Serbe Mirsad Sacirovic unter Mordverdacht gesucht – Club Viva-Schütze

Mirsad Sacirovic, 48, wird gesucht: Er ist nach Ermittlungen der Polizei der Mörder des Türstehers vom Club Viva im 20. Wiener Bezirk. (Foto: Polizei)
(Wien, im November 2009) Der 48-jährige Serbe Mirsad Sacirovic wird von den Behörden gesucht. Er steht seit 14. Mai 2009 offiziell unter Mordverdacht. Der Mann wird dringend verdächtigt, jener Schütze gewesen zu sein, der am 19. April 2009 im 20. Wiener Bezirk in der Adolf-Gstöttner Gasse 7 im Eingangbereich vor der serbischen Discothek „Club Viva“, den 29-jährigen Türsteher Dalibor S. ohne Vorwarnung mit der Pistole getötet hat. In der Folge wurde der Geschäftsführer des Lokals durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Dieser, zugleich wohnhaft im Haus im ersten Stock, hatte den Angriff aber überlebt.
Schutz
Im Hintergrund soll es um Schutzgelderpressungen gehen. Die Discothek liegt im Haus, in dem der mongolische Exgatte der Exfreundin des Herausgebers bis 2009 wohnte. Vor daher ist dem Journalmacher bekannt, dass vor allem an Wochenenden (Freitag und Samstag Nacht) die Discothek ordentlich bis Frühmorgens brummt und stets bestens besucht ist. Sie wird als „Clubdisco“ geführt, in die man nur durch Clubmitgliedschaft Eintritt erhält. Hauptzielgruppe: In Wien lebende, junge Serben.
Serbe in Wien
Der nunmehr unter Mordverdacht gesuchte Sacirovic wurde in Novi Pazar, Serbien, am 16. September 1961 geboren. Er ist serbischer Staatsbürger und hat, so die Annahme der Behörden, das österreichische Bundesgebiet verlassen und lebt in Serbien. Er bog unmittelbar nach dem Attentat mit folgendem Auto ab: Mazda 626, silber lackiert, Baujahr 1989, W-68190 Z. Für seine Ergreifung liegen 2.000 Euro Kopfgeld am Tisch.
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Club Viva. (Foto: Club)
Und nun auf serbisch:
Činjenično stanje: Mirsad Sačirović stoji pod sumnjom da je 19.04.2009 u 1200 Beču, pred lokalom „Club Viva“ ubio 29-godišnjeg security Dalibora S., pucajući nekoliko puta vatrenim oružjem na njega, kao i povredio teško jedno drugo lice.
Sačirović je napustio saveznu teritoriju Austrije i moguče je da trenutno boravi u Srbiju. Sačirović je pobegao sa sledečim vozilom: Mazda 626, srebrno lakiran, godina proizvodnje 1989, W-68190 Z.
Prezime: Sacirovic. Ime: Mirsad. Datum rođenja: 16.09.1961. Mesto rođenja: Novi Pazar, Serbien. Državljanstvo: Srbija. Opis lica: 180 cm visok, crno-sedu kosu, kafene oči. Potraga od: 14.05.2009. Sud: Landesgericht Wien. Nagrada: Euro 2.000.
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Club Viva (Serben-Disco)
Marcus J. Oswald (Ressort: Aktuelle Fahnung, Mit Kopfgeld, Mord, Most wanted, Serbien)
Aribert Heim, 95, noch immer gesucht – Höchstes Kopfgeld in Österreich

Aribert Heim, heute 95. Phantombild der Polizei. Ist er tot oder lebt er in einer Luxusseniorenresidenz auf betreutes Wohnen? (Foto: BMI)
(Wien, im September 2009) Es ist Geld zu machen, es gibt eine Belohnung, also packen wir es an! Dieser Satz klingt verlockend und gut. Aber bei einem, nach dem immer noch eine Fahndung läuft, wird es immer schwieriger ihn zu finden. Aribert Heim ging als Arzt von Mauthausen in die Kriegsverbrecher-Geschichte ein. Er soll ab 1941 im KZ Mauthausen bei Linz (Oberösterreich) in seiner Funktion als Lagerarzt und SS-Offizier zahlreichen Häftlingen tödliche Herzinjektionen beigefügt haben.
Vor allem eines: groß
Fest stehen äußere Merkmale des Gesuchten: Geburtsdatum: 28. Juni 1914. Geburtsort: Bad Radkersburg. Deutscher Staatsangehöriger. Frühere Statur: 190 cm groß oder größer, kräftige sportliche Statur. Er trägt Schuhe wie Kindersärge, nämlich Nummer 47. Augenfarbe nordisch-blaugrau, wie es sich (damals) gehört(e). Als besonderes Kennzeichen hatte er eine Mensurnarbe auf der rechten Wange, die etwa in V-Form quer zum Mundwinkel verläuft.
Fahndung erst seit 2006
Nach Heim wird „im Internet“ offiziell (via Wiener Bundesinnenministerium) seit 13. September 2006 gefahndet. Sachdienliche Hinweise gehen an das Wiener „Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung“, Postadresse Herrengasse 7, 1010 Wien (Tel: 01 53126 / 4100). Für die Akten ist das Landesgericht Linz zuständig. Für zur Ergreifung sachdienliche Hinweise gibt es 50.000 Euro. Das ist das höchste Kopfgeld, das es je in Österreich für einen Gesuchten gab.

Aribert Heim im Kriege - trug die Uniform gut auf. War jedoch bei der Waffen-SS als regimetreuer Arzt in Mauthausen. (Foto: BMI)
Alte Recken
Die Chancen, dass er gefunden wird, sind gering. Doch nicht selten werden alte Recken des Dritten Reichs im ganz späten Alter irgendwo in den USA oder in Südamerika aufgespürt. Seit das Internet die Basisdaten immer wieder verbreitet, geschieht das öfter. Wie das Beispiel Iwan Nikolajewitsch „John“ Demjanjuk zeigt, der erst kürzlich als 88-Jähriger aus den USA nach München ausgeliefert wurde.
Heim schon 1992 für tot erklärt
Aribert Heim wird praktisch seit 45 Jahren gesucht, und zwar auf Grund eines alten Haftbefehls des deutschen Landgerichts Baden-Baden. Nach ihm suchen somit die deutschen Zielfahnder (Baden-Württembergisches Landeskriminalamt) und das östereichische Innenministerium (Bundeskriminalamt). Heim wurde in einer amerikanischen Zeitung 1992 schon für tot erklärt, er sei an Krebs gestorben. Doch die Beweissuppe galt als dünn und wurde als Desinformation betrachtet.
Fahndung bis 2019
Daher wird solange weiter gefahndet, bis der mutmaßliche Kriegsverbrecher das biologische Endalter erreicht hat, bei dem die Fahndung abzubrechen ist. Das wäre ungefähr 2019. Heute wäre Aribert Heim 95 Jahre und zweieinhalb Monate alt. Vielleicht sitzt er irgendwo in einem Altersheim auf betreutes Wohnen oder lebt in Florida.
Freilich gilt auch das, was der Zeithistoriker Oliver Rathkolb kürzlich in einer Zeitung gesagt hat: „Die Zeitzeugen sterben weg.“ Rathkolb meint, dass erst danach die Zeitgeschichte aus den Dokumenten und frei von Emotionen zu bewerten sein wird. Es hat auch eine positive Seite.
Marcus J. Oswald (Ressort: Aktuelle Fahnung, Mit Kopfgeld)
Belohnung zu vergeben – Verprügelte Zwillinge suchen Täter!

Dieser Mann attackierte mit Freunden im Juli 2008 Wiener Zwillinge. Nun wird er gesucht! (Foto: Ü-Kamera)
(Wien, im September 2009) Es ist Geld zu machen, es gibt eine Belohnung, also packen wir es an! Wenn der Herausgeber eines heiß liebt, dann Straßenschläger, die zu Fünft auf Zwei losgehen. Solche Leute gehören aus der Gesellschaft eliminiert. Bis es so weit ist, dass man sie eliminieren kann, muss man sie aber erst einmal finden!
13. Juli 2008, 4 Uhr 20
Dazu muss man einige „W“s beherzigen und rekonstruieren: Wo ist etwas passiert, wann ist es passiert, was ist passiert, wie ist es passiert, womit ist es passiert, wer hat es getan, wohin entfernten sich die Täter? Viele Fragen.
Von Mann verfolgt
Der Tathergang, wie ihn die Zwillinge schildern: Sie besuchten eine Discothek und verließen das Lokal im Millennium Tower in 1200 Wien am 13. Juli 2008 um 4 Uhr 20. Fest steht: Bereits im Lokal gab es eine verbale Auseinandersetzung und sie wurden von einem Mann von hinten angesprochen. Dieser folgte ihnen bis zum Ausgang des Lokals. Es fielen Drohungen durch den Mann und einer der Zwillinge rief per Telefon die Polizei. Dann gingen beide Zwillinge Gernot und Gunter O. (beide 32) schnurstraks nach Hause. Sie kamen aber nicht weit.
Millennium Tower
Kurz darauf, im Freien und in der näheren Umgebung des Millennium Tower, attackierte der Mann, der sie im Lokal angesprochen hatte, mit mehreren Freunden die Wiener Zwillinge. Es sollen vier bis fünf Männer tatbeteiligt gewesen sein. Da offenbar körperliche und personelle Überlegenheit gegeben war, streckten die Angreifer die Zwillinge, einen Juristen und einen Zahnarzt, auf der Straße nieder und verprügelten sie schwer. Die Angreifer seien mit hoher Brutalität vorgegangen. Wohin sich die Angreifer entfernt haben, kann nicht mehr gesagt werden.
Dauerschaden
Ein Opfer hat bis heute einen bleibenden Dauerschaden im Arm. Die Security in der Discothek konnte sich an die Verdächtigen erinnern. Bisher fielen sie im Lokal nicht auf. Nun fallen sie noch weniger auf: Seit dem Vorfall im Juli 2008 haben sie sich in dieser Discothek nicht mehr blicken lassen.
Haupttäter 20 – 22 Jahre alt
Der Haupttäter, von dem ein Bild aus der Überwachungskamera vorliegt, wird wie folgt beschrieben: 1,70 bis 1,75 Meter groß, 20 und 22 Jahre alt, mittlere Statur. Gesicht: Rund. Haare: Dunkel, nach hinten gekämmt. Kleidung damals: Grünes Poloshirt.
Reward
Die Zwillinge haben sich nun über das Wiener Landeskriminalamt, Außenstelle Ost an die Öffentlichkeit gewandt und versprechen bei sachdienlichen Hinweisen, die zur Ergreifung des Täters oder der Tätergruppe führen, eine großzügige Belohnung bis zu 5.000 Euro. Sachdienliche Hinweise sind an die Dienststelle der Wiener Polizei unter der Nummer 01-31310 / 62800 erbeten. Sie werden vertraulich behandelt.
Blaulicht und Graulicht dann bei Gericht
Es können sich auch Mittäter melden, so das Gewissen drückt. Alte Gerichtsweisheit: Ein Geständnis ist der beste Milderungsgrund. „Blaulicht und Graulicht“ berichtet dann über den Prozess und macht schönere Fotos als die Überwachungskamera das zu Stande brachte. Was wäre das Leben ohne Rache – nur halb so schön.
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ps. Die Zwillinge werden ersucht, sich direkt und per Email mit diesem Journal in Verbindung zu setzen. Vielleicht gibt es etwas bessere Fahnungsfotos, vor allem größere. Dann streut dieses Journal die Bilder in „Google“. Das wirkt unter Garantie. Es besteht auch die Möglichkeit mit einem Fahnungsbild einen „Facebook“-Account einzurichten. Andere Tricks gibt es auch noch. Das Internet ist ein guter Hebel, um einen 22-jährigen, der gewiß webaffin ist, zu finden. Wäre doch gelacht, wenn es nicht gelänge. Wien hat doch nur 1.7 Millionen Einwohner. Und wieviele sind zwischen 15 und 29 Jahre alt? Nur 135.792 (lt. Statistik Austria, Volkszählung). Wieviele sind zwischen 22 und 29 Jahre alt? Weniger. Und wieviele sind Inländer? Noch weniger.
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Die Verdächtigen haben sich nach dem Medienaufruf am 11. September 2009 gestellt.
Marcus J. Oswald (Ressort: Aktuelle Fahndung, Mit Kopfgeld)

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