sollte er selbst von dieser Gutachterin begutachtet werden – dann auch noch salopp sagt: „Wissen Sie Herr Oswald, wenn jemand vor 16 Jahren eine Haschischzigarette geraucht hat, kann man ihm das heute nicht mehr vorhalten.“ – Replik dieses Journals: Wenn jemand Dealer wurde, schon.

Den Anwälten aus der Hilfswerk-Gilde (einige wurden verbraucht oder ersetzt) wünscht man dieses: Dass sie im Alter von genau jenen Pflegerinnen betreut werden, die Walter Egon Glöckel mit seinen Beiträgen rund um nicht ausgezahlten Lohn schützen will. Pfleger, die sich nicht zu klagen trauen, da das Hilfswerk eine gut strukturierte Organisation ist, die man nicht klagt. Wo man kuscht und den Mund hält, weil das Hilfswerk in Niederösterreich fast etwas Heiliges ist. Vor allem: Ein großes Geschäft mit der Pflege. Jede Kritik daran gefährdet den Geschäftsgang.

Kritik bleibt im Vordergrund

Die Fälle sind indirekt vergleichbar: Wer einer Gerichtsgutachterin expressis verbis vorhält, dass sie vor 16 Jahren ein Psychofall war, um die zu schützen, die nachher in ihre Praxis kommen und kamen und das nicht wissen, wird von neunmalklugen Anwälten, deren Beruf es ist, zu klagen, geklagt.

Wer einer Hilfseinrichtung vorhält (Glöckel macht es komplexer: er rechnet vor), dass sie Stunden falsch abrechnet – aus Sicht des Reporters zu Lasten der Dienstnehmer – und die anderen Dienstnehmer warnt, dass sie sich in Acht nehmen sollen, wird geklagt.

Ähnlicher Ansatz, aber andere Methode

Der Unterschied ist: Der Herausgeber dieses Journals sieht Anwälte kritisch und geht ihnen konsequent aus dem Weg. Er leuchtet sie aus, sammelt ihre Schriftverkehre bei unterschiedlichen Leuten ein, hört ihnen beim Arbeiten zu, liest ihr Altpapier quer, stellt Abrechnungen mit tatsächlichen Leistungen in Vergleich. Aber er geht nicht zu ihren Klagen zu Gericht, selbst wenn er selbst geklagt wird, da er die Anwälte in der direkten Auseinandersetzung nicht aufwerten will.

Walter Egon Glöckel macht es anders. Bei ihm kommt weniger das Detektivische, Lebensweltliche heraus, denn das Polizeiliche, Verwaltungstechnische. Der ehemalige WEGA-Beamte und Revierinspektor der Wiener Polizei sitzt die Verhandlungen aus und ist ein äußerst unangenehmer Gegner für Anwälte gegnerischer Parteien. Elendslange Prozesse am BG, LG, HG Korneuburg. Da er sich finanziell klein gemacht hat, ist bei ihm nichts zu holen und die Prozesse werden sehr zähe Streitverfahren, in denen das Hirn zu arbeiten hat, und nicht die Stechuhr.

Glöckel, dafür hoher Respekt, hat sieben Verfahren gegen das Hilfswerk für sich entschieden. Kleine und mittelgroße Klagen, die die Strasser-Organisation „NÖ. Hilfswerk“ gegen ihn angestrengt hat. Er hat keinen einzigen Beitrag gelöscht. Für Außenstehende ist die Fülle der Verfahren unübersichtlich geworden. Aber er überblickt alles.

Institutionengläubige Hofratsmentatlität

Sein Vorteil ist seine Verwaltungsmentalität: Er hat nicht die explosive Kraft zur Polemik. Er verwendet seine Kraft in selbst formulierten Eingaben bei Gericht. Das macht den Unterschied: Der Herausgeber dieses Journals beantwortet in der Regel Briefe von Anwälten aus Prinzip nicht, da er ihre Bedeutung nicht aufwerten will. Damit bleibt viel Zeit für anderes: Ausheben des Altpapiers diverser Kanzleien, die keinen Schradder haben, oder in deren Privatwohnungen um 3 Uhr Nachts. Ausloten der Lebensstile dieser Leute.

Glöckel tut das nicht: Er blieb ein Ex-Polizist und verhält sich anständig. Daher gewinnt er alle Prozesse. In seinen engen Spektren (Prozessserien gegen Hilfswerk, Prozessserien gegen Zeugen Jehovas, Prozessserien gegen Host Europe, Prozessserien gegen die Süddeutsche Zeitung) ist er unschlagbar.

Methodenvielfalt – Sieg und Niederlage

B&G glaubt trotzdem, dass jeder seine eigene Methode umsetzen muss, die gelernt ist. Diesem Journal geht und ging es nie um den „finalen Sieg“. Während ein Verfahren am ECHR (EMGR) gewonnen wird, gehen fünf andere Themen verloren, wählt man diese langsame Methode der Gerichtssiege. Wenn an einem Thema ein Jahr Arbeit hängt, weil man vier oder fünf Prozessserien bestreiten muss, lähmt das den Rest eines Journals.

Siege können sohin schlimme Niederlagen werden, aber Niederlagen über Nacht Siege. Daher ignoriert dieses Journal gewisse Anwälte und gewisse Gerichtsbeamte einfach. Weil die kleinen Siege in irgendwelchen unbedeutenden Kleinverfahren nach Medienrecht oder Exekutionsrecht dort ihre Grenzen finden, wo man sich gezielt zurück hält: Beim Reichtum. Am Ende werden Gerichtssiege für den Anwalt Niederlagen für den Anwalt. Dieses Magazin hat die Aufgabe Communities zu schaffen, Leute zusammenzubringen und zu verbinden, die sich zuvor noch nicht kannten und dann austauschen. Einzelsiege bei Gericht helfen wenig, Einzelniederlagen schaden umgekehrt nicht sehr, da sie die Communities per se nicht schmälern. So hat jeder seine Methode.

Glöckel will keine Niederlagen, sondern nur Siege. Aber einen Sieg wird er nicht erringen.

Seit 2006 führen Hilfswerk und Glöckel Intensivprozesse gegeneinander, bei denen das Hilfswerk immer verliert. (Screenshot DerGloeckel)

Seit 2006 führen Hilfswerk und Glöckel Intensivprozesse, bei denen das Niederösterreichische Hilfswerk immer verliert.
(Screenshot: Marcus J. Oswald von DerGloeckel)

Das Hilfswerk vergibt einen Preis, damit sich die Honoratioren im November 2009 im Wiener „Haus der Industrie“ bei Orangensaft und Brötchen wieder die Hand geben können und Landeshauptmann Erwin Pröll einen Wien-Auftritt hat. Das Hilfswerk vergibt 2.500 Euro, 1.500 Euro und 1.000 Euro für die ersten drei Plätze, also nicht gerade berauschend viel.

Das Hilfswerk: „Eingereicht werden können Berichte, Reportagen und Features, die sich mit Themen aus dem Bereich „Gesundheit, Familie und Soziales“ beschäftigen. Die Beiträge müssen einen eindeutigen Österreich-Bezug haben und zwischen dem 1. Jänner und 31. Dezember 2008 in einem periodischen österreichischen Printmedium oder in einem österreichischen elektronischen Medium (TV, Radio, Internet-Portal) publiziert worden sein.“

Die Pulverschaumdecke

Damit könnte Herr Walter Egon Glöckel durchaus punkten. Er veröffentlicht seit drei Jahren alles Mögliche zum „Hilfswerk“ und deckt den Verein mit einer Pulverschaumdecke wie aus einem Feuerlöscher zu. Gibt es einen Prozess, stehen die Prozessdetails im Internet. Gibt es einen weiteren, stehen diese Prozessdetails im Netz. Gibt es ein Urteil, steht dieses im Netz und so weiter. Das ist unangenehm, aber verfolgt natürlich ein Ziel. Zu zeigen, was Internetpublizistik tatsächlich ist: Öffentlichmachen von dem Mist, den Anwälte undurchdachterweise in die Gerichtssäle bringen.

Eine Übermacht gegen einen, bei der die Übermacht verliert. (Screenshot DerGloeckel)

Eine Übermacht gegen einen, bei der die Übermacht verliert. (Screenshot: Marcus J. Oswald von DerGloeckel)

Das Hilfswerk prämiert andere Beiträge: „Themenrelevanz haben beispielsweise Fragen der Jugend- und Familienwohlfahrt, (außerfamiliäre) Kinderbetreuung, Problembereiche älterer Menschen, Problembereiche pflegebedürftiger Menschen, Angehörigenbegleitung, extramurale Dienste, Nachbarschaftshilfe, Ehrenamtlichkeit, Bürgerinitiativen, Entwicklungshilfe.“

Auf Deutsch gesagt, vergibt eine Organisation einen Journalistenpreis, in dem sie selbst gut dargestellt wird. Eine Art Erlebnisbericht sollte es sein. Nur nicht zu sehr hinter die Kulissen sollte man blicken, denn das könnte ja das „Geschäft“ der Gesamtorganisation hinterfragen.

„Wie die Konzerne“

Man kann sich noch gut erinnern an eine Passage eines Prozesstages. Da wollte der Anwalt des Hilfswerks (er wurde dann wegen Unfähigkeit ausgetauscht) unterbinden, dass Walter Egon Glöckel schreibt, dass das Hilfswerk „wie die Konzerne“ arbeitet. Der Anwalt, gut sitzender Doppelreiher, stand im kleinen Saal 7 des Landesgerichtes Korneburg vor einem Zuhörer auf und spulte seine schwungvollen Argumente ab: „Herr Glöckel schreibt, der Verein agiere ‘nicht anders als Großkonzerne’, er mache ‘Profit auf Kosten der Mitarbeiter’. Das entspricht dem strafrechtlich relevanten Delikt der Kreditschädigung, denn es stellt die ‘Gemeinnützigkeit’ in Frage und gefährde den ‘finanzrechtlichen Status des Vereins’, da dadurch der ‘Status der Subventionswürdigkeit verloren’ gehe. Der Verein ‘Hilfswerk’ finanziert sich aus ‘Einnahmen durch Pflegegelder’ und zum anderen aus ‘Subventionen der öffentlichen Hand.’“ Was aber auch! Das war im Dezember 2006.

Das Hilfswerk (2009): „Die Bewerbungen sind in zweifacher Ausfertigung der Textdokumente (Kopie des Zeitungsausschnitts oder als pdf-Dokument), Tondokumente (MP3 auf CD) oder Filmdokumente (Video auf DVD) bis 13. Juli 2009 an das Österreichische Hilfswerk, 1070 Wien, Apollogasse 4/5 zu richten.

Walter Egon Glöckels Gerichtsaktivitäten gegen das Hilfswerk sind seit drei Jahren nachzulesen.

Das Hilfswerk: „Die Preisverleihung findet am 16. November 2009 im Rahmen der Hilfswerk-Gala im Wiener Haus der Industrie statt. Die PreisträgerInnen werden bis Ende September 2009 verständigt.“

Er wird sicher nicht verständigt.

Das Hilfswerk ist eine Organisation, die grundsätzlich Gerichtsverfahren gegen Mitarbeiter verhindern will, da sie negative Publicity schaffen. Solchen, die Verfahren anstrengen oder wo sich das Hilfswerk, das dem schwarzen niederösterreichischen Netzwerk zuzurechnen ist, selbst in Verfahren hinein reitet, werden als unangenehm empfunden. Angestrebtes Verfahrensziel ist es, dass der Geschäftsführer Hampel den Hut nimmt. (Foto: Screenshot DerGloeckel)

Das Hilfswerk ist eine Organisation, die grundsätzlich Gerichtsverfahren mit Mitarbeitern verhindern will, da sie negative Publicity schaffen. Solche Verfahren, die das Hilfswerk, das dem schwarzen niederösterreichischen Netzwerk zuzurechnen ist, selbst anstrengt, werden unangenehm geführt. Klagsgegner werden denunziert, weil sie nicht in der Landeszeitung NÖN schreiben, sondern im Internet. (Screenshot: Marcus J. Oswald von DerGloeckel)

Weiterführende Links für Hard-Core-Leser:
http://www.dergloeckel.eu/Pflegedienst/48/oevp-ernst-strasser-steht-vor-desaster_101205.html
Der Glöckel (seit gut zehn Jahren on air)
Von diesem Journal (nur selektiv):
Walter Egon Glöckel - Videobotschaft - foto marcus j oswald - diegalerie - blaulicht und graulicht
Neue Videobotschaft von Walter Egon Glöckel (4. Juni 2008)
Erfolg von Walter Egon Glöckel gegen NÖ. Hilfswerk (12. Dezember 2006)

Marcus J. Oswald (Ressort: Medien)