Vaterverbot proudly presents – Premiere „Der entsorgte Vater“ – Tuchlauben Kino

Verein Vaterverbot lädt zur vorgezogenen Kinopremiere in das Wiener Tuchlauben-Kino und ins Grazer-Geidorf Kino. Regie-Karten auf der Webseite! (Foto: Der entsorgte Vater. Filmwebseite: www.derentsorgtevater.de)
(Wien, im November 2009) Der Verein Vaterverbot, der gemäßigt, aber in der Sache bestimmt auftritt, bietet all jenen, die sich mit der neuen Väterrechtebewegung identifizieren oder sich mit deren Zielen solidarisch erklären, am 25. November 2009 in Wien und Graz einen kostenlosen Kino-Abend. Zwei Tage vor dem offiziellen Kinostart läuft die Dokumentation „Der entsorgte Vater“ des deutschen Regisseurs Douglas Wolfsperger.
Die Synopsis (roter Faden) des Films: „Douglas Wolfsperger widmet sich einem gesellschaftlichen Phänomen, das in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vorkommt: Männer, die nach einer Trennung von ihren Frauen nicht nur als Partner, sondern auch als Vater „entsorgt“ werden und die – oft vergeblich – um die Beziehung zu ihren Kindern kämpfen. Vier Väter schildern in berührenden Interviews ihr Leid und ihre Bemühungen. Eine Mutter begründet die Umgangsverweigerung aus ihrer Sicht.“
Vertiefung der öffentlichen Diskussion
All jene, die sich den Film anschauen wollen, sind willkommen. Der Regisseur ist im Wiener Tuchlauben-Kino persönlich anwesend. Nach dem Film wird es eine kleine Diskussion und geselliges Beisammensein geben. Der Film will eine gesellschaftliche Diskussion, die seit einigen Jahren schärfer wahrgenommen wird, nicht nur anstoßen, sondern vertiefen. Dass die öffentliche Diskussion schärfer geführt wird, kann man damit belegen, indem man einfach die Medienberichte zwischen 2005 und 2009 auf einen Tisch legt und gegengleich Medienberichte aus dem Zeitraum 1995 und 1999.
In den 90er Jahren war das Thema Vater-Kind-Beziehung medial überhaupt kein Thema. Es existierte nicht. Mitte 2000 im selben Zeitfenster werden dazu Diplom- und Doktorarbeiten an Universitäten und Sachbücher geschrieben. Dieser neue Kinofilm will mit dem „Medium Film“ das Thema in ein breites Bewußtsein bringen.
Kostenlose Regiekarten liegen bereit
Kostenlose Premierenkarten gibt es via Webseite Vaterverbot. Der Verein hat ein Kontingent an Karten. Einfach unten eintragen und den Namen angeben, für den sie hinterlegt werden sollen. Zum Tuchlauben-Kino geht es hier.
Einmal im Sommer 2009 gab es eine Einstweilige Verfügung. Der Film wird so aber sicher nicht verhindert. (Gerichte überschätzen sich.)

Zum Trailer des Films.
Hier gibt es einen Trailer zum Ansehen.
Die Filmwebseite lautet: www.derentsorgtevater.de
Offizieller Kinostart in Österreich: 27. November 2009
Originaltitel: Der entsorgte Vater
Land, Jahr: D, 2008
Filmlänge: 86 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Douglas Wolfsperger
Produktion: Douglas Wolfsperger Filmproduktion GmbH in Co-Produktion mit:
SWR (Redaktion: Gudrun Hanke-El Ghomri) und ARTE (Redaktion: Ulle Schröder)
Drehbuch: Douglas Wolfsperger
Kamera: Tanja Trentmann bvk, Inigo Westmeier bvk
Schnitt: Bernd Euscher
Ton: Kai Lüde
Musik: Konstantin Gropper
Verleih: GMFilms / Wilder Süden Filmverleih
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Der Verein fragte freundlich am 19. November 2009 per Email an: „Sehen wir uns bei der Premiere des Films „Der entsorgte Vater“ am Mittwoch den 25.11. um 20 Uhr im Tuchlaubenkino?“ Aber klar doch!

Vaterverbot lädt ins Kino.
Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Familienrecht, Scheidung, Väterrechte, Vaterverbot)
Väterrechte-Demo am 30. Oktober 2009 in Wien – Weltspartag

Plakat zum Ausdrucken und Verteilen. Väter marschieren für Kinderrechte auf. (Fotoquelle: Demo-Organisation)
(Wien, im Oktober 2009) Heute ist zwar erst der 3. Oktober, aber bald schon der 30. Oktober 2009, und dann kommen in Wien nach Wünschen der Veranstalter hunderte, vielleicht tausende Demonstranten, die für mehr Väterrechte eintreten. Man kann nicht absehen, wieviele kommen, aber die Plakate sind fertig. Die Spruchbänder werden soeben geschrieben. Veranstalter sind der Linzer Verein Vaterverbot in Kooperation mit der Wiener Männerpartei. Die beiden Vereine haben so etwas wie die Vorherrschaft in der Väterrechteszene übernommen.
Mehr als diese Ankündigung ist noch nicht zu sagen. Der Demonstrationszug: Um 14 Uhr vom Familienministerium (Stubenring 1, 1010) die Ringstraße entlang, nächste Station ist der ORF (Argentinierstraße), dann geht es zum Parlament, vorbei am Bundeskanzleramt und schließlich zum Justizministerium. Der Demonstrationstag ist ein Freitag, zugleich Weltspartag!

Route am 30. Oktober 2009 durch Wien. (Fotoquelle: Vaterverbot)
Plakate werden hier zum Ausdrucken und Affichieren angeboten, in den Größen DIN A2, A3 und A4.
Plakat in DIN A4 – Kleine Größe
Plakat in DIN A3 – Mittlere Größe
Plakat in DIN A2 – Große Größe
Die Kernthemen (Losungen):
- Für gleichberechtigte Elternschaft.
- Kinder haben ein Recht auf Mutter und Vater.
- Gemeinsame Obsorge als Grundrecht.
- Anspannung ist Zwangsarbeit.
- Für das Recht auf freie Berufswahl.
- Ein faires Existenzminimum für Väter.
- Für ein faires Unterhaltsmodell.
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Nachtrag, am 25. Oktober 2009: Wie die Veranstalter mitteilen, beginnt der Zug erst um 16 Uhr. Die Ausgabe von Werbematerial (T-Shirt, Plakate, Transparente) beginnt um 15 Uhr vor dem Familienministerium.
Auch die Demo-Route hat sich nun „angepasst“ und verkürzt. Es ist nun der übliche Halbkreis, den in Wien die unterschiedlichen Demonstrationswerber, sind es „Kindergärtner“, „Metaller“ oder nun die „Väter“ nehmen. Zwei Gerade den Ring entlang, an Hofburg vorbei, die Fassaden von Innenministerium, SPÖ-Regierungspartei und Parlament entlang vor zum Justizministerium. Das Ganze geschieht sehr „symbolisch“. Denn an einem Freitag haben ab 13 Uhr alle Behörden längst dicht gemacht und sind ins Wochenende gegangen sind.

Die Demoroute in ihrer letztgültigen Fassung. Die Wege haben sich merklich verkürzt, die Schleife zum ORF fiel weg. Auch der Zeitpunkt verschob sich nach hinten. Der Tag ist ein Freitag, womit das Aufzeigen in vielen Printmedien keine Beachtung finden wird. (Fotoquelle: www.vaterverbot.at, 25. Oktober 2009)
Dass man gerade den Freitag als Demonstrationstag gewählt hat, noch dazu den Weltspartag, ist eine Fehlplanung. Demonstrationswerber müssen einplanen, dass Medien (und zwar die agenda setting medias, also die „Großen“) etwas darüber schreiben. Dazu ist der Freitag äußerst schlecht. Die Demo beginnt um 16 Uhr, lange nach dem Redaktionsschluss (13 Uhr 30) für die Samstag-Ausgaben. Am Sonntag haben viele Zeitungen keine Ausgabe (Standard, Wiener Zeitung, Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung, Oberösterreichische Nachrichten, Heute). Am Montag ist nicht mehr berichtenswert, was am Freitag abend geschah. Der Tag ist schlecht gewählt, da die Demonstrationswerber wollen, dass mit ihren Anliegen die Ringstraße brennt. An einem Freitag abend brennt aber nur der Wolf zwischen den Beinen, den man sich vom Fußmarsch holt. Der Effekt wird mager sein, so die Prognose dieses Journals. Was schade ist.
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Das war die Demo (zahlreiche Fotos) (w-k, 31. Oktober 2009)
Das war die Demo (kleiner Rahmen) (vv, 30. Oktober 2009)
Das sagte Kolumnistin Sibylle Hamann (Die Presse) dazu (28. Oktober 2009)
Das sagte die ÖH (Österreichische Hochschülerschaft, Frauenreferat) dazu (26. Oktober 2009)
Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Termindienst, Väterrechte, Vaterverbot, Männerpartei)
Mannifestation – Der Aufstand der Scheidungsväter

Verein Luca (Gerald Zeiner) interviewt Verein Humanes Recht (Robert Böck). Vor dem Plakat der Männerpartei. Hinter der Filmkamera ein arabischer Kameramann, der angeblich für Al Jazeera arbeitet. Das Foto machte - wie immer auf dieser Seite: Marcus J. Oswald (8. Jänner 2009, 22 Uhr 10)
(Wien, im Jänner 2009) Was war die Botschaft der Kick-Off-Veranstaltung der österreichischen Väterrechtler im Festsaal des Restaurants „Vom Feinsten“ im 5. Wiener Bezirk am 8. Jänner 2009? Vereinfacht gesagt: Mit Scheidungsvätern ist nicht mehr zu spielen. Noch einfacher gesagt: Wenn sich heute ein Mann scheiden lassen muss (weil 80 Prozent der Scheidungen von Frauen eingereicht werden), dann sollte er zuerst einem der mittlerweile zahlreichen Vereine beitreten. Dann bekommt er in einem Crashkurs Einführungen, was ihm blüht: Breitseiten vom Eherecht, Bürgerlichen Recht, der Exekutionsordnung, (auch) dem Strafrecht. Ganz simpel gesagt: Wer sich heute nicht organisiert, bleibt über. Nach dem alten Grundsatz der Gewerkschaft: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Volles Haus
Daher kamen 120 Personen und setzten sich in einem Raum zusammen. Diese 120 Männer, darunter zehn Frauen, sind entschlossen, aber beherrscht. Sie sind emotional geladen, aber unter Kontrolle. Daher ist es völlig überschießend, wenn sich eine Richterin in eine solche Runde nur mit vier Leibwächtern der Firma ISS wagt. Die Selbstbeherrschung, das kenntnisreiche Ausnutzen des – wie von vielen gesagt – korrupten Justizsystems, ist, das wissen viele Männer, die Grundlage, dass man in diesem System überhaupt noch etwas erreicht. Daher werden auch in Zukunft bei solchen Veranstaltungen, von denen weitere in Planung sind, nie Gewaltübergriffe stattfinden. Auch wenn es den schärfsten Justizkritikern immer wieder in den Mund gelegt wird, sie seien potentiell zu Gewalt bereit.
Emotional geladen, aber beherrscht
Die Gewalt provoziert noch schärfere Gegenmaßnahmen innerhalb des väterfeindlichen Justizsystems. Die Grundregel der Gewaltfreiheit kann sich jeder, der bei Greenpeace Ausbildung genoss, an der Widerstandskultur großer Organisationen ansehen. Dort wird tolerierte Systemkritik im Großen betrieben. In der Justiz, in der verzärtelte, wohlstandsverwahrloste Bürgerstöchter und Bürgerssöhnchen Dienst tun, genügt jedoch schon ein Bruchteil an sonst akzeptierter Protestkultur, um eine Kette von Beschlüssen ins Laufen zu bringen, die sich wiederum für Männer nachteilig auswirken. Daher werden diese Gruppen weiterhin auf Gewalt verzichten und den Justizpalast kein zweites Mal in Brand stecken. Und wenn es so schon weit ist, dass Familienrichter für eine Podiumsdiskussion vier Leibwächter brauchen, dann muss sich die Richterschaft fragen, ob sie etwas falsch macht und nicht die Protestbewegung aus den Kreisen der Väterrechtler.

Der Verein Vaterverbot hat derzeit den stärksten Organisationsgrad. Man errichtet Landesgruppen und Ortsgruppen. Man geht an die Öffentlichkeit. Manchmal noch zu freundlich und zahm. Aber durchaus mit analytischer Strategie der Vereinnahmung derer, die von vielen als Feinde gesehen werden: Richter und Politiker. Man wird die Entwicklung dieses Vereins aufmerksam beobachten müssen.
Im Bild einer der Sprecher. (Foto: Marcus J. Oswald)
Die Vereine sind unterschiedlich ausgerichtet. Das Motto lautet derzeit noch: Getrennt Marschieren, gemeinsam Auftreten. Hinter den Kulissen gibt es im Jahr Drei einer Neuen Männer- und Väterbewegung in Österreich kleine Eifersüchteleien. Die einen betreiben ein großes Internetforum. Die anderen kooperieren fromm mit einer Partei. Die dritten stehen in Salzburg durchaus der katholischen Kirche nahe. Die anderen nehmen Luca ins Zentrum. Die weiteren im Süden sind fern vom Schuss aber gut mit der Volksanwaltschaft. Einer gründete eine Männerpartei und sagte den anderen Männern nichts davon. Die nunmehr stark auftretenden Männer von „Vaterverbot“ genießen Medienrespekt und lesen in vielen Regionen duzende Gestrandete auf, um sie zur Mitarbeit zu animieren. Niemand kann sagen, wohin es führt, denn nichts ist schwieriger als gleichlautende Interessen zu bündeln. Am Besten harmoniert es noch, wenn man eine Veranstaltung macht. In Hinkunft, das klang durch, will man den Vatertag als neuen Protesttag umfunktionieren und an diesem Tag jährlich eine Demonstration abhalten – bei der wieder die unterschiedlichen Gruppen gemeinsam auftreten.

Die Neuen Männer stehen im Krieg mit der Justiz und sie suchen die Gruppe. In einer
Come-Together-Veranstaltung gibt es viele Wortmeldungen aus dem Publikum, denen
die anderen mit voller Konzentration und Andacht lauschen. (Foto: Marcus J. Oswald)
Wenn an einem Podium zwei Vereine und ein Vertreter einer Kleinstpartei sitzen, wissen die Vereine, dass im Publikum die wahren Kaliber sitzen. Wenn dann die Richterin Doris Täubel-Weinreich mehrzeitlich im Gesetzbuch blättert statt die Linie der Richtervereinigung zu erklären, deren Fachbereichssprecherin für Familienrecht sie ist, kommt Unmut auf. Wenn ein Vertreter der Volksanwaltschaft am Podium seine Einrichtung lobt, aber nicht erwähnt, dass das Ergebnis der Beschwerden bei der Volksanwaltschaft ernüchternd ist wie der Blick aufs Konto im Jänner, kommt noch mehr Unmut auf. Der Jurist Markus Huber vergaß zu erwähnen, was kundige „Blaulicht und Graulicht“-Leser längst wissen: Zwischen 2002 und 2006 wurde den insgesamt 2.434 eingebrachten Beschwerden nur in 77 Fällen (3,16%) Berechtigung zuerkannt. Missstände wurden gar nur in 14 Fällen (0,58%) festgestellt, also pro Jahr bei 2 bis 4 der eingebrachten Beschwerden. Scheidungsvätern, die von Rechtspflegern, die nach drei Jahren Ausbildung zu Richterweihen kommen, und von mütterrechtlich auf Linie gebrachten Familienrichterinnen systematisch benachteiligt werden, die Volksanwaltschaft als erste Adresse zu empfehlen, empfinden viele wie das Hornberger Schießen. Man darf an die Historie erinnern: In Hornberg hatte sich 1564 der Herzog Christoph von Württemberg angesagt. Dieser sollte mit Salut und allen Ehren empfangen werden. Als alles bereit war, näherte sich aus der Ferne eine große Staubwolke. Alle jubelten und die Kanonen donnerten, was das Zeug hielt. Doch die Staubwolke entpuppte sich nur als eine Postkutsche.

Nicht wirklich wohl fühlten sich die beiden Beamten, die die Dinge schön redeten, aber schnell durchschaut waren: Richterin Doris Täubel-Weinreich und Markus Huber, ein Mitarbeiter der Volksanwaltschaft, lernten an der Universität, dass Paragrafen im Zentrum stehen. In Wahrheit ist es die Deutung des Gesetzes und damit die Politik, Ideologie und Wertausrichtung in einer bestimmten Zeit, die es definiert. (Foto: Marcus J. Oswald)
Von der Veranstaltung, die als erste größere Mannifestation gedeutet wird, wird auf dieser Webseite zur Dokumentation eine Nachlese veröffentlicht. Dies geschieht in Textfassung und als Videotrailer. Von der Veranstaltung wurde im Zwei-Kamera-System ein Mitschnitt angefertigt. Zusätzlich existiert ein Video mit einer kleinen Kamera. Moderator Robert Marschall von der Webseite „wien-konkret“ wurde ersucht, einen Trailer von der Veranstaltung in der Länge von fünf Minuten zu schneiden, damit dieser auf mehreren einschlägigen Webseiten eingebaut und die Botschaft einer im Familienrecht merklich hilflosen Justiz syndiziert werden kann.
Es sollen auch die daran teilhaben können, die zu Hause geblieben waren. Etwa Mag. Herwig Baumgartner, der schon einen ganzen, aus seiner Sicht inkompetenten, OLG-Wien-Senat aufgemischt hat. Er erschien persönlich nicht am 8. Jänner 2009. Das geschah in der Absicht, um das sanfte Hineingleiten des neuen Vereins „Vaterverbot“ in den Justizmarkt nicht zu gefährden. Baumgartner ist Protestkultur für Fortgeschrittene. Nach der Veranstaltung wurde ihm in einem Wiener Lokal, wo er wartete, ausführlich von den Hauptpunkten der Veranstaltung berichtet.
Ein anderer war da: Ernst-Peter Hauser. Er lud das „Blaulicht und Graulicht“-Magazin zu seiner nächsten Verhandlung ein: Sie steigt am 28. Jänner 2009 am Bezirksgericht Hietzing. Es ist dem Magazin eine große Freude, an dieser öffentlichen Verhandlung teilzunehmen. Die Maulhure des Wiener Feminismus, Anwältin Helene Klaar, klagt Ernst-Peter Hauser nach „Übler Nachrede“. Die Frauenhaus-Syndikatsanwältin aus der Kanzlei Klaar-Marschall fühlt sich im Rahmen eines Gerichtsverfahren beleidigt.
Komplett-Zusammenfassung der Kick-Off-Veranstaltung der Väterrechtler am 8. Jänner 2009 (19 bis 22 Uhr) kann erst folgen, wenn die technischen Möglichkeiten vorliegen. Ein erstes Klein-Video hier (Schnitt: Marcus J. Oswald, 17. Jänner 2009).
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Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen, Humanes Recht, Männerpartei, Vaterverbot, Väter ohne Rechte, Familienrecht, Männerpolitik, Scheidung, Väterrechte)
Auf zum Appell – Vätertreffen – 8.01.2009
„Bei jeder Aufgabe ist es ohne allgemeine Appelle, die sich an alle wenden, unmöglich, die breiten Massen in Bewegung zu bringen. Aber wenn die leitenden Funktionäre sich auf allgemeine Aufrufe beschränken, ohne sich selbst konkret und gründlich mit der Arbeit zu befassen, um, nachdem sie dort einen Durchbruch erzielt und Erfahrungen gesammelt haben, diese Erfahrungen dann bei der Leitung anderer Organisationen auszunutzen, werden sie nicht nachprüfen können, ob ihre allgemeinen Aufrufe richtig sind; sie werden auch den Inhalt dieser Aufrufe nicht bereichern können, und es besteht dann die Gefahr, dass die allgemeinen Appelle in der Luft hängen bleiben.“
Mao Tse-Tung. Großer Vorsitzender. 1. Juni 1943. In: „Einige Fragen der Führungsmethoden“. (Werke Bd. III)

Das österreichische Kindschaftsrecht stellt das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt. Viele Männer und Väter werden jedoch in ihrer Väterrolle geschnitten, wogegen nun zahlreiche Vereine aufstehen. (Foto: Gottfried Helnwein, etwa 1972. Repro: Oswald)
(Wien, im Jänner 2009) Die Lage in Wien ist ruhig. Minus 9 Grad. Die kriminelle Front ist friedlich. Dort und da ein Bauchstich, aber nichts Großes. Der Goliath Landesgericht Wien macht eine Verschnaufpause und atmet durch. Mohammed Mahmoud, ohne Davidstern, ist in Hungerstreik getreten, aber die Justizanstalt Josefstadt bekräftigt, dass keine Lebensgefahr besteht. Von Helmut Elsner, nicht im Hungerstreik, aber am Hungertuch, hörte man auch schon mehr (etwa im Dezember-WIENER, wo er die Weltwirtschaftslage erklärte). Es ist allgemein ruhig. Die Lage ist übersichtlich.
Das ändert sich schlagartig am 8. Jänner 2009. Um 19 Uhr findet im 5. Wiener Bezirk im Lokal „Vom Feinsten“ ein Männertreff statt, der von vielen mit großen Papa-Augen erwartet wird. Die kundige Fachrunde kommt nicht zum Biertrinken zusammen. Am Podium sitzen honorige Personen, die das Familienrecht mit den väternachteiligen und dadurch kindernachteiligen Facetten diskutieren.
Es sitzen am Podium:
- Vorsitzender des Vereins Vaterverbot, Norbert Grabner
- Vorsitzender des Vereins Väter ohne Rechte, Martin Stiglmayr
- Vorsitzender der Männerpartei, Oliver Peter Hoffmann
- Vorsitzende der Abteilung Familienrecht der Richtervereinigung, Mag. Doris Täubel-Weinreich
- Vorsitzender des Stadtmagazins wien-konkret.at, Robert Marschall (Moderation)
- Volksanwaltschaft, Mag. Markus Huber (angefragt)
- Französische Botschaft in Österreich, Mag. Angelika Lebrun (angefragt)
Ort: Restaurant „Vom Feinsten“, Margaretenstraße 166, 1050 Wien.
Einige wurden nicht eingeladen. Die Tiroler, Kärntner, Salzburger und Wiener Fraktion wurde nicht berücksichtigt. Dafür lud man Oliver Peter Hoffmann ein, der keinerlei nennenswerten Beitrag zur Diskussion leistet. Dieser zeigt mit seiner großspurigen „Männerpartei“ kein Profil. Außer, dass er, wie recherchiert wurde, diverse Domains parkt, hat dieser Mann nichts zu sagen. In einem Internetforum hieß es dazu: „Mir missfällt, dass dieser Hoffmann sich zwar öffentlich nirgends schriftlich äußert, aber ein Gesichtsbad nimmt. Er meint, weil er eine gute Domain hat (maennerpartei.at, auch juristen.at), hat er etwas zu sagen. Da scheint etwas Freunderlwirtschaft im Gange zu sein. Man muss sich auf die Fachfragen konzentrieren.“
Auch Mitläufer dabei
In der Tat: Was dieser Mann genau macht, erklärt sich keinem in der Männerbewegung. Am 14. Dezember 2008 hat er vor einer Würstelbude bei der Wiener Stadthalle angeblich einen „Parteitag“ durchgeführt. Zu Sachthemen äußert er sich nie. Dieser Mann lebt politisch unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Dass der 43-Jährige fünf Jahre in Australien mit Forschungsstipendium gearbeitet und sich eine Menge Domains gesichert hat, macht ihn noch zu keinem „Vorsitzenden der Männerpartei“.
Die Veranstalter sind trotzdem zuversichtlich, neuen Schwung in die Diskussion zu bringen. Einer aus dem „Verein Vaterverbot“ sieht in einem Internetforum die Zeichen der Zeit gekommen und feuert unter seinem Namen „Hades“ die gesamte Mannschaft an: „Väter brauchen keine Gerichtsurteile! Väter brauchen keine Anwälte! Väter brauchen kein Besuchsrecht! (… Kinder sind keine Gefangenen!) Väter brauchen keine Besuchsbegleitung! Kinder und Väter brauchen keinen Psychiater! (…Sie sind nicht krank – danach sind sie dann traumatisiert!) Kinder und Väter brauchen keinen Psychologen! (…Sie sind nicht verwirrt – können selbst sprechen!) - 2009 – Der AUFBRUCH -
Die AUFERSTEHUNG aller VÄTER!“
Das ist der Appell der Veranstalter.
Marcus J. Oswald (Ressort: Familienrecht, Veranstaltung, Aus den Vereinen, Väter ohne Rechte, Männerpartei, Vaterverbot)
Großer Zulauf für Verein Vaterverbot

T-Shirt - Vaterverbot
(Wien, im Jänner 2009) Wie auf der Weihnachtsfeier in Wien bekannt wurde, hat der oberösterreichische Verein „Vaterverbot“ derzeit großen Zulauf. Man geht es offenbar mit viel Überzeugungsarbeit an und sammelte in den ersten drei Monaten des Bestandes bereits 800 Unterstützungserklärungen.
Der Verein arbeitet stark mit Werbemitteln und marketinggestützt. Man gab T-Shirts mit Logo aus und machte Plakate ähnlich die der Frauenhaus-Organisation. Mit dem Unterschied: Der Frauenhausslogan 2008 lautete „verliebt.verlobt.verprügelt“. Der Vaterverbot-Slogan lautet „verliebt.verlobt.vaterverbot“.

Handzettel - Vaterverbot
Nun wird es darum gehen, die zahlreichen Unterstützer auch an einen Tisch zu bringen. Denn nur eine Unterschrift für eine gute Sache zu geben, ist das eine. Arbeitskreise zu bilden, Akten zu sammeln, zur Selbsthilfe erziehen, Reformen andenken, Vorschläge machen, eventuell auch härte Maßnahmen gegen Beamte der Jugendwohlfahrt, Familiengerichtsbarkeit und Polizei zu unternehmen, ist ein anderer Weg.
In dem Punkt sind andere Vereine aus dem Väterrechtssektor schon weiter. Aber „Vaterverbot“ ist auf gutem Weg.

Verein Vaterverbot eröffnete in jedem Bundesland eine Zweigstelle, so auch in der Steiermark, wo man am 1. Jänner 2009 in der Kleinen Zeitung den Verein vorstellte. Steiermark-Proponent ist der Chirurg Thomas Auer. (Source: Styria AG/Kleine Zeitung; Montage: B&G/mjo)
Marcus J. Oswald (Ressort: Aus den Vereinen Vaterverbot, Familienrecht, Männerpolitik, Väterrechte)

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