Blaulicht und Graulicht – Das Online Magazin

Entsorgte Väter machen Kino voll

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Männerpolitik, Scheidung, Vaterverbot, Väterrechte von marcusjoswald am 25. November 2009

Nach dem Film: Männerpartei-Chef Oliver Hoffmann und der deutsche Regisseur Douglas Wolfsperger mit dem Mundl-Bier. (Foto Marcus J. Oswald)

(Wien, am 25. September 2009) Volles Haus bei der Vorpremiere von „Der entsorgte Vater“ von Douglas Wolfsperger. Die Zuseher sind ein echtes Testpublikum: Sie gehen mit dem Film mit. Zwischenrufe bei Schlüsselszenen. Szenenapplaus für programmatische Aussagen im Film. Nach dem Film stellt sich Regisseur Douglas Wolfsperger den Fragen, die eine Debatte mit Statements zu Kernthemen des Familienrechts auslösen. Zwei wirkliche Richter im Publikum, darunter die Ressortsprecherin für Familienrecht der Richtervereinigung, ein Vertreter der Volksanwaltschaft. Alle Obleute der maßgeblichen Neuen Vaterrechtebewegung. Sie sind voller Pläne. Der Saal A des Tuchlauben-Kino ist bis auf den letzten Platz gefüllt (210 Sitze).

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Es ist ein Film, der Herz und Verstand anrührt. Der Film der entsorgte Vater könnte ein neuer Leitfilm der Väterrechtebewegung werden. Er zeigt ohne Visier und abgedunkelte Augenblenden, offen und in schönen Bildern Männer, die aus dem Leben kommen und durch die Justiz ins Abseits entsorgt wurden. Hauptdarsteller sind ein deutscher Polizist, ein Hobbypilot, ein Arbeiter und ein ehemaliger Lehrer, der heute Väterrechteaktivist.

Der Film wie er in Österreich gezeigt wurde, ist die Langversion, wie sie in Deutschland nicht gezeigt werden kann. Dort reklamierte die Exfrau des Regisseurs ein acht Jahre altes Foto seiner Tochter aus dem Film heraus. Doch diese Einstweiliger Verfügung gilt nicht für Österreich. Daher sehen die Gäste – zum Glück – den ganzen Film.

Dokumentarfilme gelten in der Regel als langweilig. [...]

Spricht wie ein Professor: Jurist Adrian Hollaender. Der engagierte Stehgreifredner zum Thema Familienrecht und dem mangelnden Geist der Menschenrechte in seiner praktischen Auslegung.
(Foto: Marcus J. Oswald am 25. November 2009 im Tuchlauben-Kino Saal A)

Fachbereichssprecherin für Familienrecht in der Richtervereinigung, Doris Täubel-Weinreich, zeigt sich vom Film berührt und spricht aus dem Publikum. (Foto: Marcus J. Oswald am 25. November 2009 im Tuchlauben-Kino Saal A)

Vaterverbot-Graz-Sprecher Oberarzt Thomas Auer aus dem Publikum. (Foto: Marcus J. Oswald)

Väter ohne Rechte-Obmann Martin Stiglmayr wurde von der Vaterverbot-Veranstaltung irrtümlich nicht eingeladen, las aber hier von der Veranstaltung und lud sich selbst ein. Wortspenden aus dem Publikum. (Foto: Marcus J. Oswald)

Zwei Ex-Siemensianer: Nach dem Film zeigen Aktivisten und entsorgte Väter das Filmplakat Der entsorgte Vater.
(Foto: Marcus J. Oswald)

Premierengast Herr Friedl in Begleitung seiner entzückenden Lebensgefährtin (nicht im Bild).
(Foto: Marcus J. Oswald)

Wortmeldung aus dem Publikum: Autor Gerald A. Zeiner, der im Buch Scheidungshuren eine ökonomische Analyse vornimmt, wer an der Scheidungsindustrie verdient. (Foto: Marcus J. Oswald)

Eine Schautafel aus Buch Scheidungshuren. (Foto: Buch)

Vom Film überzeugt: Premierengast Patrick Lange reiste aus Mödling an. (Foto: Marcus J. Oswald)

Mittlerweile schon Stammgast bei wichtigen Ereignissen (zuletzt Herwig Baumgartner-Verhaftung):
Premierengast Johann Onkel Hans Branis. (Foto: Marcus J. Oswald)

Das Thema Herwig Baumgartner war während der Veranstaltung, die von 20 Uhr (mit Nachbesprechung) bis 0 Uhr 50 dauerte, mit keinem Wort ein Thema. Wohl waren Delegierte des Vereins „Humanes Recht“ gesichtet, doch keiner dieser Vereinsvertreter meldete sich aus dem Publikum zu Wort. „Vaterverbot“ wollte als Veranstalter keine Unruhe. Per Email schrieben Sie ans Journal: „Hallo Marcus, es sind 8 Karten auf Deinen Namen reserviert. Uns ist sehr wichtig, dass die Veranstaltung höchst ruhig und seriös abläuft, deshab ist die „XXX-Truppe“ ausdrücklich NICHT erwünscht. Emotionale Ausbrüche, Beschimpfungen und Provokationen sind definitiv unerwünscht, auch wenn sie sachlich noch so begründet und verständlich sind. Informiere diesbezüglich bitte Deine Leute. Es haben sich auch einige für unsere Sache höchst wichtige Personen angemeldet, die wir keinesfalls provozieren wollen. Auch wenn es vielen Wienern nicht passt, arbeitet Vaterverbot friedlich und konstruktiv. Wir suchen Verbündete, keine Feinde. Ein blinder Kampf befriedigt bestenfalls den eigenen Kampfwillen, der Sache nützt er in unserem Fall aber nichts. lg, Kurt Heiligenmann“. (per Email, 25. November 2009)

Es gab rund 40 Wortmeldungen aus dem Publikum und nur in einer einzigen wurde Baumgartner – nicht namentlich – erwähnt. Ein Richter griff das Mikrophon und beklagte sich, dass „mittlerweile Richter auch bedroht werden“. Er forderte zur Mäßigung im Kampf um die Themenhoheit auf.

Die Wortmeldungen (zusammengefasst)

Wortmeldung Thomas Auer: Auer gibt an, dass der Verein Vaterverbot mittlerweile 4.500 Mitglieder hat.

Am Tatort - Marcus J. Oswald. (Foto: Kamerakind um 0 Uhr 53)

Vaterverbot proudly presents – Premiere „Der entsorgte Vater“ – Tuchlauben Kino

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Scheidung, Vaterverbot, Väterrechte von marcusjoswald am 20. November 2009

Verein Vaterverbot lädt zur vorgezogenen Kinopremiere in das Wiener Tuchlauben-Kino und ins Grazer-Geidorf Kino. Regie-Karten auf der Webseite! (Foto: Der entsorgte Vater. Filmwebseite: www.derentsorgtevater.de)

(Wien, im November 2009) Der Verein Vaterverbot, der gemäßigt, aber in der Sache bestimmt auftritt, bietet all jenen, die sich mit der neuen Väterrechtebewegung identifizieren oder sich mit deren Zielen solidarisch erklären, am 25. November 2009 in Wien und Graz einen kostenlosen Kino-Abend. Zwei Tage vor dem offiziellen Kinostart läuft die Dokumentation „Der entsorgte Vater“ des deutschen Regisseurs Douglas Wolfsperger.

Die Synopsis (roter Faden) des Films: „Douglas Wolfsperger widmet sich einem gesellschaftlichen Phänomen, das in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vorkommt: Männer, die nach einer Trennung von ihren Frauen nicht nur als Partner, sondern auch als Vater „entsorgt“ werden und die – oft vergeblich – um die Beziehung zu ihren Kindern kämpfen. Vier Väter schildern in berührenden Interviews ihr Leid und ihre Bemühungen. Eine Mutter begründet die Umgangsverweigerung aus ihrer Sicht.“

Vertiefung der öffentlichen Diskussion

All jene, die sich den Film anschauen wollen, sind willkommen. Der Regisseur ist im Wiener Tuchlauben-Kino persönlich anwesend. Nach dem Film wird es eine kleine Diskussion und geselliges Beisammensein geben. Der Film will eine gesellschaftliche Diskussion, die seit einigen Jahren schärfer wahrgenommen wird, nicht nur anstoßen, sondern vertiefen. Dass die öffentliche Diskussion schärfer geführt wird, kann man damit belegen, indem man einfach die Medienberichte zwischen 2005 und 2009 auf einen Tisch legt und gegengleich Medienberichte aus dem Zeitraum 1995 und 1999.

In den 90er Jahren war das Thema Vater-Kind-Beziehung medial überhaupt kein Thema. Es existierte nicht. Mitte 2000 im selben Zeitfenster werden dazu Diplom- und Doktorarbeiten an Universitäten und Sachbücher geschrieben. Dieser neue Kinofilm will mit dem „Medium Film“ das Thema in ein breites Bewußtsein bringen.

Kostenlose Regiekarten liegen bereit

Kostenlose Premierenkarten gibt es via Webseite Vaterverbot. Der Verein hat ein Kontingent an Karten. Einfach unten eintragen und den Namen angeben, für den sie hinterlegt werden sollen. Zum Tuchlauben-Kino geht es hier.

Einmal im Sommer 2009 gab es eine Einstweilige Verfügung. Der Film wird so aber sicher nicht verhindert. (Gerichte überschätzen sich.)

Zum Trailer des Films.

Hier gibt es einen Trailer zum Ansehen.

Die Filmwebseite lautet: www.derentsorgtevater.de

Offizieller Kinostart in Österreich: 27. November 2009
Originaltitel: Der entsorgte Vater
Land, Jahr: D, 2008
Filmlänge: 86 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Douglas Wolfsperger
Produktion: Douglas Wolfsperger Filmproduktion GmbH in Co-Produktion mit:
SWR (Redaktion: Gudrun Hanke-El Ghomri) und ARTE (Redaktion: Ulle Schröder)
Drehbuch: Douglas Wolfsperger
Kamera: Tanja Trentmann bvk, Inigo Westmeier bvk
Schnitt: Bernd Euscher
Ton: Kai Lüde
Musik: Konstantin Gropper
Verleih: GMFilms / Wilder Süden Filmverleih

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Der Verein fragte freundlich am 19. November 2009 per Email an: „Sehen wir uns bei der Premiere des Films „Der entsorgte Vater“ am Mittwoch den 25.11. um 20 Uhr im Tuchlaubenkino?“ Aber klar doch!

Vaterverbot lädt ins Kino.

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Familienrecht, Scheidung, Väterrechte, Vaterverbot)

Sozialarbeiter gegen Mag. Herwig Baumgartner – Vorschau Medienprozess

Mag. Herwig Baumgartner - Heiratsfoto - humanesrecht - diegalerie -blaulicht und graulicht

Letztlich geht es darum: Mag. Herwig Baumgartner - Chantal Gabrielle Edwige Marguerite Bund.

(Wien, im Oktober 2009) Ein normaler Terminhinweis, einer von vielen Medienrechtsprozessen. Trotzdem ein besonderer: Herwig Baumgartner gegen das Magistrat Wien. Nicht gegen irgendwelche Mitarbeiter der 67.000 Angestellten zählenden Verwaltung Wiens. Sondern gegen jene sogenannte „DSA-Mafia“, also jene Sozialarbeiter, die Männer ausgrenzen, weil sie das so an den Sozialakademien gelernt haben und es in den Profilanforderungen der Stadt Wien nötig ist, um an der Stadtpolitik mitarbeiten zu dürfen. Dass das so ist, weiss mittlerweile jedes kleine Kind. Gegen diese Haltung gelingt es bis heute nichts zu unternehmen. Auch nach drei Jahren Selbstorganisation nicht. Demonstrationen mit 200 Mitgehern und bei denen mehr Transparente als Transparentträger anwesend sind, kann man nicht als Erfolg bezeichnen. [VIDEO auf wien-konkret]

Michael Haeupl - Monika Pinterits - Brigitte Zinner - Mag Stephan Maierhofer - Mag Renate Balic-Benzing - Mag Herwig Baumgartner - diegalerie - blaulicht und graulicht

Monika Pinterits, Brigitte Zinner, Stephan Maierhofer und Renate Balic-Benzing sind Statthalter der Politik des Michael Häupl im Familienwesen in der Stadt Wien. Was das bedeutet, wissen einige. Einer lässt sich das nicht gefallen und wird nun geklagt: Mag. Herwig Baumgartner.
(Foto: Landesgericht Wien - 95 Hv 81/09s)

Baumgartner ist aus dem besonderen Lebensumstand heraus politisch ein Ultra-Rechter geworden, der aus tiefer Überzeugung die Linken und ihre Frauenpolitik hasst. Wenn man das weiß, kann man persönlich damit umgehen. Man darf sich nicht auf den politischen Disput einlassen. Er sagt in der politischen Sache so: Es hilft nichts, Straßendemonstrationen durchzuführen, man muss in die Gerichtsverfahren hinein. Dazu provoziert er Anwälte in ganz Wien, vonehmlich „linke“, aber auch solche, die Opportunisten sind, wofür er, das muss man ihm lassen, ein gutes Näschen hat. Diese werden dann mit Faxen, ja das gute alte Fax, eingedeckt. Oft ist ein gegen ihn eröffnetes Gerichtsverfahren Anstoß für einen jahrelangen Krieg gegen die Anwaltskanzlei. Als er 2008 bei der RETTÖ (Partei Rettet Österreich) war, schrieb er die Strafanzeige gegen den damaligen Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) betreffend des Vertrag von Lissabon, den RETTÖ strikt ablehnte.

Brigitte Zinner - Medienklage - diegalerie - blaulicht und graulicht

Herwig Baumgartner schrieb damals eine Strafanzeige gegen Alfred Gusenbauer in der Causa Lissabon Vertrag und er greift sich für seine politischen Angriffe auf das rote Wien der Reihe nach leitende Figuren aus dem Magistrat heraus. Nun reagiert eine Reihe von Personen mit Klagen. Er wird diese als Zeugen beantragen und die Richterin Burtscher strafanzeigen. Das tut er immer. Also eskalieren die Dinge weiter. Und Geldstrafen sind ihm sowas von wurscht, die landen im Reisswolf. (Foto: Akt, Auszug aus den Klagsvorwürfen)

Dissensmaterie Familienrecht

Auf den diversen Webseiten, die er betreibt und mitunterstützt, schreibt er natürlich auch jede Menge. Es sind Millionen Zeichen Texte. Es ist so: Familienrecht wäre eine Konsensmaterie. Baumgartner macht eine radikale Dissensmaterie daraus. Das ist im Grunde nicht falsch, denn auch dem Herausgeber von „Blaulicht und Graulicht“ wurden vor fünf Jahren (2004) durch das Betreiben der Wiener Stadtverwaltung und ihrer großzügig finanzierten Vorfeldvereine zwei Kinder gestohlen. Wie vielen seiner Bekannten auch. Für viele ist es der Grund, warum sie gar keine Zweierbeziehungen mehr eingehen, weil es in Wien mehr Risken als Vorteile bringt. Damit kann man rein rational und rein wissenschaftlich-reduziert sagen, dass sich die Wiener Stadtregierung anmaßt, in Privatbeziehungen spaltend einzugreifen. Das schürte bei vielen Unmut. Daraus entstand 2006 die Väterrechtebewegung.

Politisches Familienrecht

Das Ganze ist ein fortlaufendes tief politisches Spiel und man muss die Überlegung anstellen, ob es unter einem Bürgermeister H. C. Strache anders wäre oder würde. Möglicherweise. Dieser Zugang, den Baumgartner zum Thema hat, nämlich, dass man 67.000 Verwaltungsbeamte in der Stadt Wien austauschen muss, damit ein neues, „gerechteres“ Familienrechtsbild entsteht, ist naturgemäß viel Arbeit. Er hat den großen Wurf vor dem geistigen Auge. Letztlich geht es auch bei ihm um die alte Geschichte (Foto oben), die sich seit 2001 wie ein roter Faden durch seine Argumentation als lebendiges Beispiel zieht. Er will, dass man das immer wieder feststellt. Hiermit geschieht das. Geschehen soll auch der Hinweis auf seinen Medienprozess am Landesgericht Wien.

Mag. Stephan Maierhofer - Klagsschrift - 3-11-2009 - diegalerie - blaulicht und graulicht

Baumgartner hat auch einen Stephan M. auf der Liste, der im 20. Bezirk nach seiner Ansicht väterfeindliche Arbeit im Dienste Michael Häupls leistet. In seinen Veröffentlichungen greift er ihn offen an. Auch er wird als Zeuge geladen und Rechenschaft über sein Familienbild im Gerichtssaal ablegen müssen. Ist er für oder gegen die vaterlose Familie? Wie ist seine Position? Das Publikum wird mitschreiben und seine Aussagen auf diversen Webseiten im Google festbrennen. Und danach wartet man auf die nächsten Prozesse, in denen wieder andere aus dem Magistrat im Gerichtssaal vorgeführt werden. Baumgartner wird das solange machen, bis sich jene bei ihm persönlich entschuldigen, die ihm 2001 vier Kinder weggenommen haben. Bis heute hat er keinen Kontakt zu ihnen, weil Organisationen, die er feminalfaschistisch nennt, wie Frauenhaus, Interventionsstelle und Jugendwohlfahrt den Kontakt verboten haben. Somit ist erwiesen, dass sich die Wiener Stadtregierung anmaßt, in das kostbarste Gut, die freie Gestaltung und Planung des Privatlebens einzugreifen. Deswegen gibt es nun Gerichtsprozesse. Weil irgendwann jeder zur Rechenschaft gezogen wird: Und es ist nicht Baumgartner. (Foto: Auszug aus den Klagsvorwürfen)

Mit Richterin Tango tanzen

Er wird den Prozess nicht gewinnen (können), aber trotzdem mit Richterin Burtscher ordentlich Schlitten fahren. Und somit vor mitgebrachtem Publikum (darunter als Beobachter: B&G) neuerlich Bewusstsein dafür schaffen, dass männerfeindliches Handeln im Magistrat und an den Wiener Bezirksgerichten an der Tagesordnung vorhanden ist. In diesem Sinn ist er scharfzüngiger Aufklärer. Auch wenn er von Rechtsaußen in die Materie einbiegt.

grosser schwurgerichtssaal - foto marcus oswald - diegalerie - blaulicht und graulicht

Baumgartner wünscht die große Bühne. Er schrieb per Fax an die Richterin, sie möge den Großen Schwurgerichtssaal reservieren lassen. Wegen des großen Andrangs, den er erwartet.
(Foto: Marcus J. Oswald, am 28. August 2009)

Zeit ist kein Faktor

Prozesse mit Baumgartner dauern immer lange. Ein Verfahren nach § 107 (1) gegen ihn 2006 dauerte 5 Stunden und 45 Minuten. Ein Berufungsverfahren nach § 107 (1) am OLG Wien gegen ihn brachte ein 40 Minuten-Referat durch ihn. Der Medienprozess am 3. November 2009 ist auf nur eine Stunde angesetzt, wird aber so schnell nicht über die Bühne gehen. Zwei Stunden sollte man sich schon Zeit nehmen müssen.

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Die Privatanklage der vier Sozialarbeiter im Wortlaut des Dr. Köhler: Seite 0/1/2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/12.

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Mag. Herwig Baumgartner auch als Straßentheaterschauspieler (Kind/Mütze) in der Wiener Mariahilferstraße (Schnitt: Hades).

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Subtile wie radikale, politische Medienkritik an Jugendämtern in verdeckten Mitschnitten. (Thema: PAS, Gestaltung/Schnitt: N. d. Red. bek.). Dieses Video ist Klagsgegenstand im Pinterits-Medienprozess. Medienprozess ist noch nicht abgeschlossen.

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Justizrebell Mag. Herwig Baumgartner (Stuhl) in Bruck an der Leitha live auf You Tube.

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Die Söhne Wiens haben gelernt: Bereits 2005 schrieb der Herausgeber dieses Journals, dass man sich vor der „Interventionsstelle Wien“ und ihren gemeingefährlichen, politisierten Sozialarbeiterinnen in Acht nehmen muss. Der Herausgeber weiß, wovon er spricht: Er wurde zwei Mal von der „Interventionsstelle Wien“ in ein Strafverfahren am Landesgericht Wien getrieben und beide Male freigesprochen. Bis dieses gesühnt ist, werden noch 20 Jahre Recherche gegen diesen Verein ins Land ziehen. Derweilen haben die Söhne Wiens gut vom Herausgeber gelernt und ein schönes, stimmungsvolles Video gemacht. Hier ist es:

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Justizrebell Mag. Herwig Baumgartner im Internetradio (20. Jänner 2009, und zehn weitere Beiträge)

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Herwig Baumgartner im Web (Verein Humanes Recht) – mit neuer Webseite [VIDEO wien-konkret]

Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst, Gericht, Medienrecht-Auf Kalender, Familienrecht, Männerpolitik, Scheidung, Väterrechte, Aus den Vereinen, Humanes Recht)

Väterrechte-Demo am 30. Oktober 2009 in Wien – Weltspartag

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Männerpartei, Termindienst, Vaterverbot, Väterrechte von marcusjoswald am 3. Oktober 2009
Plakat zum Ausdrucken und verteilen. Väter marschieren für Kinderrechte auf. (Fotoquelle: Demo-Organisation)

Plakat zum Ausdrucken und Verteilen. Väter marschieren für Kinderrechte auf. (Fotoquelle: Demo-Organisation)

(Wien, im Oktober 2009) Heute ist zwar erst der 3. Oktober, aber bald schon der 30. Oktober 2009, und dann kommen in Wien nach Wünschen der Veranstalter hunderte, vielleicht tausende Demonstranten, die für mehr Väterrechte eintreten. Man kann nicht absehen, wieviele kommen, aber die Plakate sind fertig. Die Spruchbänder werden soeben geschrieben. Veranstalter sind der Linzer Verein Vaterverbot in Kooperation mit der Wiener Männerpartei. Die beiden Vereine haben so etwas wie die Vorherrschaft in der Väterrechteszene übernommen.

Mehr als diese Ankündigung ist noch nicht zu sagen. Der Demonstrationszug: Um 14 Uhr vom Familienministerium (Stubenring 1, 1010) die Ringstraße entlang, nächste Station ist der ORF (Argentinierstraße), dann geht es zum Parlament, vorbei am Bundeskanzleramt und schließlich zum Justizministerium. Der Demonstrationstag ist ein Freitag, zugleich Weltspartag!

Route am 30. Oktober 2009 durch Wien. (Fotoquelle: Vaterverbot)

Route am 30. Oktober 2009 durch Wien. (Fotoquelle: Vaterverbot)

Plakate werden hier zum Ausdrucken und Affichieren angeboten, in den Größen DIN A2, A3 und A4.
Plakat in DIN A4 – Kleine Größe
Plakat in DIN A3 – Mittlere Größe
Plakat in DIN A2 – Große Größe

Die Kernthemen (Losungen):

  • Für gleichberechtigte Elternschaft.
  • Kinder haben ein Recht auf Mutter und Vater.
  • Gemeinsame Obsorge als Grundrecht.
  • Anspannung ist Zwangsarbeit.
  • Für das Recht auf freie Berufswahl.
  • Ein faires Existenzminimum für Väter.
  • Für ein faires Unterhaltsmodell.

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Nachtrag, am 25. Oktober 2009: Wie die Veranstalter mitteilen, beginnt der Zug erst um 16 Uhr. Die Ausgabe von Werbematerial (T-Shirt, Plakate, Transparente) beginnt um 15 Uhr vor dem Familienministerium.

Auch die Demo-Route hat sich nun „angepasst“ und verkürzt. Es ist nun der übliche Halbkreis, den in Wien die unterschiedlichen Demonstrationswerber, sind es „Kindergärtner“, „Metaller“ oder nun die „Väter“ nehmen. Zwei Gerade den Ring entlang, an Hofburg vorbei, die Fassaden von Innenministerium, SPÖ-Regierungspartei und Parlament entlang vor zum Justizministerium. Das Ganze geschieht sehr „symbolisch“. Denn an einem Freitag haben ab 13 Uhr alle Behörden längst dicht gemacht und sind ins Wochenende gegangen sind.

Die Demoroute in ihrer letztgültigen Fassung. Die Wege haben sich merklich verkürzt, die Schleife zum ORF fiel weg. Auch der Zeitpunkt verschob sich nach hinten. Der Tag ist ein Freitag, womit das Aufzeigen in vielen Printmedien keine Beachtung finden wird. (Foto: vaterverbot.at)

Die Demoroute in ihrer letztgültigen Fassung. Die Wege haben sich merklich verkürzt, die Schleife zum ORF fiel weg. Auch der Zeitpunkt verschob sich nach hinten. Der Tag ist ein Freitag, womit das Aufzeigen in vielen Printmedien keine Beachtung finden wird. (Fotoquelle: www.vaterverbot.at, 25. Oktober 2009)

Dass man gerade den Freitag als Demonstrationstag gewählt hat, noch dazu den Weltspartag, ist eine Fehlplanung. Demonstrationswerber müssen einplanen, dass Medien (und zwar die agenda setting medias, also die „Großen“) etwas darüber schreiben. Dazu ist der Freitag äußerst schlecht. Die Demo beginnt um 16 Uhr, lange nach dem Redaktionsschluss (13 Uhr 30) für die Samstag-Ausgaben. Am Sonntag haben viele Zeitungen keine Ausgabe (Standard, Wiener Zeitung, Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Oberösterreichische Nachrichten, Heute). Am Montag ist nicht mehr berichtenswert, was am Freitag abend geschah. Der Tag ist schlecht gewählt, da die Demonstrationswerber wollen, dass mit ihren Anliegen die Ringstraße brennt. An einem Freitag abend brennt aber nur der Wolf zwischen den Beinen, den man sich vom Fußmarsch holt. Der Effekt wird mager sein, so die Prognose dieses Journals. Was schade ist.

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Das war die Demo (zahlreiche Fotos) (w-k, 31. Oktober 2009)
Das war die Demo (kleiner Rahmen) (vv, 30. Oktober 2009)
Das sagte Kolumnistin Sibylle Hamann (Die Presse) dazu (28. Oktober 2009)
Das sagte die ÖH (Österreichische Hochschülerschaft, Frauenreferat) dazu (26. Oktober 2009)

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Termindienst, Väterrechte, Vaterverbot, Männerpartei)

Herwig Baumgartner mit drittem Buch – Co-Autor Robert Böck

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Buch, Familienrecht, Humanes Recht von marcusjoswald am 8. September 2009
Drittes Buch: Preis 200 Euro.

Drittes Baumgartner-Buch: Preis 179 Euro.

(Wien, im September 2009) In Wien von den Gerichten ausgeschlossen. Zutritt an manchen nur mehr, wenn er selbst Prozess hat. Nun aktiv als Buchproduzent. Herwig Baumgartner merkte eines: Internet ist schön und gut. Die Schnorrer, Vielklicker, Screenshot-Knipser in den Behörden, die Gratis-Contentabsauger, die gibt es zu Hauf. Doch diese Leute bringen nichts in die Webseiten ein.

Web zieht nur Schnorrer an

Hinzu kommt: Die Streuung der veröffentlichten Webmaterialien ist theoretisch „weltweit“, real aber nur innerhalb des Tribes, der Szene, des fachlichen Reviers, in dem man sich bewegt, wirklich gut. Daher sind Spezialwebseiten mit Inhalten nach oben limitiert. (Auch die B&G-Seite kann seit Monaten eine magische Marke nicht durchstoßen). Es ist so und gilt für viele Webangebote: Wer keine baren Busen in Slideshows zeigt, kein Bargeld zu verschenken hat, keinen nutzerintensiven SMS-Versand und keine klickmanifesten Sudokus anbietet, kann ein gewisses Maß an Zugriffen auf einer Webseite nicht steigern.

Wer trotzdem Inhalte ausarbeitet, die über den Tag hinausgehen, wer also nicht die „Aktualität“, sondern die „Nachhaltigkeit“ als Produktionsprinzip hat, muss Alternativen der Verbreitung suchen. So taten es auch die Entwickler des „Konzept Familienrecht“ Herwig Baumgartner und Robert Böck. Das Konzept gab es lange im Internet. Man entwickelte zur Webseite, die es bereit hielt, sogar einen Förderverein, der Spenden annahm. Doch es schlug wider Erwarten und trotz der mahnenden Stimmen die Schnorrermentalität der Internetnutzer voll durch.

Egoismen in Väterrechteszene

Nach vielen Monaten wurde bekannt, dass von der Trägerwebseite des „Konzept Familienrecht“ sich viele Leute Anregungen und Tipps holten, diese gleichzeitig tausende Euros in ihre Scheidungsanwälte pumpten, aber keinen Hunderter der Webseite zukommen ließen.

Es zeigte sich zugleich, dass das solidarische väterpolitische Bewußtsein nicht existiert. Von Egoismen getrieben, beuten Väter und Männer in ganz Österreich das Internet aus, drucken sich tausende Seiten aus, helfen aber nicht mit, Thesen zu entwickeln. Dies war im August 2009 für die beiden Autoren Anlass, das „Konzept Familienrecht“ vom Netz zu nehmen und als Buch herauszubringen.

Das „Konzept Familienrecht“ wurde von den beiden (Wahl-)Wienern im Frühjahr 2008 entwickelt. Als die Fronten in der Väterrechteszene noch einheitlicher und solidarischer anmuteten, saßen Personen zusammen, darunter der Herausgeber dieser Seite, etwa in Niederösterreich, und verbrachten einen Sonntag. Das „Konzept Familienrecht“ wurde damals von den beiden Autoren im Frühsommer 2008 als Erstrelease online gestellt. Die (zu) euphorische Erwartung, dass eine rege Diskussion aus anderen österreichischen väterpolitisch engagierten Vereinen aufkommt, ging nicht auf. Die erwartete Diskussion aus Salzburg, Tulln, Linz, St. Pölten, Wien blieb aus.

Denk- und Theorieleistung – Methodenkritik

Das „Konzept Familienrecht“ ist unter dem Strich in der jungen väterpolitisch engagierten Szene, die Ende 2009 heillos untereinander überworfen ist, sicher die stärkste Theorie- und Denkleistung. Sie hat hohen formalen und analytischen Standard. Die stete Kritik des Herausgebers daran war und ist jedoch, dass Baumgartner ein Unternehmensberater (früher: T-Mobile in Bonn) war und mit den erlernten Methoden der Firmenanalyse ein politisches Phänomen, das vermutlich politischeste Phänomen überhaupt, nämlich die Daseinsausrichtung der Familien, darstellen und verbessern will. Daher irritieren die vielen Grafiken und Schablönchen, die ein politisches Phänomen, das alle fünf Jahre durch Wahlen in Bewegung gerät, in einer Linearität erfassen wollen.

Dennoch: Der Versuch ist zulässig. Der Versuch ist von ihm und dem Co-Autor unternommen worden und im Wesentlichen dreht sich das Konzept um den „Anwalt des Kindes“. Diese Forderung kam zuletzt immer öfter auch in der offiziellen Politiklandschaft ins Gespräch, obgleich viele aus dem politischen Establishment und aus den Entscheiderreihen noch wenig Konkretes damit anfangen können. Vielleicht sollten sie sich das Büchlein kaufen.

Väterrechtliche Analphabeten

Auch die so genannten „Väterrechtsvereine“ und „Männerparteien“ und „Scheidungskreise“ und selbst ernannten „Justizopfer“ im Familienrecht sollten sich dieses Buch zulegen. Es stellte sich nämlich heraus, nach Eintauchen in diese merkwürdige „Szene“ über zwei Jahre, dass diese Kreise vornehmlich im eigenen Saft baden. Politologisch teilweise komplett ungeschult, verstehen sich die meisten aufs Stammtischraunzen und Biertrinken. Die meisten haben grundlegenden Nachholbedarf in Politikverständnis und hohes Theoriedefizit.

Sie tragen aus dieser Unkenntnis nichts zur Diskussion bei, außer ihren nackten und jämmerlichen Gerichtsakt, der einer von vielen ist. Sie produzieren wenig außer heiße Luft, Platitüden und Sprechblasen. Selbst bei so genannten „Väterrechtsvereinen“ geht die schriftliche Darstellungskraft und Sprachkompetenz über drei Foreneintragszeilen und Zitierschleifen auf andere Webquellen oft nicht hinaus. Die meisten Vereine, die sich 2008 gegründet haben, wollten zu schnell Anschluss an die traditionelle Parteienlandschaft, einen „Termin beim Bundespräsidenten“ und brachten nichts Eigenes hervor.

Kollusionskurator – Anwalt des Kindes

Baumgartner und Böck haben eine kleine Schrift entwickelt, entstanden aus der ehemaligen Onlineversion. Das theoretische Fundament ist der Anwalt des Kindes. Das Justizministerium sollte sich dieses Buch gut durchlesen. Die Theorie macht Sinn. Ob sie politisch umsetzbar ist? Wohl nur wieder in einer konservativen Regierung, denn es ist ein konservatives Konzept, das die Rolle der Mutter einschränkt, die Rolle des Vaters minimal aufwertet und die Rolle des Kindes ins Zentrum stellt. Jedoch durch einen „Kollusionskurator“, den das Kind im Trennungsfall der Eltern an die Seite bekommt. In allen strittigen Scheidungen. Zudem wird im Konzept der weitere Ausbau der gemeinsamen Obsorge, alternativ die alleinige Obsorge für Männer empfohlen.

Stilistisch unterscheidet sich dieses Buch nicht von Analysen von „PriceWaterhouseCoopers“, unterscheidet sich aber von der restlichen Rabiatprosa des Baumgartner wohltuend. Das Stillhalten hat seinen stolzen Preis.

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Buch ist bei BOD zu beziehen – also hier.
Preis: 304,20 CHFranken, 179 Euro.
Umfang: 56 Seiten.

Marcus J. Oswald (Ressort: Familienrecht, Aus den Vereinen, Humanes Recht, Buch)

Vatertag 2009 – Rückschau und Filmrevue zu St. Pölten

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Humanes Recht, Luca, Männerpartei, TV, Väter ohne Rechte von marcusjoswald am 19. Juni 2009

(Wien, im Juni 2009) Der politische Flügel der Väterrechtebewegung will den „Vatertag“, der in den letzten Jahren in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht ist, aufwerten.

Dazu richtete man am 13. Juni 2009 am Hauptplatz in St. Pölten ein Fest aus. Es war von kurzen politischen Grundsatzreden geprägt. Die Wiener Webseite des Robert Marschall war an diesem Samstag mit einer Kamera vor Ort und stellte nun die Videos fertig.

Mit freundlicher Genehmigung von „wien-konkret.at“ stellt „Blaulicht und Graulicht“ den familienrechtlich interessierten Lesern diese Videos zur Verfügung. Das geschieht mit externem Fremdlink. Die Videos liegen nicht am Server von B&G, sondern auf jenem von „wien-konkret“. Die Videos sind nur dort abzurufen und auch nicht auf „You Tube“ oder anderen Tausch-Plattformen.

Um die Videos der Ansprachen zu sehen (sie dauern zwischen 4 und 10 Minuten), muss man auf der dynamisch gestalteten Bildlink klicken. Er verweist auf die entsprechende Rede auf der Webseite von „wien-konkret“. Die Reden greifen unterschiedliche Themen und Konzepte auf. Vorerst sind nur die Videostreams zu sehen. Transkriptionen für das „google“-Lese-Archiv folgen. [ALLE FILM-RECHTE BEI: www.wien-konkret.at]

+++Sankt Pölten+++Vatertag 2009+++Reden am Hauptplatz+++13. Juni 2009+++

peter pitzinger - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Der Leiter des Familienamtes Niederösterreich, Peter Pitzinger, spricht zur Lage der Familie.

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barbara rosenkranz - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Die zehnfache Mutter (sechs Töchter, vier Söhne), Barbara Rosenkranz, spricht zur Lage der Familie.

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felix berger - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Der politische Vertreter der „Christen“, Felix Berger, spricht zum Thema Lebensschutz.

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susanne haas - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Die Leiterin des Labors „DNA Confidence“, Susanne Haas, spricht zum Thema Vaterschaftstests und Kuckuckskinder.

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oliver hoffmann - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Der Gründungsvater der „Männerpartei“, Oliver Hoffmann, spricht zum Thema Mann und Frau.

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alfred gruenberger - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Der Obmann des Tiroler „Luca-Kinderschutzvereins“, Alfred Grünberger, spricht zum Thema Luca-Elias und dem Kindmord.

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robert boeck - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Der Vertreter vom Verein Humanes Recht, Robert Böck, spricht zum Thema Kinderanwalt.

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christian fischer - vatertag 2009 - 13-06-09 - sankt poelten - wienkonkret - diegalerie  - blaulicht und graulicht

Der Linzer Anwalt Christian Fischer vom Luca-Fall spricht zum Thema Besuchsrecht.

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[(c)ALLE FILM-RECHTE BEI: www.wien-konkret.at. Webseite aus Wien.]

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Luca, Humanes Recht, Väter ohne Rechte, Familienrecht, TV)

Männerpartei analysiert – Noch viel Arbeit in Väterbewegung

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Männerpartei, Männerpolitik, Scheidung, Väterrechte von marcusjoswald am 17. Juni 2009
Lesestoff aus dem Regal. (Foto: Oswald)

Lesestoff aus dem Regal. (Foto: Oswald)

(Wien, im Juni 2009) Auf der Webseite der Männerpartei, die in Wien beheimatet ist, erschien am „Fr, 06/05/2009 – 06:47″ eine sehr interessante Einschätzung zur Lage der Väterbewegung. Der Bericht stellt Bewegung in den diversen Vätergruppen fest und analysiert sie. Tatsächlich ist in dieser Szene, die auch B&G fortlaufend seit 2006 beobachtet, festzustellen, dass nach den diversen Gründungsgeschichten bald innerbetriebliche „Personalrochaden“ bis hin zu Schiedsgerichtsstreitigkeiten, Kompetenzkonflikte rund um Vertretungsbefugnisse und Dachorganisationsbestrebungen entstanden. Was sich zeigt, ist dies: Es kann der Beginn einer großen Entwicklung werden. Werden respektvoller Umgang gewahrt und gemeinsame Ziele gefunden, die die Egos in den Hintergrund rücken, und politische Ziele deutlich verfeinert („Das Wohl des Kindes“ als alleinige „Forderung“ ist zu wenig), entsteht etwas. Da der Beitrag die Lage bespiegelt und auch zeigt, wie sich die Bewegung nun offenbar wieder von der FPÖ entfernt, und da der Beitrag leider auf der gänzlich unbekannten Webseite der „Ein-Mann-Männerpartei“ komplett untergeht, wird er auf der weitaus bekannteren Webseite Blaulicht und Graulicht reproduziert, rekommandiert, aber nicht repliziert. Der Beitrag soll für sich stehen. (mjo)

+++5. Juni 2009+++

Gestern gab es eine offene Aussprache von Vaterverbot im Wiener Lokal Vom Feinsten. Gedacht war es als eine Aussprache zwischen der Vereinsleitung in Oberösterreich und der Wiener Regionalgruppe, aber dann wurde eine harte Diskussion zwischen den unterschiedlichen Teilen der Väterbewegung daraus. Angesichts der Lokalität ist das etwas ironisch, war doch im Vom Feinsten auch die von der Männerpartei veranstaltete Podiumsdiskussion, die oft als inoffizieller „kick-off“ der Väterbewegung in Wien bezeichnet wurde.

Einigkeit

Von der Einigkeit, die im Jänner erstmals gezeigt wurde, war gestern nicht viel zu sehen. Was sich stattdessen zeigte, waren die eifersüchtige Verteidigung von tatsächlichen und eingebildeteten Einflussbereichen und ein völlig nutzloser Streit um den „richtigen“ Weg zur Erreichung der gemeinsamen Ziele. Diverse Gruppierungen wie humanes Recht, GENDERwahn oder die FPÖ-Plattform Trennungsopfer haben alle das gemeinsame Ziel, die rechtliche Stellung der Väter in Österreich zu verbessern, aber eben mit ganz unterschiedlichen Methoden. Humanes Recht ist eine Art juristische Selbsthilfegruppe, GENDERwahn eine Art juristische Untergrundarmee und Trennungsopfer der verlängerte Arm einer Oppositionspartei. Innerhalb der Väterbewegung sind das die drei radikalsten Gruppen, im Gegensatz zu eher moderaten Gruppen wie Doppelresidenz, Kindergefühle oder eben Vaterverbot.

Recht

Die Podiumsdiskussion im Jänner wurde von der Männerpartei vor allem in Kooperation mit Väter ohne Rechte organisiert, kurz vor der Veranstaltung kam auch noch Vaterverbot als Ko-Organisator dazu. Es gab im Jänner aber über diese Dreiergruppe hinaus es eine Art stillschweigende Übereinkunft zwischen allen Gruppierungen der Väterbewegung, dass es notwendig ist, gemeinsam und einigermassen geschlossen aufzutreten. So wie es ausgesehen hat, wurde dieses stillschweigende Übereinkommen gestern lautstark aufgekündigt. Historisch gesehen ist das nicht weiter überraschend. Die Väterbewegung ist gerade dabei, zu einer breiten Volksbewegung zu werden, und das bringt immer gewissen Wachstumsprobleme mit sich. Die Frage, die sich jetzt stellt, ist: Wer hat Anspruch auf ein Verhandlungsmandat mit den Mächtigen im Land?

Freiheit

Bis Frühling 2008 war die einzige Anlaufstelle die FPÖ und ihre „unabhängige“ Plattform Trennungsopfer. Dieses Monopol hat die FPÖ aus drei Gründen verloren. Erstens haben die Gruppierungen der Väterbewegung bemerkt, dass die FPÖ ihre Anliegen zwar als einzige Partei ernst nimmt, dass eine Unterstützung für ein Anliegen durch die FPÖ aber oft mehr schadet als nützt. Zweitens hat die FPÖ Sommer 2008 einen politischen Kurswechsel vollzogen: Strache will offenbar mit allen Mitteln Bundeskanzler werden, die FPÖ schielt auf die Stimmen der Frauen und will beim Thema Trennungsväter nicht mehr „polarisieren“. Die FPÖ erklärt allen Ernstes, dass die Probleme im Familienrecht kein Ausdruck eines Konflikts Männer gegen Frauen seien. Das ist natürlich glatte Realitätsverweigerung, aber Strache will eben Kanzler werden. Damit wurden die Vertreter der Väterbewegung wieder ohne Ansprechstelle zurückgelassen. Gleichzeitig haben sich im Februar 2008 die Männerpartei und ein paar Monate später Vaterverbot gegründet, also zwei Organisationen, die sich explizit nicht als verlängerter Arm der FPÖ sehen. Bei der Männerpartei ist es ganz offensichtlich, die FPÖ ist für uns als politische Partei eine Konkurrenz. Und Vaterverbot unternimmt alles, um seine Überparteilichkeit zu erhalten. Die FPÖ ist derzeit in den Hintergrund getreten.

Kompetenz

Wer verhandelt also mit dem Justizministerium oder den Parlamentsfraktionen? Wer hat das Mandat, für alle Gruppierungen zu sprechen? Offenbar hat zur Zeit niemand den alleinigen Anspruch auf dieses Mandat. Dass alle immer gleichzeitig mitreden können, ist aber auch nicht machbar. Und hier kommen dann die Eifersüchte auf den Zugang zur Macht zum Vorschein. Vaterverbot und einzelne andere Gruppierungen haben die Aufmerksamkeit der Medien über die letzten Monate dazu benutzt, mit Parlamentsparteien und Regierungsstellen ins Gespräch zu kommen. Wer hat jetzt welchen Termin gehabt? Was waren die konkreten Ergebnisse der Verhandlungen? Welche Termine sind bereits vereinbart? Solche Informationen werden nur sehr spärlich weitergegeben. Das Justizministerium arbeitet an einer Reform des Familienrechts. Es gibt eine Arbeitsgruppe, in der die Anliegen der Väterbewegung berücksichtigt werden sollen. Diese Arbeitsgruppe tagt zum ersten Mal im Juli 2009. Was sind die genauen Termine? Gibt es einen oder mehrere Vertreter von Vaterverbot oder anderen Organisationen in dieser Arbeitsgruppe? Sprechen die eingeladenen Väter im Namen von Vaterverbot oder als Privatpersonen? Die meisten dieser Fragen sind bis heute entweder unbeantwortet oder es gibt widersprüchliche Angaben dazu. All das ist normal für eine Bewegung, die sich gerade von der FPÖ emanzipiert hat, die nach wie vor auf eine Mauer der Gleichgültigkeit bei den anderen Parlamentsparteien trifft, und die erst ihre eigenen Sprecher finden muss. Aber gerade deswegen gibt es jetzt viel zu tun in der Väterbewegung.

Mandat

Wer ein Verhandlungsmandat beansprucht, muss erklären, für wen er spricht und für wen er nicht spricht. Wer selbst nicht verhandeln will, weil er den Weg der Konfrontation geht, muss akzeptieren, dass er bei Verhandlungen nicht konsultiert wird. Wer im Untergrund bleiben will, weil er Angst vor Repressalien hat, muss damit leben können, dass andere für ihn sprechen. Wer sich in eine existierende Organisation eingliedert, muss die Methoden der Organisation akzeptieren. Wer einen Weg vorgeben will, muss klar sagen, was der Weg ist und welche Grenzen der Weg hat. Wer sich politisch nicht exponieren will, muss akzeptieren, dass andere diese Rolle einnehmen. Und wer nicht führen kann oder will, soll die Führung anderen überlassen. Jeder hat seinen Beitrag zu leisten. Jeder muss aber auch ehrlich sagen, was der Beitrag ist.

Aussprachen

Es war ein ernüchternder Abend gestern. Aber vielleicht standen gestern ja einfach „die Sterne nicht gut“ für offene Aussprachen. Wie man liest, war die offene Aussprache zu den Grünen Vorwahlen auch nicht sehr inspirierend. Möglicherweise war „unerwünschte Unterwanderung“ das Thema in beiden Veranstaltungen. Möglicherweise geht es aber auch nur darum, dass man im Informationszeitalter nicht mehr ungestraft Wasser predigen und Wein trinken kann.

Fundstelle: http://www.maennerpartei.at/de/node/266 (Autor: oph)

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen Männerpartei, Familienrecht, Männerpolitik, Scheidung, Väterrechte)

Väter ohne Rechte-Verein macht Pressekonferenz – Café Landtmann

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Termindienst, Veranstaltung, Väter ohne Rechte von marcusjoswald am 24. April 2009
Martin Stiglmayer lädt zur Pressekonferenz. (Foto: Marcus J. Oswald)

Martin Stiglmayr lädt zur Pressekonferenz. (Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im April 2009) Der Tullner Verein „Väter ohne Rechte“ veranstaltet am 27. April 2009 um 10 Uhr im Wiener Café Landtmann ein Pressegespräch, wo man Familiengerichtsbarkeit in Österreich aus Sicht des Vereins thematisiert.

Löwel-Zimmer

Die Pressekonferenz findet im „Löwel“-Zimmer statt und trägt den Programm-Titel: „Den Vätern reicht es!“ Medienvertreter werden ersucht, am Gespräch teilzunehmen. Für Speiß und Trank sei gesorgt.

Lagebesprechung

Martin Stiglmayr, Veranstalter mehrere Demonstrationen für Väterrechte, studierter Jurist und EDV-Berater, bringt mehrere Betroffene an den Tisch und berichtet über die aktuelle Lage rund um die Themen Gutachterwesen, Gemeinsame Obsorge und Kindschaftsrecht.

Programmankündigung (pdf)

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen Väter ohne Rechte, Familienrecht, Termindienst, Veranstaltung)

Verein Humanes Recht gibt bekannt: Babyschriftsätze

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Humanes Recht, Justizkultur, Vereine von marcusjoswald am 22. Januar 2009
Verein Humanes Recht (Wien) - Downloads

Verein Humanes Recht - Wien

(Wien, im Jänner 2009) So genannte „Babyschriftsätze“ sind vorgestanzte Schriftsätze für Gerichte, die noch nicht ausgefüllt sind. Eigentlich sind es nützliche Formulare.

Immer wieder wird nach dem Unterschied zwischen Mann und Frau gefragt. Auch bei dieser Webseite rufen täglich – kein Spaß – Leute an. Heute ging sechs Mal das Telefon. Ferner gab es zwei Treffen. An manchen Tagen läutet es 14 Mal. Gefragt wird der Unterschied zwischen Mann und Frau. Den Leuten kann geholfen werden.

Der kleine Unterschied…

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist, dass sich eine Frau im Rechtssystem nicht auskennen muss, aber immer Recht bekommt, hingegen ein Mann zum Buchgelehrten werden muss, um einen Funken Recht zu erhalten.

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist, dass es allein in Wien für Frauen gut zwanzig hoch subventionierte Frauenrechtsvereine gibt, die kostenlose Rechtsauskunft, Winkelschreiberei und Prozesshilfe machen, für Männer aber nur ein einziger Verein besteht – der keine Rechtsauskunft und Prozesshilfe macht.

… und seine große Auswirkung

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist, dass für die Frau im rechtlichen Sinn in jeder Lebenslage immer die Sonne scheint, der Mann aber im Regen steht.

Daher gibt es den Verein Humanes Recht und die Babyschriftsätze. „Babyschriftsätze“ sind ein Schnellkurs im Umgang mit Gerichten.

Mit diesem nützlichen Link, den der Verein rund um Robert Böck der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, ist Hilfe zur Selbsthilfe möglich. Wer keine Rechtschutzversicherung hat, Anwälten nicht traut, in noch keinem Verein ist, muss sich selbst helfen. Große Vorkenntnis ist mit Babyschriftsätzen nicht notwendig. Ausfüllen und Abschicken. Die Erfolgsquote bei Gericht ist höher, wenn formale Grundsätze eingehalten werden.

Hier der Link, der das im Zivilverfahren beliebte „Außerstreitgesetz“ betrifft:
www.humanesrecht.com/ DOWNLOADS & MORE – Muster & Vorlagen

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Es gilt das Motto des Konfuzius:
„Gib einem Mann einen Fisch (Schriftsatz) und du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre einen Mann zu fischen (Schriftsätze zu erstellen) und du ernährst ihn für sein Leben (Verfahren).“

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen Humanes Recht, Familienrecht, Justizkultur, Vereine)

Mannifestation – Der Aufstand der Scheidungsväter

Marcus J. Oswald (am 8. Jänner 2009, 22 Uhr 10)

Verein Luca (Gerald Zeiner) interviewt Verein Humanes Recht (Robert Böck). Vor dem Plakat der Männerpartei. Hinter der Filmkamera ein arabischer Kameramann, der angeblich für Al Jazeera arbeitet. Das Foto machte - wie immer auf dieser Seite: Marcus J. Oswald (8. Jänner 2009, 22 Uhr 10)

(Wien, im Jänner 2009) Was war die Botschaft der Kick-Off-Veranstaltung der österreichischen Väterrechtler im Festsaal des Restaurants „Vom Feinsten“ im 5. Wiener Bezirk am 8. Jänner 2009? Vereinfacht gesagt: Mit Scheidungsvätern ist nicht mehr zu spielen. Noch einfacher gesagt: Wenn sich heute ein Mann scheiden lassen muss (weil 80 Prozent der Scheidungen von Frauen eingereicht werden), dann sollte er zuerst einem der mittlerweile zahlreichen Vereine beitreten. Dann bekommt er in einem Crashkurs Einführungen, was ihm blüht: Breitseiten vom Eherecht, Bürgerlichen Recht, der Exekutionsordnung, (auch) dem Strafrecht. Ganz simpel gesagt: Wer sich heute nicht organisiert, bleibt über. Nach dem alten Grundsatz der Gewerkschaft: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Volles Haus

Daher kamen 120 Personen und setzten sich in einem Raum zusammen. Diese 120 Männer, darunter zehn Frauen, sind entschlossen, aber beherrscht. Sie sind emotional geladen, aber unter Kontrolle. Daher ist es völlig überschießend, wenn sich eine Richterin in eine solche Runde nur mit vier Leibwächtern der Firma ISS wagt. Die Selbstbeherrschung, das kenntnisreiche Ausnutzen des – wie von vielen gesagt – korrupten Justizsystems, ist, das wissen viele Männer, die Grundlage, dass man in diesem System überhaupt noch etwas erreicht. Daher werden auch in Zukunft bei solchen Veranstaltungen, von denen weitere in Planung sind, nie Gewaltübergriffe stattfinden. Auch wenn es den schärfsten Justizkritikern immer wieder in den Mund gelegt wird, sie seien potentiell zu Gewalt bereit.

Emotional geladen, aber beherrscht

Die Gewalt provoziert noch schärfere Gegenmaßnahmen innerhalb des väterfeindlichen Justizsystems. Die Grundregel der Gewaltfreiheit kann sich jeder, der bei Greenpeace Ausbildung genoss, an der Widerstandskultur großer Organisationen ansehen. Dort wird tolerierte Systemkritik im Großen betrieben. In der Justiz, in der verzärtelte, wohlstandsverwahrloste Bürgerstöchter und Bürgerssöhnchen Dienst tun, genügt jedoch schon ein Bruchteil an sonst akzeptierter Protestkultur, um eine Kette von Beschlüssen ins Laufen zu bringen, die sich wiederum für Männer nachteilig auswirken. Daher werden diese Gruppen weiterhin auf Gewalt verzichten und den Justizpalast kein zweites Mal in Brand stecken. Und wenn es so schon weit ist, dass Familienrichter für eine Podiumsdiskussion vier Leibwächter brauchen, dann muss sich die Richterschaft fragen, ob sie etwas falsch macht und nicht die Protestbewegung aus den Kreisen der Väterrechtler.

Marcus J. Oswald)

Der Verein Vaterverbot hat derzeit den stärksten Organisationsgrad. Man errichtet Landesgruppen und Ortsgruppen. Man geht an die Öffentlichkeit. Manchmal noch zu freundlich und zahm. Aber durchaus mit analytischer Strategie der Vereinnahmung derer, die von vielen als Feinde gesehen werden: Richter und Politiker. Man wird die Entwicklung dieses Vereins aufmerksam beobachten müssen.
Im Bild einer der Sprecher. (Foto: Marcus J. Oswald)

Die Vereine sind unterschiedlich ausgerichtet. Das Motto lautet derzeit noch: Getrennt Marschieren, gemeinsam Auftreten. Hinter den Kulissen gibt es im Jahr Drei einer Neuen Männer- und Väterbewegung in Österreich kleine Eifersüchteleien. Die einen betreiben ein großes Internetforum. Die anderen kooperieren fromm mit einer Partei. Die dritten stehen in Salzburg durchaus der katholischen Kirche nahe. Die anderen nehmen Luca ins Zentrum. Die weiteren im Süden sind fern vom Schuss aber gut mit der Volksanwaltschaft. Einer gründete eine Männerpartei und sagte den anderen Männern nichts davon. Die nunmehr stark auftretenden Männer von „Vaterverbot“ genießen Medienrespekt und lesen in vielen Regionen duzende Gestrandete auf, um sie zur Mitarbeit zu animieren. Niemand kann sagen, wohin es führt, denn nichts ist schwieriger als gleichlautende Interessen zu bündeln. Am Besten harmoniert es noch, wenn man eine Veranstaltung macht. In Hinkunft, das klang durch, will man den Vatertag als neuen Protesttag umfunktionieren und an diesem Tag jährlich eine Demonstration abhalten – bei der wieder die unterschiedlichen Gruppen gemeinsam auftreten.

Marcus J. Oswald)

Die Neuen Männer stehen im Krieg mit der Justiz und sie suchen die Gruppe. In einer
Come-Together-Veranstaltung gibt es viele Wortmeldungen aus dem Publikum, denen
die anderen mit voller Konzentration und Andacht lauschen. (Foto: Marcus J. Oswald)

Wenn an einem Podium zwei Vereine und ein Vertreter einer Kleinstpartei sitzen, wissen die Vereine, dass im Publikum die wahren Kaliber sitzen. Wenn dann die Richterin Doris Täubel-Weinreich mehrzeitlich im Gesetzbuch blättert statt die Linie der Richtervereinigung zu erklären, deren Fachbereichssprecherin für Familienrecht sie ist, kommt Unmut auf. Wenn ein Vertreter der Volksanwaltschaft am Podium seine Einrichtung lobt, aber nicht erwähnt, dass das Ergebnis der Beschwerden bei der Volksanwaltschaft ernüchternd ist wie der Blick aufs Konto im Jänner, kommt noch mehr Unmut auf. Der Jurist Markus Huber vergaß zu erwähnen, was kundige „Blaulicht und Graulicht“-Leser längst wissen: Zwischen 2002 und 2006 wurde den insgesamt 2.434 eingebrachten Beschwerden nur in 77 Fällen (3,16%) Berechtigung zuerkannt. Missstände wurden gar nur in 14 Fällen (0,58%) festgestellt, also pro Jahr bei 2 bis 4 der eingebrachten Beschwerden. Scheidungsvätern, die von Rechtspflegern, die nach drei Jahren Ausbildung zu Richterweihen kommen, und von mütterrechtlich auf Linie gebrachten Familienrichterinnen systematisch benachteiligt werden, die Volksanwaltschaft als erste Adresse zu empfehlen, empfinden viele wie das Hornberger Schießen. Man darf an die Historie erinnern: In Hornberg hatte sich 1564 der Herzog Christoph von Württemberg angesagt. Dieser sollte mit Salut und allen Ehren empfangen werden. Als alles bereit war, näherte sich aus der Ferne eine große Staubwolke. Alle jubelten und die Kanonen donnerten, was das Zeug hielt. Doch die Staubwolke entpuppte sich nur als eine Postkutsche.

Marcus J. Oswald)

Nicht wirklich wohl fühlten sich die beiden Beamten, die die Dinge schön redeten, aber schnell durchschaut waren: Richterin Doris Täubel-Weinreich und Markus Huber, ein Mitarbeiter der Volksanwaltschaft, lernten an der Universität, dass Paragrafen im Zentrum stehen. In Wahrheit ist es die Deutung des Gesetzes und damit die Politik, Ideologie und Wertausrichtung in einer bestimmten Zeit, die es definiert. (Foto: Marcus J. Oswald)

Von der Veranstaltung, die als erste größere Mannifestation gedeutet wird, wird auf dieser Webseite zur Dokumentation eine Nachlese veröffentlicht. Dies geschieht in Textfassung und als Videotrailer. Von der Veranstaltung wurde im Zwei-Kamera-System ein Mitschnitt angefertigt. Zusätzlich existiert ein Video mit einer kleinen Kamera. Moderator Robert Marschall von der Webseite „wien-konkret“ wurde ersucht, einen Trailer von der Veranstaltung in der Länge von fünf Minuten zu schneiden, damit dieser auf mehreren einschlägigen Webseiten eingebaut und die Botschaft einer im Familienrecht merklich hilflosen Justiz syndiziert werden kann.

Es sollen auch die daran teilhaben können, die zu Hause geblieben waren. Etwa Mag. Herwig Baumgartner, der schon einen ganzen, aus seiner Sicht inkompetenten, OLG-Wien-Senat aufgemischt hat. Er erschien persönlich nicht am 8. Jänner 2009. Das geschah in der Absicht, um das sanfte Hineingleiten des neuen Vereins „Vaterverbot“ in den Justizmarkt nicht zu gefährden. Baumgartner ist Protestkultur für Fortgeschrittene. Nach der Veranstaltung wurde ihm in einem Wiener Lokal, wo er wartete, ausführlich von den Hauptpunkten der Veranstaltung berichtet.

Ein anderer war da: Ernst-Peter Hauser. Er lud das „Blaulicht und Graulicht“-Magazin zu seiner nächsten Verhandlung ein: Sie steigt am 28. Jänner 2009 am Bezirksgericht Hietzing. Es ist dem Magazin eine große Freude, an dieser öffentlichen Verhandlung teilzunehmen. Die Maulhure des Wiener Feminismus, Anwältin Helene Klaar, klagt Ernst-Peter Hauser nach „Übler Nachrede“. Die Frauenhaus-Syndikatsanwältin aus der Kanzlei Klaar-Marschall fühlt sich im Rahmen eines Gerichtsverfahren beleidigt.

Komplett-Zusammenfassung der Kick-Off-Veranstaltung der Väterrechtler am 8. Jänner 2009 (19 bis 22 Uhr) kann erst folgen, wenn die technischen Möglichkeiten vorliegen. Ein erstes Klein-Video hier (Schnitt: Marcus J. Oswald, 17. Jänner 2009).

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Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Humanes Recht, Männerpartei, Vaterverbot, Väter ohne Rechte, Familienrecht, Männerpolitik, Scheidung, Väterrechte)

Auf zum Appell – Vätertreffen – 8.01.2009

„Bei jeder Aufgabe ist es ohne allgemeine Appelle, die sich an alle wenden, unmöglich, die breiten Massen in Bewegung zu bringen. Aber wenn die leitenden Funktionäre sich auf allgemeine Aufrufe beschränken, ohne sich selbst konkret und gründlich mit der Arbeit zu befassen, um, nachdem sie dort einen Durchbruch erzielt und Erfahrungen gesammelt haben, diese Erfahrungen dann bei der Leitung anderer Organisationen auszunutzen, werden sie nicht nachprüfen können, ob ihre allgemeinen Aufrufe richtig sind; sie werden auch den Inhalt dieser Aufrufe nicht bereichern können, und es besteht dann die Gefahr, dass die allgemeinen Appelle in der Luft hängen bleiben.“

Mao Tse-Tung. Großer Vorsitzender. 1. Juni 1943. In: „Einige Fragen der Führungsmethoden“. (Werke Bd. III)

Oswald)

Das österreichische Kindschaftsrecht stellt das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt. Viele Männer und Väter werden jedoch in ihrer Väterrolle geschnitten, wogegen nun zahlreiche Vereine aufstehen. (Foto: Gottfried Helnwein, etwa 1972. Repro: Oswald)

(Wien, im Jänner 2009) Die Lage in Wien ist ruhig. Minus 9 Grad. Die kriminelle Front ist friedlich. Dort und da ein Bauchstich, aber nichts Großes. Der Goliath Landesgericht Wien macht eine Verschnaufpause und atmet durch. Mohammed Mahmoud, ohne Davidstern, ist in Hungerstreik getreten, aber die Justizanstalt Josefstadt bekräftigt, dass keine Lebensgefahr besteht. Von Helmut Elsner, nicht im Hungerstreik, aber am Hungertuch, hörte man auch schon mehr (etwa im Dezember-WIENER, wo er die Weltwirtschaftslage erklärte). Es ist allgemein ruhig. Die Lage ist übersichtlich.

Das ändert sich schlagartig am 8. Jänner 2009. Um 19 Uhr findet im 5. Wiener Bezirk im Lokal „Vom Feinsten“ ein Männertreff statt, der von vielen mit großen Papa-Augen erwartet wird. Die kundige Fachrunde kommt nicht zum Biertrinken zusammen. Am Podium sitzen honorige Personen, die das Familienrecht mit den väternachteiligen und dadurch kindernachteiligen Facetten diskutieren.

Es sitzen am Podium:

Ort: Restaurant „Vom Feinsten“, Margaretenstraße 166, 1050 Wien.

Einige wurden nicht eingeladen. Die Tiroler, Kärntner, Salzburger und Wiener Fraktion wurde nicht berücksichtigt. Dafür lud man Oliver Peter Hoffmann ein, der keinerlei nennenswerten Beitrag zur Diskussion leistet. Dieser zeigt mit seiner großspurigen „Männerpartei“ kein Profil. Außer, dass er, wie recherchiert wurde, diverse Domains parkt, hat dieser Mann nichts zu sagen. In einem Internetforum hieß es dazu: „Mir missfällt, dass dieser Hoffmann sich zwar öffentlich nirgends schriftlich äußert, aber ein Gesichtsbad nimmt. Er meint, weil er eine gute Domain hat (maennerpartei.at, auch juristen.at), hat er etwas zu sagen. Da scheint etwas Freunderlwirtschaft im Gange zu sein. Man muss sich auf die Fachfragen konzentrieren.“

Auch Mitläufer dabei

In der Tat: Was dieser Mann genau macht, erklärt sich keinem in der Männerbewegung. Am 14. Dezember 2008 hat er vor einer Würstelbude bei der Wiener Stadthalle angeblich einen „Parteitag“ durchgeführt. Zu Sachthemen äußert er sich nie. Dieser Mann lebt politisch unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Dass der 43-Jährige fünf Jahre in Australien mit Forschungsstipendium gearbeitet und sich eine Menge Domains gesichert hat, macht ihn noch zu keinem „Vorsitzenden der Männerpartei“.

Die Veranstalter sind trotzdem zuversichtlich, neuen Schwung in die Diskussion zu bringen. Einer aus dem „Verein Vaterverbot“ sieht in einem Internetforum die Zeichen der Zeit gekommen und feuert unter seinem Namen „Hades“ die gesamte Mannschaft an: „Väter brauchen keine Gerichtsurteile! Väter brauchen keine Anwälte! Väter brauchen kein Besuchsrecht! (… Kinder sind keine Gefangenen!) Väter brauchen keine Besuchsbegleitung! Kinder und Väter brauchen keinen Psychiater! (…Sie sind nicht krank – danach sind sie dann traumatisiert!) Kinder und Väter brauchen keinen Psychologen! (…Sie sind nicht verwirrt – können selbst sprechen!) - 2009 – Der AUFBRUCH -
Die AUFERSTEHUNG aller VÄTER!“

Das ist der Appell der Veranstalter.

Marcus J. Oswald (Ressort: Familienrecht, Veranstaltung, Aus den Vereinen, Väter ohne Rechte, Männerpartei, Vaterverbot)

Großer Zulauf für Verein Vaterverbot

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Familienrecht, Männerpolitik, Vaterverbot, Väterrechte von marcusjoswald am 1. Januar 2009
T-Shirt - Vaterverbot

T-Shirt - Vaterverbot

(Wien, im Jänner 2009) Wie auf der Weihnachtsfeier in Wien bekannt wurde, hat der oberösterreichische Verein „Vaterverbot“ derzeit großen Zulauf. Man geht es offenbar mit viel Überzeugungsarbeit an und sammelte in den ersten drei Monaten des Bestandes bereits 800 Unterstützungserklärungen.

Der Verein arbeitet stark mit Werbemitteln und marketinggestützt. Man gab T-Shirts mit Logo aus und machte Plakate ähnlich die der Frauenhaus-Organisation. Mit dem Unterschied: Der Frauenhausslogan 2008 lautete „verliebt.verlobt.verprügelt“. Der Vaterverbot-Slogan lautet „verliebt.verlobt.vaterverbot“.

Hanszettel - Vaterverbot

Handzettel - Vaterverbot

Nun wird es darum gehen, die zahlreichen Unterstützer auch an einen Tisch zu bringen. Denn nur eine Unterschrift für eine gute Sache zu geben, ist das eine. Arbeitskreise zu bilden, Akten zu sammeln, zur Selbsthilfe erziehen, Reformen andenken, Vorschläge machen, eventuell auch härte Maßnahmen gegen Beamte der Jugendwohlfahrt, Familiengerichtsbarkeit und Polizei zu unternehmen, ist ein anderer Weg.

In dem Punkt sind andere Vereine aus dem Väterrechtssektor schon weiter. Aber „Vaterverbot“ ist auf gutem Weg.

Verein Vaterverbot

Verein Vaterverbot eröffnete in jedem Bundesland eine Zweigstelle, so auch in der Steiermark, wo man am 1. Jänner 2009 in der Kleinen Zeitung den Verein vorstellte. Steiermark-Proponent ist der Chirurg Thomas Auer. (Source: Styria AG/Kleine Zeitung; Montage: B&G/mjo)

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen Vaterverbot, Familienrecht, Männerpolitik, Väterrechte)

Demonstration für LUCA

Veröffentlicht in Aus den Vereinen, Demos, Luca von marcusjoswald am 26. September 2008
My Name is LUCA - Kerzenfeld bei Nacht - Idee: Resistance for Peace, Wien. (Foto: Oswald)

My Name is LUCA - Kerzenfeld bei Nacht - Idee: Resistance for Peace, Wien. (Foto: Oswald)

(Korneuburg/Wien, am 25. September 2008) Die Demonstration für LUCA nach dem ersten Prozesstag im „Luca-Prozess“ war ursprünglich um 20 Uhr geplant. Da der erste Prozesstag jedoch schon um 18 Uhr endet, beginnt die Kundgebung für Kinderschutz am Korneuburger Hauptplatz vor dem „Rattenfänger-Denkmal“ um 18 Uhr 30. Es ist ein Zelt aufgebaut, die Tonanlage steht bereit. Die Demonstration hat ein Programm mit zahlreichen Rednern und Musikeinspielungen. Das Medieninteresse ist groß, weil frisch durch den Prozess.

Rund 150 Teilnehmer finden sich zusammen. Vorweg geben Vereine, die in der Jugendamts- und Gerichtskritik tätig sind und den Markt des Kinderschutzes besetzen, eine Grußbotschaft. Die Vereine INHR aus Kärnten, Kindergefühle aus Salzburg und Humanes Recht aus Wien erklären sich mit der Kundgebung solidarisch und wünschen der Veranstaltung viel Erfolg.

Vernetzung und Mobilität

Anwesend sind der Veranstalterverein LUCA, der Tullner Verein Väter ohne Rechte und die Aktionsgruppe Resistance for Peace, sowie eine Delegation der Wiener „Männerrunde“. Der Tenor dieser Vereine und Zirkel, die österreichweit in ständigem Email- und Telefonaustausch untereinander stehen und Teil einer neuen, organisierten Väterrechtsbewegung sind, ist, keine übergreifende Dachorganisation zu gründen, sondern die einzelnen Vereine in ihren Bundesländern effektiv wirken zu lassen.

Bundesweite Abdeckung und Förderalismus

Abgedeckt werden derzeit sehr gut die Bundesländer Kärnten, Tirol, Salzburg, Niederösterreich und Wien.
Da jeder der Vereine über Homepages und Webforen verfügt, bleibt die Bewegung eine dynamische soziale Community, die sich untereinander austauscht und bei großen Kampagnen, etwa gegen einzelne Richter oder Gerichtsgutachter ideologisch geschlossen und solidarisch zueinander findet.

Fünf große Väterrechtsvereine werden bleiben

Es wird von den Stärkeren dieser Gruppen die Prognose gestellt, dass sich in der nächsten Zeit noch weitere politische, von Männern geführte Kinderschutzvereine gründen werden. Dann kommt die Konsolidierung und nach und nach bleiben in Österreich fünf ganz große Kinder- und Väterrechtsvereine über, die mit Rechtskunde und scharfem Auge darüber wachen werden, was Frauenrechtsvereine wie die Interventionsstelle, Frauenhäuser, ihnen übergeordnete Jugendämter und Exekutivbehörden und Bezirks- und Landesgerichte im Land anrichten.

Professionalisierung und Kampagnenstärke

Die Professionalisierung im Schriftsatzbereich und der steigende Archivbestand an Aktensammlungen nimmt mit jeder Kampagne zu. Der Verein LUCA gibt an, 150 Fälle im Datenbestand zu haben, der Verein INHR konnte in seiner besten Zeit 90 neue Fälle pro Jahr an Land ziehen, in denen Väterrechte übers Knie gebrochen wurden. Die Vereine planen den Markt konsequent anzubohren und zu erobern, um den bisher einseitigen Seilschaften von Interventionsstellen, Frauenhäusern, Jugendämtern und Freunderlwirtschaft in Exekutive und Justiz ein Gegengewicht zu bieten.

Kraftvolle Reden

Der Fall Luca ist natürlich ein großer Bindekitt unter den Gruppen, weil ein Extremfall, der viele erschüttert. Viele wollen „mit Bernhard (Haaser) den Schmerz teilen.“ Die kraftvollen Reden dienen der Binnensolidarität.

LUCA-Mann Alfred Grünberger führt durchs zweistündige Programm am Korneuburger Hauptplatz. Eine Demonstration, die gänzlich ohne Polizeischutz auskommt. (Foto: Marcus J. Oswald)

LUCA-Mann Alfred Grünberger führt durchs zweistündige Programm am Korneuburger Hauptplatz.
Eine Demonstration, die gänzlich ohne Polizeischutz auskommt. (Foto: Marcus J. Oswald)

Der stellvertretende Obmann vom „LUCA Kinderschutzverein“, Alfred Grünberger, widmet sich in seiner Rede dem Anlaßfall. Er stellt einen ganzen Forderungskatalog an die Justizverantwortlichen. Verständlich, dass der Tiroler LUCA-Verein derzeit die härteste Linie unter den Vereinen fährt. Er betrachtet das Geschehen nicht aus der Distanz, sondern steht in zahlreichen Verfahren und Ermittlungen mittendrin.

Grünberger fordert bei schweren Sexualstraftaten an Kindern „wesentlich höhere Strafen“. Ferner das „Berufsverbot“ für kindernahe Berufe wie Lehrerwesen oder Jugendvereine. Außerdem will man „dauerhafte Verwahrung“ bei schweren Fällen. Der „Ersatz der Therapiekosten“ vom Verurteilten sollte Standard werden
und „stärkere Förderungen von Kindervereinen“. Neben einem „einheitlichen Handeln der Jugendwohlfahrt bei Kindesmissbrauch“ verlangt man ein „bundesweit einheitliches Jugendschutzgesetz“. Bei der Grundsatzdebatte „Meldepflicht“ oder „Anzeigenpflicht“ spricht man sich für die harte Variante „Anzeigenpflicht“ bei Verdacht von Kindesmissbrauch aus.

An einigem des Gesagten sind Regierungen gescheitert, etwa das einheitliche Jugendschutzgesetz. Es gibt derzeit (ähnlich dem Fischereiwesen) neun unterschiedliche Landesgesetze zum Jugendschutz. Beim Thema „Meldepflicht oder Anzeigenpflicht“ entschied das Justizministerium kürzlich für die „Meldepflicht“. Hintergrund ist, dass bei Verdacht von Missbrauch oder Verwahrlosung sehr wohl eine Anzeige erfolgt, aber erst nach fachlicher Vorprüfung. Mit Verzögerung und in der Etappe – und durch Kinderschutzvereine, an die der Verdacht „gemeldet“ wird. Sie schreiben die Anzeige. Der „Ersatz von Therapiekosten“ für Folgeschäden ist ein Thema, das im Opferschutzgesetz teilweise schon erfasst ist. Freilich muss es ausgebaut werden.

Es melden sich unterschiedliche Redner zu Wort. Einer berichtet der Menge über einen eigenen, sehr zäh ablaufenden Gerichtsfall als Schicksal. Es ist ein Gemisch aus Wegweisung, Scheidungskampf, Obsorgekrieg. Anwesenden sind solche Fälle aus der Vereinsarbeit bekannt. Zustimmendes Nicken und viel Applaus. Nach Musikeinspielungen werden weiße Lufballons aufgeblasen und verteilt.

Während der Demonstration kommt Regen. Martin Stiglmayr von der Organisation Väter Ohne Rechte ficht das nicht an. Wenn er zum Mikrophon greift, können sich einige sowieso warm anziehen. (Foto: Marcus J. Oswald)

Während der Demonstration kommt Regen. Martin Stiglmayr von der Organisation Väter Ohne Rechte ficht das nicht an. Wenn er zum Mikrophon greift, können sich einige sowieso warm anziehen. (Foto: Marcus J. Oswald)

Wenn Martin Stiglmayr vom Verein „Väter ohne Rechte“ ans Pult tritt, hat er meist eine gut vorbereitete Rede mit und eine Fülle von Ansatzpunkten. Der Obmann erzählt dem Publikum, darunter viele Frauen, dass am Bezirksgericht Tulln der Bär los ist. Untätige Richter, faule Jugendamtsmitarbeiter, die aus Bequemlichkeit das Recht brechen, Obsorgeentscheidungen und Besuchszeitsregelungen im Alltag, die nicht eingehalten werden. Sanktioniert werde nichts. Man habe kapituliert.

Er ist der Ansicht, dass die Entscheidungen im Kleinen das Sittenbild der Gerichtsbarkeit prägen. Was im Kleinen nicht funktioniert, überträgt sich auf das Große. Auch er kritisiert eine durchgehende Linie der Väternachteiligkeit an heimischen Gerichten und einseitige Anwendung von Sanktionen. Bei Kindvätern ist man mit Beugestrafen schnell bei der Hand, bei Kindmüttern werden serielle Rechtsbrüche wohlwollend akzeptiert.

Ämter an die Kandare nehmen

Laut seiner Meinung müssen einige bei den Gerichten wachgerüttelt und stärker an die Kandare genommen werden. Denn offenbar nutzen viele Kindmütter Rechte für sich aus, das sie nach dem Gesetz nicht haben. Stiglmayr kritisiert das niederösterreichische Gutachterwesen und ein Familienbild, „aus dem der Vater aus der Kindeserziehung herausgelöst wird“. Er sagt das sehr überzeugt. Seine Motivationsrede erhält viel Applaus. Stiglmayr ist durch einsetzenden Regen nicht abzuhalten und wettert gegen „Netzwerke der Frauenlobbies“,
denen man nun ein Gegengewicht bietet. „Sonst haben wir eine Gesellschaft ohne Väter.“

Die Proponenten des LUCA Kinderschutzvereins (vl.): Gerald Zeiner, Bernhard Haaser, Alfred Grünberger. (Foto: Marcus J. Oswald für Blaulicht und Graulicht)

Die Proponenten des LUCA Kinderschutzvereins (vl.): Gerald Zeiner, Bernhard Haaser, Alfred Grünberger.
(Foto: Marcus J. Oswald für Blaulicht und Graulicht)

Als einer der letzten Redner kommt Gerald Zeiner, ebenso von „LUCA“, dran. Er hat ein Buch geschrieben, das nun fertig ist. Es trägt den Arbeitstitel: „Scheidungshuren“. Der „Roman“ analysiert die neue Scheidungsindustrie und zeigt auf, wer daran verdient. Batterien von Gutachtern verdienen daran. Hochsubventionierte Frauenrechtsvereine und befreundete Anwältinnen, Frauenhäuser und Interventionsstellen. Der Grund, warum das Familienbild nicht geändert werden soll, liegt darin, dass die Lobbies dagegen sind, dass die Wegweise- und Scheidungsindustrie angegriffen wird.

Scheidungsindustrie als Gewinnler

Die Scheidungsindustrie beflügelt Nebenmärkte. Geschiedene brauchen zwei Wohnungen, zwei Konten und zwei Arbeitsplätze. Geschiedene sind auch gute Arbeitskräfte für die Industrie. Der Mann muss auch für wenig Lohn arbeiten, weil er alimentationsverpflichtet ist („Anspannungstheorie“). Dadurch ist er gezwungen, auch „billige Arbeit“ anzunehmen und hat keinen Verhandlungsspielraum im Gehaltspoker.

Tenor der Veranstaltung durch die Bank: „Man kann sich nicht vorstellen, wie es hinter verschlossenen Türen zugeht.“ Damit sind die Landes- und Bezirksgerichte, die Jugendämter und helfenden Hände in den Frauenrechtsvereinen und Anwaltssozietäten gemeint. Das kann man sich in der Tat nicht vorstellen. Eine Demonstration lebt auch von plakativen Botschaften.

Die Spannweite im „Kinderschutz“ in den von Männern geführten Kinderschutzvereinen ist weit gefächert. Sie reicht von Ermittlungs- und Gerichtsanklagearbeit bei Missbrauchsfällen, über Informationsarbeit bis hin zum puristischen Denkansatz, dass schon das „Absondern des Vaters“ oder Mannes aus der Familie „Kindesmissbrauch“ ist. Das „Wohl des Kindes“ – ein weites Feld.

Grobe Mängel bei Kinderschutz

Am Besten fasst es der aktionismuserprobte Kampagnenverein „Resistence for Peace“ zusammen, der
als steinerner Gast zwei Stunden im Regen steht und durch fünf Aktivisten ein Plakat hält. Darauf steht:
„Grobe Mängel bei Kinderschutz“. So plakativ diese Botschaft, so treffsicher ist sie.

Die Demonstration endet um 21 Uhr mit einem Gedenkteil an Luca Gardener und Schlafliedern für Kinder.

Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen LUCA, Demos)