Wiener Rabbi-Prozess um Wohnungsbetrüger geht ins Finale
Der Prozess machte vor allem in der Vorgeschichte Aufsehen. Der Rabbi floh. 1997 verließ er Wien gen USA, wo er eingefangen und 2007 ausgeliefert wurde. Bis 1997 war er Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Davor habe er, so die Anklage, Personen um Geld geprellt. Er habe Wohnungen verkauft, die er nie besessen hat oder die es nie gab. Verteidiger Manfred Ainedter wird von denen, die auf den Anwalt einzahlen, mit Arbeit eingedeckt. Zuletzt, vor sechs Wochen wurde vertagt, da viele Zeugen nicht erschienen waren. Es steht zu befürchten, dass diesmal auch nicht viele erscheinen werden, denn die Ereignisse liegen mehr als zehn Jahre zurück. Der orthodoxe Angeklagte zieht es bisher vor, keine Aussage zu machen. Er beruft sich auf den Glauben, der ihm Schweigen gebietet. Nach dem Motto: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Wann und wo?
- 8. Juli 2009, 10 Uhr 30, Saal 301. §§ 146, 147, 148 ff (Betrug, Schwerer Betrug, Gewerbsmäßiger Betrug)
Angeklagter: Ex-Vize der IKG
Verteidigung: Dr. Manfred AINEDTER
Mehrere Zeugen sind geladen.
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst, Gericht)

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