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Marcus J. Oswald auf der Regenbogenparade 2009

Veröffentlicht in Das ist, Polizeikultur von marcusjoswald am 4. Juli 2009
Die Regenbogenparade 2009 in Wien war diesmal ein Partyumzug bei Asienhitze. Im Bild ein Truck der <em>Grazer Szene</em> vor der Wiener Staatoper. (Foto: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Die Regenbogenparade 2009 in Wien war diesmal ein Partyumzug bei Asienhitze. Im Bild ein Truck der Grazer Szene vor der Wiener Staatoper. Der größte LKW-Zug der diesjährigen Parade vereint die Gruppen www.tuntenball.at, www.loftgraz.at und www.murnockerl.com. (Foto: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

(Wien, am US-Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli 2009) Der Herausgeber hat beherzigt, was die Zeitung „Österreich“ sagt: Viel Wasser Trinken, denn es ist asiatische Hitze. Die Luftfeuchtigkeit ist teilweise enorm. Daher wird an diesem Tag viel getrunken, zwei Flaschen eingepackt und um 15 Uhr geht es zur „Regenbogenparade“. Der Herausgeber mag Paraden und Demonstrationen. Es ist nicht Florenz und Venedig, wo historisch die besten öffentlichen Feste gefeiert wurden. Aber immerhin Wien. Der Regenbogen blieb aus. Die Revanche für die verregneten Wochen davor ist das Prachtwetter.

Asienhitze

Gefühlsmäßig sind wegen des neuen Veranstaltungsdatums 4. Juli 2009 und der am Vortag beginnenden Schulferien weniger Leute bei der Veranstaltung als im Vorjahr. Die Straßen säumen nur wenige Reihen. Diesmal endet die Show nicht am Heldenplatz, sondern am Schwarzenbergplatz. Die politische Botschaft ist diesmal eher dürftig ausgefallen. Man sieht kaum Spruchbänder, die in die Tiefe gehen. Einige Repräsentanten gehen dem Anschein nach auch nicht mehr mit. Der Club „LeSwing“ war nicht mehr mit einem Truck dabei, auch Günther Tolar ist diesmal nicht zu sehen. Das Wiener Original Hermes Phettberg versteckt sich in einem so schnell fahrenden, geschlossenen Wagen, dass er kaum auffällt. Das „Erotikforum“ ist dafür diesmal mit einem mächtigen LKW-Zug dabei (Vorjahr nur: „Fahrradgruppe“). Fazit: Diesmal ist es eine Umzugsparty, die zum heißen Wetter paßt.

Der Herausgeber nahm einen Mitfahrer am Fahrrad ein Stück weit mit, weil dieser freundlich fragte und der andere einen stabilen Gepäckträger hat. (Foto vom Mitfahrer: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Der Herausgeber nahm einen Mitfahrer am Fahrrad ein Stück weit mit, weil dieser freundlich fragte und der andere einen stabilen Gepäckträger hatte.
(Foto vom Mitfahrer: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Der Herausgeber fährt die Parade mit dem Rad ab und nimmt einmal einen freundlichen Mitfahrer auf dem Gepäckträger ein Stück weit mit. Von mehreren Positionen wird der Musik gelauscht. Es bleibt vor allem: Asiatisch heiß. Warum Leute noch nach Thailand fahren? Schwitzen kann man in Wien auch.

Traditionell erklärt sich die Wiener Magistratsabteilung MA 48 - umgangssprachlich <em>die Mistkübler</em> mit der Parade solidarisch. Nicht, weil dort viele Homosexuelle arbeiten, sondern weil sie sich selbst mit Truck bei dieser Veranstaltung repäsentieren und sogar in Kooperation mit der AIDS-Hilfe ein T-Shirt vertreiben. In den orangen Farben, die das <em>Karottenballett> im Alltag trägt, wenn es die Stadt sauber macht. (Foto: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Traditionell erklärt sich die Wiener Magistratsabteilung MA 48, umgangssprachlich die Mistkübler mit der Parade solidarisch. Nicht, weil dort viele Homosexuelle arbeiten, sondern weil sie sich selbst mit Trucks bei dieser Veranstaltung präsentieren und sogar in Kooperation mit der AIDS-Hilfe ein T-Shirt vertreiben. In jenen Oranje-Farben, die das Karottenballett der 48er im Alltag trägt, wenn es die Stadt sauber macht.
(Foto: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Am Ende, am Schwarzenbergplatz, kauft der Herausgeber ein T-Shirt und spendet damit 10 Euro an die Aids-Hilfe. Größe: L. „Es ist weit geschnitten“, so der Verkäufer um 17 Uhr 30.

Auch die sogenannten Gay Cops sind mit einem Stand am Schwarzenbergplatz vertreten. Das sind ecehte Polizisten, die sich zu Homosexualität bekennen und die in der Beratung tätig sind. Dazu gibt es auch im 22. Bezirk einen eigenen Verein. (Foto von Folder: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Auch die sogenannten Gay Cops sind mit einem Stand am Schwarzenbergplatz vertreten. Das sind echte Polizisten, die sich zu Homosexualität bekennen und die in der Beratung tätig sind. Dazu gibt es im 22. Bezirk auch einen eigenen Verein.
(Foto Folder: Marcus J. Oswald am 4. Juli 2009)

Neben der Aids-Hilfe haben am Schwarzenbergplatz die „Gay Cops“ ihren Stand. Das sind echte Polizisten, die in der Beratung tätig sind. Das ist die neue Erkenntnis des Tages.

Beim Live-Abschlusskonzert wird das Gedränge dann zu dicht. Abreise um 18 Uhr die „Zweierlinie“ entlang mit gemütlichen 30 Km/H in Richtung Alsergund.

[Seit 4. April 2009 legte der Herausgeber 962 Kilometer in Wien mit dem Fahrrad zurück.]

Marcus J. Oswald (Ressort: Das ist)