Brandstifter mit Neonazi-Allüren – 15 Jahre Haft und Einweisung

Wenn einem alles wurscht ist, geht man so zu einem Mordprozess: Kurzes Leibchen und Jeans. Martin B. fackelte fünf Häuser ab und plante mehr. Dazu kommt es nicht mehr: 15 Jahre Gefängnis und Einweisung, sagte das Landesgericht Krems. (Foto: NÖN)
(Wien/Krems im Oktober 2009) Glatzenträger sagen immer, dass nicht alle Glatzenträger Neonazis sind. Stimmt: Manche haben genetische Probleme und ihnen fallen die Haare aus. Wenn sich aber ein 26-Jähriger regelmäßig den Schädel schert, damit der schnittiger wirkt, lässt das erste Rückschlüsse auf seine Gesinnung zu. Denn weder ist es biologisch nötig, noch modisch angesagt, wie ein Baby ohne Haare herumzulaufen.
Tut man es doch, wie Martin B. aus Oberndorf-Raabs, will man dazugehören. Umso enttäuschender für ihn, dass er nirgends Anschluss fand. Er sagt im Gerichtssaal (rechtliche Beratung: Anwalt Wolfgang Lentschig) immer wieder, dass er Anschluss in die rechtsradikale Szene suchte. Aber nicht fand. Niemand wollte ihn. Das wohl deshalb, da auch die „rechte Szene“ eine organisierte Szene wie die „linke Szene“ ist und es soziale Kompetenz braucht, um dazuzugehören. Manche scheitern sogar am rechten Flügel.
Martin B. sagt im Gerichtssaal, dass er immerzu versucht hatte zu einer Waffe zu kommen. Auch das gelang nicht. Es muss erniedrigend sein, wenn man nicht ernst genommen wird. „Stolz“ und Anerkennung auf „Vollbrachtes“ spürte er bald nur mehr in Brandstiftungen. Fünf waren es. Er verwüstete Firmenbetriebe, Lagerhallen, ein Kinderheim. Zuletzt wollte er sein eigenes Wohnhaus anzünden und danach alle aus seiner Verwandtschaft, dazu Lehrer, Polizisten und Ausländer erschießen. Es wäre ein Fanal gewesen. Ein letzter Gruß zum Abschied.
Brandgefährlich
Da man nicht in einer Welt der Irren lebt, in der sich niemand mehr sicher fühlen darf, wenn man in Stadt und Land (auch: Bezirk Waidhofen/NÖ) zur freigewählten Uhrzeit auf die Straße geht, wurden in den 70er Jahren die Justizpsychiatrien erfunden. Dort kommt Martin B. nun hin, da in seinem Kopf etwas nicht stimmt. Der Gerichtsgutachter ist Richard Billeth. Er stellt eine höhergradige Persönlichkeitsstörung fest, oder wie es der Gesetzgeber nennt: Abartigkeit höheren Grades.
Zum großen Ende, dem Feuerball, dem apokalyptischen Amoklauf kam es nicht. Am Tag der Festnahme wartete er freiwillig und bis auf die Zähne bewaffnet (zwei Jagdmesser, Stahlkugeln) vor der Polizeiinspektion Groß-Siegharts. Er schleuderte eine Stahlkugel durch das Fenster der Inspektion und erwartete, dass ein Beamter herauskommt. Dann war sein Plan, so schilderte er es in seinem Polizeiprotokoll: Einen Polizisten erstechen, dann entwaffnen, dann mit dem Waffenarsenal durch die Ortschaft Groß-Siegharts ziehen und alle erschießen.
Wie in einer Filmwelt
Es klingt wie im Film „Natural Born Killers“ (version: 1994). Der Angeklagte ähnelt auch etwas dem damals männlichen Hauptdarsteller Woody Harrelson. In diesem Film werden durch ein Pärchen, das sich und Gewalt liebt und diese mit einer Handkamera zum eigenen Ruhm selbst filmt, in knapp 120 Kino-Minuten 52 Menschen getötet. Möglicherweise war dieser Film Vorbild. Doch gilt: „The world is a stage“ (William Shakespeare)? Nein: Die Welt ist keine Bühne, sondern ein komplizierter sozialer Knoten, den man täglich einfallsreich lösen muss. Mit dem Motto „Alles Anzünden“ und „Alle Umbringen“ geht das nicht.
Daher verurteilen ihn die Geschworenen zu Krems mit 5:3 auch nach Mordversuch und Raubversuch. Die Brandstiftungen, die einen Schaden von rund 800.000 Euro anrichteten, sind ohnehin zentrales Thema des Strafprozesses. Vorsitzende Richterin Andrea Hüttl setzt das Strafmaß für alles zusammen mit 15 Jahren fest. Damit er nicht nach 7,5 Jahren mit der Halbstrafe entschwindet, wird dem Gutachter Folge geleistet und zusätzlich eine § 21 Abs 2 Einweisung nach Ende der 15 Jahre Haft veranlasst. Zur Sicherheit. Der 26-jährige Angeklagte verzichtet auf eine Berufung und nimmt das Urteil ohne Rücksprache mit seinem Verteidiger an.
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Typologie – Sieben Arten der Brandstiftung (22. Mai 2009)
Marcus J. Oswald (Ressort: Feuer und Flamme, Gerichtssaal) – Woche 42/2009, ohne persönl. Anwesenheit, zusammengefasst und ergänzt nach Quelle „NÖN – Waidhofner Zeitung“.
Mahnmal zu Brandanschlag 1997 in Wels

Vor zwölf Jahren wurde durch absichtliche Brandlegung im Haus Porzellangasse 38
in der Stadt Wels ein Ausländer getötet. Der Täter wurde verurteilt.
(Foto: Marcus J. Oswald am 12. Juli 2009)
(Wels/Wien, im Juli 2009) Das Gebiet der Porzellangasse in Wels ist ein Schul- und Sportgebiet. Es liegt mitten in der Stadt, nahe am Stadtkern. In der Porzellangasse wohnte der Herausgeber in den 70er Jahren einmal mit seinen Eltern. In der Porzellangasse ging er in den Kindergarten. In der Porzellangasse ging er zur Volksschule. In der Porzellangasse wurde er 1980 von einem Mann mit vorgehaltener Gaspistole als Zehnjähriger auf dem Nachhauseweg vom Geschäft beraubt und musste das Geld (30 Schilling) hergeben [spätere Raube: 1993 in Wien in Landstraßer Hauptstraße, 2002 in Seegasse - beide Male jugoslawische Tätergruppen]. In der Porzellangasse 44 feierte der Fußball-Bundesligist Union Wels 1983 vor 13.000 Zuschauern gegen Rapid Wien (damals noch mit Hans Krankl als Spieler) ein umkämpftes wie geachtetes Remis.
Brandlegung
1997 geschah in der Porzellangasse zu Wels etwas anders: Es brannte im Haus Nummer 38. Da es kein gewöhnlicher Wohnungsbrand war, erinnert heute daran ein Mahnmal. Es steht in der Wiese vor der Bahnunterführung und vor dem Haus, das gebrannt hatte. Im Feuer fand ein Mann den Tod. Er hieß Sukri Arifi. Weitere wurden verletzt. Der Täter wurde rechtsradikalen Kreisen zugerechnet und zu einer Haftstrafe verurteilt.

Ein Mahnmal erinnert an den Brandanschlag, in dem Herr Sukri Arifi den plötzlichen Tod fand.
(Foto: Marcus J. Oswald am 12. Juli 2009)
Vom Mahnmal 80 Meter entfernt, an der Ecke Porzellangasse/Straubingerstraße 1, steht eine öffentliche Telefonzelle, in der die oberösterreichische Neonazigruppe „Ring Freier Jugend“ mit Abziehbildern in der Telefonzelle für die Abschaffung des Verbotsgesetzes wirbt.
Marcus J. Oswald (Ressort: Feuer und Flamme)
Zwei Feuerteufel geschnappt – Hoher Schaden

Bei einem Brand hat der Brandstifter die Lage nie ganz im Griff, weiß ein erfahrener Ermittler. Das Feuer kann sich völlig anders entwickeln als erwartet. Der Mensch unterschätzt die Geschwindigkeit des Feuers. In Österreich werden jährlich 700 Brandstiftungen angezeigt. 140 in Wien. Aufklärungsquote: 25 Prozent. Nach einem gewöhnlichen Wohnungsbrand bleibt vor allem eines monatelang zurück: Dreck und Gestank. (Foto, Lerchenfelder Gürtel 26-28, nach einem Brand: Marcus J. Oswald)
(Wien, im Mai 2009) Kriminologisch und nach alter, aber deswegen nicht schlechter Lehre (Hans Gross, Handbuch des Kriminalistik, 1977) gibt es sieben Motive für vorsätzliche Brandstiftung. Diese sind:
- 1. Eigennutzbrände (Versicherungsbetrug)
- 2. Leidenschaftsbrände aus Hass, Eifersucht, Eitelkeit, Geltungsdrang
- 3. Philantropische Brände aus weltanschaulicher Überzeugung
- 4. Übermuts- und Spielbrände aus spontaner Regung oder Leichtsinn
- 5. Von Geisteskranken gelegte Brände aus sexuellem Motiv oder Hysterie
- 6. Kriminelle Brände, die eine andere Tat verschleiern sollen (Einbruch, Erpressung, Mord)
- 7. Rational unverständliche Brände (häufig)
Systematiken sagen immer wenig und viel zu gleich. Brandermittler oder Polizisten, die einen Täter suchen, der noch aktiv ist, müssen ein „Profil“ erstellen, um ihn zu verstehen. Brandermittlung wird in kriminalpolizeilichen Kreisen zur „hohen Schule“ der Ermittlung gezählt, weil es „leichter ist zehn Mörder als einen Brandstifter zu überführen“. Aufklärungsquote bei Brandstiftung: 25 %.
Feuer – Tödliches Element
Wer mit Feuer spielt, spielt mit einem tödlichen Element. Für zwei Brandstifter (einer noch nicht geständig) hieß es nun: Feuer aus!
Der 25-jährige Martin B. aus dem nördlichen Waldviertel (NÖ) war mit einem nicht zufrieden: Mit sich selbst. Das ehemalige Heimkind aus Groß-Siegharts kam mit dem Leben nicht zurecht. Solche Leute gibt es viele, daher soll man mit dem Begriff „tickende Zeitbombe“ vorsichtig im Gebrauch sein. Wenn jemand aber beginnt, Brände zu legen, wird es heiß.
Zehn Tage Feuer am Dach – Matin B. (25) gefasst
Beim ersten Brandanschlag wurden parallel die Reifen bei Feuerwehrautos aufgeschlitzt, damit eine Löschfahrt unmöglich ist. Vier Mal brannte zwischen 5. und 15. Mai 2009 eine Baufirma in Waidhofen an der Thaya (NÖ) und einmal ein Kinderheim in Groß-Siegharts. Wie sich herausstellte, war der Brandstifter ein ehemaliger Mitarbeiter. Im Kinderheim war er bedauernswerterweise selbst als Kind. Der Sachschaden liegt vorerst bei 550.000 Euro.
Die Ermittlungen konzentrierten sich bald auf Martin B. und er wurde beim Verlassen seines Hauses verhaftet. Das Geständnis überraschte dann alle: Am 18. Mai 2009 wollte er sein eigenes Haus anzünden und dann die Lehrer der Hauptschule der Reihe nach killen. Einige Feuerwehren sollten auch noch brennen und die Eltern hätten auch sterben sollen. Somit wirkt das auf den unbedarften Analytiker wie ein gewaltiger Mordplan. Der Mann wurde in die Justizanstalt Krems eingeliefert.
In der obengenannten Rubrik der sieben Typen des Brandstifters passt er in die Kategorie 2 (Leidenschaftsbrände aus Hass, Eifersucht, Eitelkeit, Geltungsdrang) und vielleicht sogar – was verhindert wurde – Kategorie 6 (Kriminelle Brände, die eine andere Tat verschleiern sollen – Einbruch, Erpressung, Mord).
Ermittler sind überzeugt, dass gemäß der Sprossenleitertheorie der Kriminalität die Brandstiftungen des Martin B. nur Vorbereitungshandlungen für den Big Bang waren, einen Amoklauf in seiner sozialen Umgebung.
Wiener Brandleger gefasst
Auch in Wien wurde einem Zündler das Handwerk gelegt. Entlang der Wiener Triesterstraße, eine der längsten Straßen Wiens, soll ein 49-jähriger Hilfskellner zwischen 1. Mai und 11. Mai 2009 sieben Brände in Wohnhäusern vorsätzlich gelegt haben. Vornehmlich Kellerabteile und Altpapierkontainer wurden ab 1. Mai abgefackelt. Am 5. Mai 2009 mussten 18 Personen (darunter sieben Kinder) in letzter Sekunde vor dem Rauch gerettet werden. Am 11. Mai 2009 wurde der Josef Sch. in flagranti beim Feuermachen in der Triesterstraße 75-77 erwischt und sofort von der Polizei festgenommen. Er soll sich noch ausschweigen. Für die Schadenswiedergutmachung kann er schon sparen: 61.000 Euro.
Gemessen an der Hans Grossschen Typologie der Brandstifter ist er vermutlich Kategorie 5: Von Geisteskranken gelegte Brände aus sexuellem Motiv oder Hysterie.
Zwei Tote durch Feuerunfall
Wie gefährlich Feuer sein kann, zeigte ein Zimmerbrand in Wien am 30. April 2009. Er wurde nicht gelegt, sondern entstand durch eine heiße Glühbirne, die in ein Kinderbett gefallen ist. Das Unglück geschah in der Wienerbergstraße 20 am helllichten Tag. Um 10 Uhr 30 wurde die Wiener Berufsfeuerwehr in die Wohnung in den 12. Bezirk gerufen, die lichterloh brannte. Der Vollbrand war zu löschen, Mutter und Großmutter wurden gerettet.
Ein zweijähriger Bub und ein vier Monate altes Mädchen starben im SMZ-Ost an den Rauchgasvergiftungen.
Marcus J. Oswald (Ressort: Feuer und Flamme)
Brandstiftung – Wohnung von Werner Tomanek angezunden

In Werner Tomaneks Wohnung wurde Feuer gelegt.
Er verteidigt den Vierfachschützen Josef Branis und Teile der zerstrittenen Wiener Unterwelt.
(Wien, im Dezember 2008) Heiße Fälle liebt er. Nun brannte es in seiner Wohnung. Das Feuer wurde gelegt.
Der Wiener Strafverteidiger Werner Tomanek tat gut daran, am 7. Dezember 2008 (um 4 Uhr 30 morgens) bei einer Veranstaltung in Salzburg gewesen zu sein. Sonst hätten ihn Einbrecher persönlich überrascht.
Wohnung Neutorgasse 13, Top 7 – nahe Börse
Die Wohnung liegt in der Neutorgasse 13 auf Top 7. Bis 2006 war dort auch seine Kanzlei. Diese wanderte eine Straße weiter in die Eßlinggasse 8 auf Top 9. Alles im ersten Wiener Bezirk hinter der Börse.
Petroleum
Das Feuer wurde nach dem Einbruch durch die weiße Sicherheitstür (Klasse 3) mit dem Brandbeschleuniger Petroleum an drei Stellen angefacht. Die Wohnung brannte nicht zur Gänze aus, wurde beträchtlich beschädigt.
Omerta
Über Hintergründe halten sich Tomanek, die Wiener Polizei und jene Personen, die einbrachen, aber nichts gestohlen haben und jene Personen, die er aus der Wiener Halbwelt zuletzt vertreten hatte und deren Mercedes kürzlich in Vollbrand aufgegangen war (Stichworte: „Tommy“, „Versace“) klarerweise allesamt bedeckt.
Stimmung im Keller
Seine Stimmung ist nun im Keller. Am Donnerstag, 4. Dezember 2008, sah man ihn noch bestens gelaunt im Café des LG Wien. Er kam auf unseren Tisch zu, an dem ihn ein ehemaliger Klient begrüßte: „Herr Tomanek, wie geht’s?“ Tomanek: „Wie soll’s gehen? Jeden Tag im Grauen Haus. Immer gleich gut!“ Sagt’s und rauscht durch den Vordereingang des Cafés ins Wochenende nach Salzburg. Wo ihn am Sonntag die böse Realität einholte.
Marcus J. Oswald (Ressort: Feuer und Flamme, Anwalt)
Brand in Alserstraße 23 – Ein Todesopfer

Feuer und ein Todesopfer in der Alserstraße 23 im 8. Bezirk. (Foto zwei Tage später)
(Wien, im Dezember 2008) Ein schwerer Wohnungsbrand in einem sehr schönen Haus in bester Wohngegend forderte am Abend des 4. Dezember 2008 ein Todesopfer. Das Feuer brach hinter der mehrfach gesicherten weißen Altbautür der Wohnung 25 in der fünften Etage des Hauses Alserstraße 23 aus.
Wohnung Raub der Flammen
Die Wohnung, 30 Meter hoch über Straßenniveau, brannte komplett aus. Die großen Fenster in Blickrichtung Lange Gasse sind kohlrabenschwarz. Als der Herausgeber zu später Nacht noch unterwegs war, um in Pötzleinsdorf nach dem Rechten zu sehen, kam er in der Alserstraße vorbei.
Vor der Hausnummer 23 stand um 2 Uhr 50 ein Leichenwagen der Bestattung Wien in erster Spur mit geöffnetem Heck und ohne Fahrer. Das Pannenlicht blinkte. Der Herausgeber hielt sofort an und sah sich um. Er ging ins Haus hinein, in dem ihn schon im Erdgeschoß süßlicher Brandgeruch empfing.
Leichenwagen um 2 Uhr 50
In diesem Moment fuhr der Lift aus dem fünften Stock herunter. Ein Sarg wurde herausgezogen. Drei Träger legten ihn auf ein Rollgestell und schoben ihn sanft zum Gehsteig ins Freie. Vor dem Hauseingang hoben sie ihn auf das offene Heck des schwarzen Leichenwagens, klappten zu und brausten davon.

In der Alserstraße 23 befindet sich das Gender Kolleg der Universität Wien. Dieses brannte nicht aus - was eigentlich schade ist.
Im prächtigen Altbauhaus mit marmoriertem Stiegenhaus befinden sich fast nur Arztpraxen, Anwaltsbüros und Firmen. Im 1. Stock befindet sich – für Freunde des Genderns – das „Gender Kolleg“ der Universität Wien.
Gender Kolleg
Man erinnert sich: Unter der Wiener Ex-Frauenstadträtin Sonja Wehsely wurde das „Gender Kolleg“ im Jahr 2004 massiv beworben. Er wurde ein Totalflop. Pro Jahr zeigten sich nur etwa 30 Studentinnen für das Fach interessiert. Das Mini-Institut, weit entfernt anerkanntes Uni-Institut zu sein, fristet heute ein Mauerblumendasein und ist in der Alserstraße 23 im 8. Wiener Bezirk untergebracht.
Im 5. Stock brannte nun die Wohnung der Familie Graf in der Nacht zum 5. Dezember 2008 aus. Das Türschild lautet auf Sepp Graf. Die Wiener Berufsfeuerwehr machte bis dato keine Aussendung zum Vorfall.
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Wie sich Tage danach herausstellte (nach einer kleinen Notiz in der „Salzburger Nachrichten“ bemerkt), handelt es sich beim Verbrannten um den österreichweit bekannten Sportjournalisten Sepp Graf, Alter 80+, der mehrere Sportchroniken schrieb und das größte Archiv zu den Olympischen Spielen und österreichischen Teilnehmern besessen haben soll.)
Marcus J. Oswald (Ressort: Feuer und Flamme)
Im 7. Wiener Bezirk brennen die Swingerclubs gerne
(Wien, im September 2006) In der Nacht zum Samstag, den 2. September 2006, gab es im Swingerclub „Frivoli“ gegen 5 Uhr morgens Feuer. Der Technikraum in der Halbgasse 11 soll Brandherd gewesen sein.
Der Schaden soll gering sein. Personen kamen nicht zu schaden.
Der Swingerclub ist einer von rund 15, die es in Wien gibt. Im 7. Wiener Bezirk dürfte es in Swingerclubs
besonders gern nach technischem Gebrechen brennen.

KORE-Palast nach dem Brand am 21. Mai 2006 - Foto: Marcus J. Oswald Blaulicht und Graulicht
Man erinnert sich noch an das Feuer in der Schottenfeldgasse 39, am 21. Mai 2006 an einem Samstag
außerhalb der Öffnungszeit. Ein Saunaofen fing Feuer und legte den alteingesessenen, 1000 Quadratmeter
großen „KORE Palast“ (gegründet 1996) in Asche.
Szene im Umbruch
„King of Swing“ Victor Hennemann damals: „Wir haben einen Totalschaden!“ Hennemann ärgerte sich damals sehr, dass er nicht im Lokal anwesend war. Drei Tage nach dem Brand kündigte der Platzhirsch der Wiener Szene in einem Telefonat eine Generalsanierung an, die mittlerweile zügig vorangebracht wurde.
Die Swingerclubszene ist im Umbruch. Hennemann äußerte schon damals, nach seinem Brand: „Die Leute wollen für Leistungen nichts mehr zahlen. Ich mache sicher nicht mehr als Swingerclub auf. Der Name „KORE Palast“ verschwindet. Ich mache ein neues Konzept mit Wellness Sauna, auch für Ältere und Mütter mit Kindern“.
Marcus J. Oswald (Ressort: Rotlicht)
Zu grosse Sauna-Hitze – Brand in Swingerklub Korepalast!

Der alteingesessene Wiener Swingerclub KORE-Palast (seit 1996) des Viktor Hennemann brannte komplett aus - Foto: Marcus J. Oswald am 23. Mai 2006
Ein Saunaofen entzündete sich außerhalb der Öffnungszeiten und bescherte dem KORE-Palast einen „Totalschaden“ (cit. Hennemann).
(Wien, im Mai 2006) Es war nur ein kurze, dürre Meldung der Wiener Berufsfeuerwehr, die in der Wiener Rathauskorrespondenz am 21. Mai 2006 veröffentlicht wurde. Sie lautete:
„Am späteren Samstag Nachmittag musste die Feuerwehr im Swingerclub KORE-Palast in der Schottenfeldgasse 39 in Wien-Neubau einen aus bislang unbekannter Ursache ausgebrochenen Brand in der dortigen Sauna löschen. Verletzt wurde dabei niemand. Der Einsatz begann gegen 16.15 Uhr und endete kurz nach 18.30 Uhr. (Schluss) Rückfragehinweis: Wiener Feuerwehr-Nachrichtenzentrale, Tel.: 531 99 51 67, E-mail: nz@m68.magwien.gv.at“
Marcus J. Oswald (Ressort: Feuer und Flamme)

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