Der Detektiv lässt Blaulicht und Graulicht gut aussehen

Fachorgan Der Detektiv berichtet und zitiert.
(Fotoquelle: DerDetektiv Juni 2009, S. 5)
(Wien, im Juli 2009) Im Medienbetrieb zählt nicht, was man selbst spricht, sondern dass über einen gesprochen wird. Nur Amateure glauben, dass wichtig ist, was man selbst spricht. Die Erfahrung lehrt: Es ist unwichtig. Wichtig ist, dass die Dinge „zirkulieren“. Man muss die Dinge „zirkulieren lassen“, weiß Berlusconi.
Gespräche
Der Chefredakteur des Wiener „Augustin“ sagte dem Herausgeber von B&G einmal, dass „es mittlerweile völlig egal ist, was oder worüber der Augustin schreibt, den Augustin kaufen alle zwei Wochen 38.000 Personen. Sie tun das nicht, weil sie neugierig sind, was der Augustin schreibt, sondern weil sie ihn kennen.“
Daher ist unerheblich, ob sich der Herausgeber der „Fackel“, äääh, von „Blaulicht und Graulicht„, Herr Kraus, äääh Herr Oswald, die nächsten drei Jahre täglich die Finger an der Tastatur bricht, seine fünf leiblichen Kinder und seine beiden Ehefrauen vernachlässigt, weil der Drang stärker ist, ständig neue Dinge zu berichten. Sondern es ist wichtig, dass man B&G als wachsende Datenbank und Open Source-Kriminalfacharchiv aus Österreich kennt und weiß, dass, wenn man dort etwas sucht, man auch etwas findet. Man sucht ja nicht jeden Tag.
Weißquelle sein
Daher ist wichtig, was andere sagen. In den Hintergrund tritt, was man selbst sagt. Wichtiger wurde, wer zitiert. Blaulicht und Graulicht ist eine Weißquelle (im Unterschied zur Grauquelle von „Wikipedia“ oder der Schwarzquelle diverser Anonymwebseiten). Daher ist das Medium immer wieder gern zitiert. Mit der Qualität des Zitates hebt sich die Qualität des Zitierers und umgekehrt. Als „Weißquelle“ hat man es leicht und schwer zugleich, da Weißquelle sein ein hoher und nach dem state of the art, der communis opinium doctorum, der anerkannten Lehrmeinung der Kommunikationswissenschaft, der höchste Anspruch im Internet ist. Alles transparent zu machen, heißt natürlich auch angreifbar zu sein. Doch nur wer angreifbar ist, darf angreifen. Die Tarnkappenbomber in den unmoderierten und moderierten Tageszeitungsforen oder auf den vielfältigen Anonymwebseiten haben nichts zu sagen. Sie teilen nur aus. Doch erst wer auch ein- und weg- und die-Kritiker-in-den-Sack-stecken lernt, wächst an der Aufgabe und darf dann final und ordentlich austeilen. Also das: Zitate werden gerne festgehalten. Wenn der Name richtig geschrieben ist, das ist die Hauptsache.
Jack U.
DerDetektiv ist ein Fachorgan für die österreichische Landschaft der Berufsdetektive. Hier ein Zitat zu Jack Unterwegers Webseite. Dazu gibt es nur das zu sagen, dass der Herausgeber im nächsten Monat ins Burgenland reist und Peter A. Stecher besucht, um eine Stufe in der Webseitenplanung weiterzukommen. Wie zu hören, ist nun auch Georg Zanger im Boot. Der ist wichtig, sehr wichtig sogar für dieses wissenschaftliche Projekt, schrieb er doch ein „mörderisches“ Rechtsmittel gegen die Verurteilung (cirka 90 Seiten). Doch der erkennende Senat am Wiener OGH beantwortete es in zehn Zeilen: Unterweger ist tot, daher keine Nichtigkeit möglich. Die Zentralwebseite Jack Unterweger möchte dieses geschliffene Rechtsmittel, das 15 Jahre irgendwo in einer Schublade lag, vorzeigen.
Außerdem sollte man einen Stammleser gewinnen, der sich von Jack Unterweger nie täuschen ließ: Reinhard Haller. Dazu muss das einmal zwischen dem Herausgeber dieser Seite und dem Vorarlberger in Wien in einem Caféhaustreffen besprochen werden. Es soll die Unterweger-Zentralwebseite werden und daher muss ein Kabinett der besten Köpfe, ein Kabinett des Lichts, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben, ran. Es ist ja nicht ausgeschlossen, daraus zusätzlich ein kleines wissenschaftliches Sammelbändchen zu machen, Unterweger reloaded. Aber, schon oft gesagt: Die Leute kaufen keine Bücher mehr. Die Zentralwebseite ist eine Webseite und so wird sie auch geplant.
Marcus J. Oswald (Dossiers Jack Unterweger, Medien)

Liebe Leute!
Es ist so, eine informativ-sachliche Site soll entstehen. Mit Fakten aus möglichst erster Hand. Je mehr Experten mittun, desto umfassender wird das Bild, das sich dem interessierten User bietet. Daran arbeite ich zur Zeit. Es ist viel zu tun und Kontakte sind zu knüpfen. Dr. Zanger erwägt seine Beteiligung, andere Fachleute, sowie damals agierende Personen, haben zugesagt mich zu unterstützen. Es soll DIE Website zum Thema werden.
Ich weiß nicht wer sich hinter dem Pseudonym meines Vorredners verbirgt; wir sind es gewohnt mit offenem Visier zu reiten. Aber soviel kann ich entgegnen: Dr. Wagner hat mit dieser Site nur insofern zu tun, als ihre Rolle im Fall Unterweger hergibt. Da können auch böswillige und unbeholfene Schreibreien nichts daran ändern. Wer hat ein Interesse daran, dass diese Site nicht entsteht? Einerlei, denn sie gedeiht.
Ansonsten ist das Ziel alle Aspekte des Falles zu beleuchten. Kein pro Unterweger und kein contra Unterweger. Emotionslos sollen Fakten sprechen, keinen kleineren und keinen größeren Anspruch erhebt dieses Projekt.
Mit freundlichen Grüßen
Peter O. Stecher
„Experten“ ? Die gibt es auch schon? Und 50% glauben dies und die anderen das? Es interessiert doch im Prinzip keinen Menschen mehr, bis auf ein paar, die Geld mit Worten machen wollen und versuchen, diesen Fall wieder zu einem (lukrativen) Thema zu stilisieren. Die meisten „Experten“ kennen doch nicht einmal die Schwächen oder sexuelle Einstellung im Hinterkopf ihrer eigenen Eltern…..
Herr Rabak!
Wir kennen uns, saßen einmal im Caféhaus. Daher: Nehmen Sie doch nicht alles gleich so wörtlich. Was geschieht? Man will etwas machen, das längst verschüttete Thema noch einmal aufarbeiten und auf einer schön und ruhig gestalteten Webseite neu zusammensetzen. Das dient Leuten, die keine Bücher mehr lesen und das sind gar nicht so wenige. In Wahrheit liest so gut wie niemand mehr ernsthaft Bücher und daher war die Idee: Na, dann macht man halt eine Zusammenschau der Stimmen und Ehemaligen, die sich mit Unterweger beschäftigt, für ihn oder gegen ihn waren. Das klingt schon wieder provokativ, aber so ist es nicht gedacht. Die Vielstimmigkeit sollte gewährleistet werden und auf einer Seite zusammenfließen.
Ich habe damit übrigens nichts zu tun. Ich mache nun aber not the same wie all die anderen, die beim leistesten Windstoß und Kritik zusammenbrechen. Sondern ich bringe mich inhaltlich deswegen aktiv nicht ein, weil ich nicht gut genug eingelesen bin. Ich bin nur, wenn man so will, medialer Konsulent, kann die Zwischenstufen der Site berichten und Google auffüllen. Ich nutze den Hebel, der mir eben zur Verfügung steht. Auf Grund meiner kurzen Vorberichte riefen den Herrn Stecher schon zwei Zeitungen an und erkundigten sich, was er mit dem Thema vorhat. Das ist mein Part, wirklich nicht mehr.
Ich verstehe die Binnenfeindschaften überhaupt nicht. Ich hatte einmal vor einem halben Jahr bei der Frau (Name fällt mir jetzt nicht ein) angerufen, um sie zu fragen, ob sie nicht mitmachen möchte. Es war von mir ein Höflichkeitsanruf, ohne Druck und alles. Leider gibt es Leute, die das Telefon abheben, doch dann wegdrücken. So kann man natürlich nicht ins Gespräch kommen. Das geht nicht. Das ist Gesprächsverweigerung.
Meine Meinung: Wenn Eitelkeiten im Spiel sind, ist das zu bedauern. Manchmal müsste man sie zurückstecken. Ich wunderte mich immer, warum niemand auf die Idee gekommen ist, eine solche Webseite ins Leben zu rufen. Nun geschieht es und akzeptiert das! Statt Boshaftigkeiten in die Runde zu werfen, herumzusticheln wie Pubertierende, wäre es doch besser, Kontakt mit Herrn Stecher aufzunehmen, der grundsätzlich ein ehrliches Anliegen mit der Sache verfolgt. Ich habe öfter mit ihm gesprochen, ihm geht es um die Sache.
Die Idee eines „runden Tisches“, dass sich alle, die zu Unterweger Materialien haben, wieder einmal freundschaftlich zusammensetzen und redlich austauschen, habe ich längst aufgegeben. Nicht, weil ich Druck nicht standhalte, sondern weil ich andere Sorgen habe. Stecher macht es ganz gut. Wenn er etwas will, mailt er mir und ich maile zurück. Die Idee, dass man aus allen unveröffentlichten Werken eine schöne posthume Werkausgabe (zwei, drei Bände dick) im Sinne Jack Unterwegers macht, habe ich auch aufgegeben. Wo so viele irrationale Egoismen und Eitelkeiten im Spiel sind, kommt nie etwas zu Stande. Dabei könnte man doch auch das gemeinsam planen, da ich höre, dass viele Manuskripte verstreut in der Runde liegen. Aber gut.
Abschließend: Das Internet ist voll mit Halbgebildeten und pathologischen Nörglern. Man sollte eines beherzigen: Man muss das Internet mit seiner Hebelkraft nutzen und die Idioten beiseite lassen. Projekte außerhalb der Webs haben weiterhin eine Berechtigung (Werkausgabe), das Projekt „Zentralwebseite“ kommt sicher zustande und es wird auch jenen gefallen, die es jetzt irrational kritisieren, weil ihnen fad ist.
Schönen Gruß
Marcus J. Oswald (Wien/Wels/Gmunden)
Lieber Herr Rabak,
ich bin weit davon entfernt ein Experte zu sein. Mich interessiert einfach der Fall und das Thema. Und, wie immer, je mehr man sich mit einer Sache befasst, desto interessanter wird sie, eh klar. Mit Experten sind eben solche Leute gemeint, die JU kannten oder mit dem Fall befasst waren. Ob man echtes Licht reinbringen kann, das ist nicht gesagt und fraglich. Ob allein die sexuelle Einstellung, wie sie es nennen, der Schlüssel ist, kann ich nicht beurteilen. Eine typisch österreichische „Infernal Comedy“ war es allemal… .
Man kann nur versuchen der Wahrheit so nah wie möglich zu kommen.
Mir ist momentan unklar, wie man, z.B. aus der Net-Site, kommerziellen Nutzen ziehen könnte. Aber falls, dann befindet man sich in guter Gesellschaft, denn eine österreichische und eine US-Filmproduktion laufen zum Fall JU. Denken sie auch an die Ronacher-Sache. Also muss ich wohl kein schlechtes Gewissen haben, falls in ferner Zukunft sich ein Nutzen einstellen sollte.
Also, wo liegt das Problem? Es ist eine gutgemeinte Sache.
LG
Peter O. Stecher
RokkerMur@aliias Wolfgang Kirchleitner
Herr O-Stecher.
Meine Identität ist sovielen bekannt aber bitte.
Im übrigen können sie nicht viel neues mehr bringen über Herrn Jack.
[Posting von Wolfgang Kirchleitner wurde um einen Satz gekürzt, da dieser einen beleidigenden, ehrenrührigen Inhalt transportierte. 5. August 2009, MJO/HG B&G]
Herr Kirchleitner!
Ich empfehle: Machen Sie sich nicht immer so viele Sorgen um mich. Was etwas bringt oder nicht, sieht man immer erst am Ende, und das bestimmen garantiert nicht Sie. Ihre Sticheleien unter der Gürtellinie kenne ich nun schon seit vier Jahren und ich ignoriere sie. Sie veröffentlichen, ohne mich zu fragen und fast synchron zum Zeitpunkt des Erhalts – Emails von mir in diversen, nebulosen Internetforen und damit hat sich jede Diskussion mit Ihnen auch schon erübrigt. Das hat einfach keinen Sinn. Ich ertrage solche Dinge nur dosiert. Also bitte ich Sie: Beim eigenen Leisten bleiben. Lustige Halbgedanken haben, in Wirtshäusern diskutieren, Gemeindebau hochhalten, „Kinderschänder jagen“ (ihr Hobby). Die Unterweger-Webseite ist doch gar nichts für Sie, Herr Kirchleitner! Das übersteigt offenbar Ihren Horizont, der genau dort endet, Emails fünf Minuten nach Erhalt ohne mit der Wimper zu zucken einfach in ein Webforum zu stellen. Diskussion ist zu Ende! Sie können jede Webseite lesen, wenn sie on air ist. Diese, andere, auch eine JU-Webseite. Es steht ihnen frei. Wie jedem. Aber lassen Sie doch endlich die untergriffigen Wortmeldungen über meine Person. Verstehen wir uns? Ihre Aggressionsbereitschaft und den stets gegen mich gerichteten Ausfälligkeiten kann ich hier keinen Raum bieten, daher habe ich den letzten Satz in Ihrem Posting vom Juli gelöscht. Ein weiteres Posting aus Ihrer Feder, in dem sie nichtssagend bleiben und nur Gift verspritzen, habe ich gänzlich gelöscht. So hat das keinen Sinn, Herr Kirchleitner.
Schönen Gruß
Marcus J. Oswald
Lieber Herr Kirchleitner,
schön, dass sie sich landläufig üblicher Höflicheit entsinnen. Im Übrigen, teile ich ihre fundierte Sachkenntnis nicht. Ich bin nicht so sicher, ob es nicht auch Neues oder Untegegangenes zu berichten gibt. Sicher, über JU ist schon viel verzapft worden. Das ist aber nicht die Schiene, die ich fahren möchte.
Eine gute Idee, Hofrat Geiger ist sicher eine authentische Quelle. Alle die möchten, können dazu beitragen ein klares Bild zu schaffen. Ja, Herr Oswald ist eine hilfreiche Referenz, er hat Augen und Ohren am Puls des Geschehens; kann recht schreiben und recht lesen. Das ist schon gar nicht so wenig, finde ich.
LG
Peter O. Stecher
Da mir zugetragen wurde, dass ich mit der Unterweger-HP des Herrn Stecher in Verbindung gebracht werde, stelle ich der guten Ordnung halber klar: Ich habe weder mit Herrn Stecher noch mit dieser HP etwas am Hut. Amüsant, wie gewisse Leute meinen Einfluss überschätzen. Es dürfte aber nicht nur ein Fall von Fremdüberschätzung, sondern offenbar auch von Selbstüberschätzung vorliegen: Weder ein „Rockermur“ noch ein Herr W.K. sind, jedenfalls nicht einem größeren Personenkreis, bekannt, auch ich habe noch nie von diesem Herrn, der warum auch immer von mir „geklagt“ werden will, gehört. Man kann also dem Herrn Stecher hier fürwahr keine „Bildungslücke“ vorwerfen.
Im übrigen: Wie man an den aufgeregten Kommentaren sieht (kaum ein anderer Beitrag hier wurde so oft kommentiert), läßt Jack Unterweger auch nach vielen Jahren immer noch niemanden kalt. Es mußten halt wieder die Amis (Leake, Malkovich) her, um es uns vorzuzeigen, dass die Jack Unterweger-Story deshalb so attraktiv ist, da sie – abgesehen vom gewiß höchst polarisierenden Charisma des Hauptdarstellers, eines Mörders – geradezu archetypische Thematiken (Tod, Schuld, Sexualität) in sich birgt…
Zu guter Letzt, stelle ich, um allfälligen Korrespondenzanbahnungsversuchen (von wem auch immer) vorzubeugen, noch klar: Ich bin an einer weiteren Korrespondenz in dieser Sache nicht interessiert, und habe als vielbeschäftigte Anwältin auch überhaupt keine Zeit dafür. Ich werde hier auch nicht mehr reinschauen, sodass weitere Kommentare von mir ungelesen verhallen würden.