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Werner Neymayer bereitet 2. Wiederaufnahmeantrag vor

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord, Justizanstalten by marcusjoswald am Oktober 10th, 2008

(Wien, im Oktober 2008) Am 14. Oktober 2005 wurde Werner Karl Neymayer, 42, am Landesgericht Wien (221 Ur 272/04d, 432 Hv 1/05y) wegen Mordes durch Sprengfalle auf der Wiener Höhenstraße zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein zweistündiges Telefonat am 29. September 2008 mit seiner Gattin ergab eine Neuigkeit: Diese Woche (KW 41/08) soll ein neues Sprenggutachten erstellt werden. Das Fachgutachten dient dazu, entlastende Beweise gegen den Gutachter im Hauptverfahren Anton Eder zu finden, der vom Innenministerium bestellt war.

Bringt neues Sprenggutachten neues Spurenbild?

Das neue Gutachten erstellt der Oberst im Bundesministerium für Landesverteidigung, Dipl. Ing. Dr. Bernhard Schneider aus Mödling. Gutachter Schneider baut nun mit einem Dummy (menschengroße Puppe) die Situation der Explosion im Auto noch einmal nach und will daraus das Spurenbild erkennen. Schon jetzt sind Neymayer und seine Gattin davon überzeugt, dass in diesem privaten Sprengversuch neue entlastende Elemente herauskommen, die als “nova producta” für einen zweiten Wiederaufnahmeantrag im Mordverfahren ausreichen. Gutachter Schneider wurde der Familie Neymayer vom ehemaligen Sprenggutachter des Bundesheers Ingo Wieser empfohlen. Zu Beginn der nächsten Woche ist mit Ergebnissen zu rechnen. Garsten-Häftling Neymayer will noch dieses Jahr seinen zweiten Wiederaufnahmeantrag einbringen.

Erste Wiederaufnahme im Juni 2008 abgewiesen

Der erste Wiederaufnahmeantrag wurde vom OGH mangels “nova producta” am 6. Juni 2008 jedoch abgelehnt. Er wurde durch den Linzer Anwalt Christian Hadeyer von der Societät “Lawfirmlinz” am 2. Juli 2007 formal professionell und auf 12 Seiten (Download unten) eingebracht. Nach Abweisung des Antrags trennte sich Werner Neymayer im Juli 2008 “auf Grund von Vertrauensverlust” von seinem Anwalt und wird nun durch den Steyrer Anwalt Dr. Christoph Rogler vertreten. Zwischenzeitlich gewann Wiener Medienanwalt Dr. Michael Rami
eine Klage gegen “News”, was dem Häftling 3.000 Euro einbrachte.

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DOWNLOAD: 1. WIEDERAUFNAHMEANTRAG von Werner NEYMAYER
(Datum: 2. Juli 2007 - OGH-Abweisung: 6. Juni 2008)

(Format pdf, 115 kb, 12 Druckseiten)
1-wiederaufnahmeantrag-fall-werner-neymayer

Marcus J. Oswald (Ressort: Mord, Justizanstalten, Lebenslang)

Wie Anwalt Werner Tomanek Öffentlichkeitsarbeit macht

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord, Justizkultur by marcusjoswald am Oktober 2nd, 2008
Österreich, 28. September 2008)

Josef Branis, Vierfachmörder, in Österreich. Präsentiert auf dem Präsentiertteller von seinem eigenen Anwalt. Dieser gibt schwer belastende Abschiedsbriefe des U-Häftlings zur Veröffentlichung frei. (Österreich, 28. September 2008, S. 13, Auschnittscan: Blaulicht und Graulicht)

(Wien, im Oktober 2008) Spricht man über den Wiener “Staranwalt” Werner Tomanek, fallen dem Kenner der Materie einige Dinge ein. Seine potthässlichen Schlangenlederstiefel, die er von einer Thailandreise mitbrachte. Sein Glastisch in seiner Kanzlei, hinter dem er sich gerne für Medien fotografieren läßt. Seine Scheidung, über die er nicht redet. (Die Ex soll bei dem Wiener Unterwelt-Aussteiger “Tommy” beruflich gut untergebracht sein.) Seine beruflichen Wiener Unterweltskontakte seit Mitte der 90er Jahre. Sein Verwandter mit gleichem Nachnamen, der kürzlich, es ist noch nicht so lange her, wegen Kokainbesitzes und Handelns rund um ein Wiener Innenstadtlokal zu einer moderaten Strafe verurteilt wurde. Schließlich Tomaneks Neigung für das Landesgericht Korneuburg, die er mit einigen anderen Wiener “Staranwälten” teilt.

“Österreich”-Abonnent

Läßt man die Unterweltskoketterie bei Seite und seine selbstverliebten Aussagen im Vorbeigehen, wonach die “Geschäfte blendend gehen”, soll man sich über seine Strategie der Öffentlichkeitsarbeit ernsthafte Gedanken machen. Dass er ein Jahresabo der Zeitung “Österreich” hält, scheint hinreichend bewiesen.

Als kürzlich eine in die Jahre gekommene Wiener Szene-Fotografin in Lebenskrise und gerichtliche Bredouille geschlittert war (Vorwurf: Anstiftung zum Mord) und die Lady in der JA Korneuburg einsaß, sprang Tomanek gratis (!) ein. Nicht aus Nächstenliebe. Die Zeitung “Österreich” organisierte dem gefallenen Engel der Wiener Gesellschaft “einen Anwalt”. Es war Werner Tomanek. Er boxte sie frei (20 Monate teilbedingt) und wurde in der Zeitung als Retter gefeiert. Seither dürfte er bei Wolfgang Fellners Boulevard-Blatt Zacken in der Krone haben. Denn er darf eigene Fälle offen ausbreiten. Wie er das tut, ist die andere Sache.

Josef Branis als Mandant

Sein Faible fürs stockkonservative Landesgericht Korneuburg ist aufrecht. Nun hat er den Fall Josef Branis. Der 67-Jährige hat am 1. Juli 2008 aufgeräumt und zwei Geschwister und deren Eheleute erschossen, die ihn als “Kinderschänder” bezeichnet haben. Auslöser war auch eine Wohnungsdelogierung. Kurz und schlecht: Irgendwie kam Werner Tomanek an den Fall, akquirierte ihn in aussichtsloser Position (bei Vierfachmord gibt es aus Anwaltsseite wenig zu holen) und macht nun das Beste. Für sich. Denn dass seine PR-Strategie dem Klienten etwas nützt, ist fraglich.

Den geneigten Lesern der Zeitung “Österreich” schildert Werner Tomanek auf einer ganzen Seite den Fall
(28. September 2008, S.13). Dachte er dabei auch nach? Es geht in der Vorbereitung für einen Mordfall nicht nur um gute Unterhaltung, sondern auch um die Überlegung, wie man Informationsfluß in Medien lenkt. Die Offensiv-Taktik des Werner Tomanek kann nicht aufgehen.

Er muss wissen, dass von künftigen 11 Geschworenen (8+3 Ersatz) einige auch “Österreich” lesen, wo er sagt: “Ich habe schon viele Mörder gesehen, aber noch nie so einen wie Branis. Wer seine Geschichte nicht kennt, könnte ihn leicht für einen netten und sympathischen Kerl halten.” Spricht sein eigener Anwalt. Alle Achtung! Was für ein Image-Aufbau.

Anwalt reitet Mandanten medial hinein

Es gibt einen Juristenscherz, wonach man mit gewissen Anwälten keinen Staatsanwalt mehr braucht. Josef Branis wird im Bild-Bericht, der nicht nur den brutalen “Abschiedsbrief” zeilengenau ausbreitet (”Von dieser Zeit an wußte ich, dass sie dafür bezahlen werden - ich bereue es nicht. Diese Frau war eine Jauchegrube.”)
als Vorsatz-Täter präsentiert. Das ist von Werner Tomanek besonders klug gemacht, ist doch sein anwaltlicher Auftrag im Schwurprozess, eben diesen “Vorsatz” wegzubringen, um die Strafe zu mildern.

Ferner wird im Zeitungstext - nach Informationen des Werner Tomanek - Josef Branis als Spinner dargestellt. Zitat (Autor: Wolfgang Höllriegl): “Auch im Gefangenentrakt ist der stark sehbehinderte Oldie, der sogar in der Zelle seine Perücke trägt, beliebt. Und so finden sich bei jedem Hofgang wieder Zuhörer für Schnurren aus seinem Akt.”

Archiv Blaulicht und Graulicht)

Werner Tomanek hat für einen Mandanten einen Schwurprozess am LG Korneuburg zu leiten. Er preist ihn vorab schon als bösesten Bösewicht auf dem Globus an. (Quelle: TZ Österreich/Archiv Blaulicht und Graulicht)

Erinnert man sich ans Blutgericht Korneuburg im “Fall Luca”, wo einem 24-Jährigen bei nicht eindeutig nachgewiesener Schuld durch acht Geschworene, die ein Durchschnittsalter von 65 Jahren auf die Bank brachten, Lebenslang plus Maßnahme, also 35 Jahre Haft, zugesprochen wurde, kann man sich vorstellen,
was Werner Tomanek mit seiner offensiven PR-Strategie, die brutalsten und skurillsten Aktenstücke auf
den Zeitungsmarkt zu werfen, erreicht. Nicht weniger als: Dasselbe.

Hoffart

Werner Tomanek verkauft damit nicht nur einen Mandanten, der des vierfachen Mordes angeklagt wird, sondern auch seine Seele. So er eine hat. Denn es gilt immer abzuwägen, welche Medienstrategie in welchem Fall zu wählen ist. Bloß weil, wie man in Wien sagt, “eh schon alles wurscht ist”, hat ein Anwalt kein Recht, die belastendsten Details (”ich bereue es nicht”, Auszug aus 7-Seiten-Abschiedsbrief) kommentiert (”ist kein sympathischer und netter Mensch”) zielgerichtet zur Veröffentlichung zu bringen. Wozu und wem das dienen soll? Nur ihm. Und das ist eitel. Sehr eitel. Bitte in einer bestimmten Schrift nachlesen.

(Sprüche 29,23: “Die Hoffart des Menschen wird ihn stürzen; aber der Demütige wird Ehre empfangen.”)

Marcus J. Oswald (Ressort: Justizkultur)

Wem fehlt ein Mensch? - Mord vom 9. Februar 2008 noch ungeklärt

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord, Most Wanted by marcusjoswald am September 22nd, 2008
Diese Person wurde am 9. Februar 2008 ermordet, aber sie scheint niemandem abzugehen. Bis jetzt scheiterte die Identifizierung durch die Gerichtsmedizin.

Diese Person wurde am 9. Februar 2008 in oder im Raum Wien ermordet, aber sie scheint niemandem abzugehen. Bis jetzt scheiterte die Identifizierung durch die Gerichtsmedizin.

(Wien, im September 2008) Acht Monate sind nach einem Personenfund vergangen, der Rohgewalt
ohne Tomatenketchup aus den Hollywoodfilmen zeigt: Eine tote Frau wurde am 9. Februar 2008 im
14. Wiener Bezirk in der Sophienalpenstrasse gefunden. Der Fundort liegt etwa 500 Meter vom
Gasthaus Sophienalpe entfernt.

Die Todesursache ist “unbekannt”, jedoch zeigt sich, dass die Person nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Über den oder die Täter gibt es noch keine Aufschlüsse und was viel mehr überrascht:
Es gelang acht Monate nach dem Kriminalfall noch nicht, die Identität der Person festzustellen.

Wem fehlt ein Mensch?

Die Person wurde in der Gerichtsmedizin (rechtes Bild) gewogen und gemessen: 60 Kilo, 167 Zentimeter groß.
Das Alter wurde mit 40-50 Jahren bestimmt. Zum Zeitpunkt des Todes: Braunes, gewelltes Haar.

H&M Kleid der nichtidentifizierten Toten vom 9. Februar 2008

H&M Kleid der nichtidentifizierten Toten vom 9. Februar 2008

Bekleidet war die Person für die Jahreszeit sehr leicht: Ein gelbes Unterhemd der Firma H&M mit einem Snoopyemblem.

Ältere Narben sind mehrere vorhanden. Eine am Bauch und eine rund 3 cm-Durchmesser große Narbe
an der Innenseite des rechten Oberarmes.

Tätowierung

Als besonderes Kennzeichen trug die Tote eine Tätowierung am Steissbein. Trotz dieser sehr
auffälligen Tätowierung gelang es der Polizei bisher noch nicht festzustellen, wer die Person ist.

Dieses Tattoo trug das Mordopfer am Steißbein.

Dieses Tattoo trug das Mordopfer am Steissbein.

So sieht das Tattoo-Motiv in einem Katalog aus.

So sieht das Tattoo-Motiv in einem Katalog aus.

Es werden dringend sachdienliche Hinweise benötigt. Die zuständige Ermittlungsbehörde ist das Landeskriminalamt Wien (LKA Wien), Kriminaldirektion 1 (Berggasse, ehemaliges “Sicherheitsbüro”). Ermittlungsführer ist die Gruppe Unger. Bei Hinweisen, Telefon: 01/31310/33800.

Marcus J. Oswald (Ressort: Mord, Most Wanted)

Neues Buch zu Jack Unterweger - Diskussion (NUR 6 BILDER, NOCH KEIN TEXT)

Veröffentlicht in Buch, Harte Hacken - Mord, Medien by marcusjoswald am September 10th, 2008
Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Astrid Wagner: Jack Unterweger wollte zwei Kinder mit ihr, saß aber im Gefängnis. Sie bestreitet bis heute, mit ihm verlobt gewesen zu sein. Sie schrieb drei Bücher zu ihm. (Foto: Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

(Wien, im September 2008) Durch einen bedauerlichen Irrtum wurde hier ein falscher Textentwurf veröffentlicht und dann auch noch online gestellt.

Der korrekte Gesamttext zur Thematik der neuen Buchpräsentation und ein paar Überlegungen rund um das Thema Wiener Polizeisumpf und Mörderjagd, gibt es in ein paar Tagen.

Bisweilen bleibt es bei ein paar Bildern. Es wird noch etwas dauern, bis zu den Fotos die entsprechende Analyse erscheint, da es auch am Zeitfaktor liegt. Wochenendfeuilletons brauchen auch Produktionszeit und hier wird nicht aus der Hüfte geschossen. Die Dinge müssen zügig, aber auch besonnen geschrieben werden, sonst kommen einige auf Gedanken, das freie Wort zu kürzen.

Daher wird hier in einigen Tagen (URL bleibt gleich) etwas thematisch Passendes zum Lesen stehen. Länge, 30.000 Zeichen. So ist das. Doch noch ist das nicht fertig. Der Residenz Verlag hat das Buch auch noch nicht geliefert, daher hängt das Unterfangen einer kritischen Rückschau auf einige Protagonisten etwas in der Luft.

Marcus J. Oswald (Herausgeber)

Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Obwohl nun bei Stronach, noch immer der alte Kämpfer: Ernst Geiger. Er will Jack Unterweger lückenlos überführt haben. (Foto: Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)


Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Der neue Mann in der Unterweger-Diskussion - John Leake aus Dallas/Texas. Er schrieb ein Unterweger-Buch, das selbst intime Kenner wie Astrid Wagner verzückt. (Foto: Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Reinhard Haller sagte nichts Neues und nichts Originelles: Unterweger wollte ihn manipulieren. Narzistische Störung hält der Gerichtsgutachter immer für schädlich. (Foto: Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Fredl Hrabak war auch da: Ehemaliger Entfesselungskünstler, Mitarbeiter von Vickerl - King of Swing - Hennemanns Zeitschrift WIEWO, literarischer Konkurrent Jack Unterwegers und Wissender zum Wiener Milieu. (Foto: Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht)

Marcus J. Oswald)

Jack Unterweger war auch anwesend. Da seit 28. Juni 1994 tot, nur via Vidiwall. (Foto: Marcus J. Oswald)

Analyse zur Veranstaltung “Jack Unterweger”: Landesgericht Wien, 9. September 2008, 19 Uhr bis 22 Uhr. Artikel zu den sechs Fotos in “Druckfassung” so bald wie möglich, aber so spät wie nötig.

Mordfall Edip Sekowitsch - Spurensicherung am Tatort

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord, Justizfälle by marcusjoswald am August 29th, 2008
Blaulicht und Graulicht

Tatortermittler am dritten Tag nach dem Mord an Edip Sekowitsch im Lokal Champs Pub. Untersucht wird die Tür mit einer Ultralichtkamera. Wiedner Gürtel 16, 1040 Wien.
(Tele-Foto by NIKON: Blaulicht und Graulicht, am 29. August 2008, 14 Uhr 12)

(Wien, im August 2008) Der Wiener Doppelweltmeister, Europameister und mehrfache Staatsmeister im Boxen, Edip Sekowitsch, ist drei Tage tot und noch immer tappt die Polizei über den wahren Täter oder Hintermänner im Dunkeln.

Der festgenommene 26-jährige unter Mordverdacht stehende Tschetschene schweigt weiterhin oder will sich an nichts erinnern. Daher ist nun die Spurensicherung der Wiener Kriminalpolizei mit ihrem Können gefragt, um die Täter zu finden oder den Inhaftierten zu überführen.

Heute, 29. August 2008, waren drei Tatortermittler in weißen Anzügen und grünen Essigpatschen den ganzen Nachmittag im Lokal “Champs Pub” am Wiedner Gürtel 16 mit ihren Tatortkoffern tätig. Sie beendeten ihre Arbeit um 16 Uhr. Das Lokal wurde ausfotografiert. Sämtliche Fingerabdrücke wurden mit Folienblättern abgenommen. Sonstige Spuren wie Haare oder Stofffasern wurden aufgesammelt. Alles wurde auf Formularen protokolliert.

Die erfahrenen Ermittler der Tatortgruppe 1 des Landeskriminalamts Wien (KD 3) interessierten sich vor allem für die Eingangstür, die der oder die Täter berührt haben mussten, als sie das Lokal betreten haben.

Blaulicht und Graulicht.

Die Tür kann der Schlüssel sein. Im Nah-Bild besprüht ein Tatortermittler gerade den Türrahmen mit einer Flüssigkeit, um Spuren zu finden. Die Flüssigkeit tropft am Boden in ein Tuch, das aufbewahrt und in der DNA-Datenbank untersucht wird. Wiedner Gürtel 16, 1040 Wien.
(Foto: Blaulicht und Graulicht, am 29. August 2008, 14 Uhr 45)

Auch heute herrschte vor dem Lokal “Champs Pub” wieder große Betretenheit. Viele Passanten blieben ein paar Minuten stehen und sahen sich die Fotos in der Auslage des Lokals “Ring Frei” an, das den Boxer bei seinen Kämpfen zeigt. Im aufgelassenen Lokal, das Sekowitsch zu Gunsten des weitaus größeren “Champs Pub” aufgab, ist auch der Weltmeister-Pokal 1998 zu betrachten.

Vor dem Lokal standen heute auf den Tischen viele Duzend Grablichter und Blumen. Freunde hingen das Plakat
mit seiner Kernbotschaft “Stoppt Gewalt an Schulen” auf und erweiterten es mit einem Portaitbild des Champs: “Edip Sekowitsch 1958-2008″. Mancher Passant hielt kurz Inne und zündete eine Kerze an. Immer wieder fuhren Serben mit dem Auto vor, stiegen aus, betrachteten die aufgestellten Bilder, schlugen ein Kreuz und trugen sich in das aufgelegte Kondolenzbuch ein.

Aus dem Haus, in dem Sekowitsch auch wohnte, kamen immer wieder schwarz gekleidete Frauen heraus und stellten neue Blumen dazu oder sprachen mit Passanten.

Kondolenzbuch zu Edip Sekowitsch - 29. August 2008

Kondolenzbuch zu Edip Sekowitsch - 29. August 2008

Am Gehsteig zeugen kreisförmige Sprühzeichen vom wilden Kampf um Leben und Tod, der sich am 26. August um 5 Uhr morgens zugetragen haben muss. Bis vierzig Meter vom Lokal entfernt wurden von der Polizei am Gehsteig die Blutspuren eingekreist, ehe es bei Kreis 10 aufhört. Dort kam Sekowitsch zum Erliegen und starb mit fünf Stichwunden in Hals und Herz.

Mann mit Herz

Dass er ein Herz hatte, beweisen Einträge von Mittrauernden im Kondolenzbuch. So schrieb einer, der ihn erst kurz kannte, folgende Worte (29.08.2008): “Lieber Edip! Habe dich erst vor kurzem kennengelernt, du hast mir deine Trainingshandschuhe mit Autogramm gegeben. Sie bekommen einen Ehrenplatz. Kenne dich sehr wenig, aber ich habe gespürt, du bist ein sehr guter Mensch. Warum hat das passieren müssen. Werde dich nie vergessen. Axl.”

Blaulicht und Graulicht)

Von Edip Sekowitsch, der am 26. August 2008 ermordet wurde, wird dieser Tage sehr öffentlich Abschied genommen. Die Familienmitglieder und Freunde sind immer noch ratlos.
(Foto: Blaulicht und Graulicht)

Sportsmann Edip Sekowitsch errang zehn Jahre nach seiner ersten Weltmeisterschaft 1998 ein zweites Mal den Titel.

Nach dem Kampf: Sportsmann Edip Sekowitsch errang 1998, zehn Jahre nach seiner ersten Weltmeisterschaft, ein zweites Mal den Titel.

Information zum Begräbnis: www.edip.at

Marcus J. Oswald (Ressort: Mord)

Stier von Serbien tot - Edip Sekowitsch ermordet

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord by marcusjoswald am August 27th, 2008
Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht

Boxen ist nicht nur Männersache - Foto: Marcus J. Oswald für diegalerie/Blaulicht und Graulicht

(Wien, im August 2008) Der Wiedner Gürtel trennt den Bezirk Wieden vom Bezirk Favoriten. Somit das Gute vom Bösen. Edip Sekowitsch hatte seine Gaststätte “Champs Pub” (vormals “Ring Frei”) auf der Seite der Guten.

An den Wänden seines Espressos hingen Poster, die an glorreiche Zeiten des eingebürgerten Serben erinnerten. Stars und Adabeis strahlten mit dem “Stier aus Serbien” in die Kamera. In der Auslage standen Boxfotos und Pokale aus Kampfzeiten. Edip Sekowitsch war mehrfacher österreichischer Staatsmeister im Boxen und der einzige Europameister (1988) und WAA (World Athletic Association) -Weltmeister (1989) in seiner Gewichtsklasse Superweltergewicht (bis 70 Kilo).

Nach seiner Profikarriere eröffnete er in Wien seine Gastwirtschaft, unterrichtete den Boxnachwuchs, setzte sich für Anti-Drogen- und Anti-Gewaltberatung ein und gab Schaukämpfe. Er war ein Migrant, der 1980 im Alter von
22 Jahren nach Österreich kam und zum Österreicher mit jugoslawischen Wurzeln wurde.

Finale Kämpfe

Der letzte Kampf, der ein “Comeback” des 50-Jährigen einläuten sollte, endete am 1. Juni 2008 mit einem Sieg in der ersten Runde gegen einen 26-jährigen Deutschen namens Steve Klockov in der “Lugner City”.

Am 26. August 2008 war er gegen einen 26-jährigen Russen chancenlos. Der Ex-Champ wurde vor oder in seinem Lokal mit fünf Messerstichen in Hals und Brust getötet. Die Auseinandersetzung soll zwischen 5 und 6 Uhr morgen stattgefunden haben.

Welle der Gewalt durch Messer!

Das Gefecht ist bittere Fortsetzung einer Gewaltwelle in Wien, die in der Kalenderwoche 34 (18. - 24. August 2008) sechs Messerstechereien mit schweren Verletzungen und einem Toten brachte, der in Kalenderwoche 35 gleich am Dienstag morgen einen weiterer Toter durch Messerangriff folgte.

Derzeit wird Spurenermittlung betrieben. Drei Tschetschenen sollen die letzten Gäste im Lokal gewesen sein, das um 4 Uhr Sperrstunde hat. Einer lag selbst blutend auf der Straße, als die Polizei durch einen Passanten gerufen wurde. Die näheren Hintergründe sind zu ermitteln.

Webseite www.edip.at)

So behalten Edip Sekowitsch viele in Erinnerung: Ein sozial engagierter Ex-Champ und großer Familienmensch (Foto: Webseite www.edip.at)

Boxer haben die Empfindlichkeit eines Elefanten. “Individualität bedeutet”, sagte einmal ein kluger Mann, “die Triebansprüche und Kulturanforderungen sozusagen in der eigenen Brust auszutragen.” Für einen Boxer gilt
das umso mehr.

Edip Sekowitsch formulierte die Qualität des Boxens bodenständiger (als Jan Philipp Reemtsma in seinem oben zitierten Buch über Muhammad Ali): “Außerhalb des Rings geht es noch viel brutaler zu als bei uns. Da gibt es
keine Regeln, keine Ringrichter und alle Schläge sind erlaubt.”

Sekowitsch war Vater von drei Kindern und gerne Gastronom. Er fand nach dem Schaukampf in der “Lugner City” im Juni 2008 wieder “Lust am Boxen” und plante auf den gegenwärtigen Trend aufzuspringen, der sich im Boxsport auch in Deutschland zeigt. Altstars, Mitte 40 und darüber, wollen es noch einmal wissen und unternehmen ein Comeback.

Der tödliche Angriff kampfwütiger, mutmaßlich russischer Messerstecher aus dem Asylwerbermilieu beendete seinen Traum, als Box-Opa noch einmal sein sportliches Können im Ring zu zeigen.

Berufsboxen in Wien in den 70ern - Verbandpräsident Hans Gold (links) und Fritz Minnich. Heute gibt es den Faustkämpferverband Austria FVA.

Berufsboxen in Wien in den 70ern - Verbandspräsident Hans Gold (links) und Fritz Minnich. Heute gibt es den Faustkämpferverband Austria FVA.

Der Boxsport fristet in Österreich ein tristes Schattendasein. Der österreichische Faustkämpferverband FVA ist ein kleiner Verband, der kaum in der Öffentlichkeit auftaucht. Edip Sekowitsch war die letzte Legende, die skandalfrei dem österreichischen Boxsport historisch ein Gesicht verlieh. Er war (anders als Hans “Hansee” Orsolics) bis ins Alter topfit, ernährte seine Familie, kam nicht mit dem Gesetz im Konflikt und stellte sich auch karitativen Zwecken zur Verfügung.

Die Ermittlungen werden ergeben müssen, was die Hintergründe für den Mord waren. Eine Obduktion wurde angeordnet, um die Tatwaffe zuzuschreiben. Über die Kriminalbeamtengruppe Unger, Ermittlungsleiter Thomas Stecher werden Zeugen gesucht: 01-31310-33146.

Marcus J. Oswald (Ressort: Mord)

JA Garsten - Helmut Frodl drängt es in die Freiheit

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord, Justizanstalten, Lebenslang by marcusjoswald am August 19th, 2008
Archiv

Das war Fritz Köberl, nachdem er Helmut Frodl in einer Budapester Wohnung getroffen hatte: In 17 Teile zerschnitten und auf fünf Müllcontainer verteilt. (Foto: Archiv Blaulicht und Graulicht)

(Wien, im August 2008) Einen österreichischen Häftling drängt es derzeit in die Freiheit: Helmut Frodl.

So sehr man für bedingte Entlassungen eintreten muss. Dieser Fall liegt doch etwas anders. Man hat einen zynischen Häftling, der in der JA Garsten (OÖ) einsitzt. Einen Häftling, heute 51 Jahre alt, der “durchtauchen” will und sich “der Wissenschaft verschreibt”, Seminararbeiten, Diplomarbeiten und bald eine Dissertation schreibt (Theologie), aber auf eines vergisst: Dass er gefälligst einmal über eine Untat reden sollte.

Ohne Maulkorb?

Er hat “sich einen Maulkorb” verhängt. Sagt einer, der früher bei der ORF-Sendung “Ohne Maulkorb” arbeitete. Mit Medien reden würde seine “Resozialisierung” hemmen, sagt er. Welche Resozialisierung? Eine, die aus Schweigen besteht? Ein Häftling, der nicht über seine Untat spricht, muss so lange über diese nachdenken,
bis er Worte dazu findet. Alles andere ist lächerlich.

Helmut Frodl soll sich noch ein Jahrzehnt in Büchern vergraben. Das ändert nichts an seiner zynischen Einstellung zum Leben. Er kann noch drei Magistertitel machen. Ein Buchgelehrter (Anstaltsbücherei) ist
noch kein Lebenstüchtiger.

Inakzeptabel: Frodl schweigt zum Fall bis heute

Frodl hat beim Prozess am 22. Dezember 1993 am Landesgericht Wien kein Geständnis abgelegt.
Im Gegenteil: Er erzählte eine verrückte Agentengeschichte und hat diese im Buch “Außer Kontrolle” sogar niedergeschrieben.

Er lebte in einer Phantasiewelt. Möglicherweise lebt er heute in der Realität. Aber der Punkt ist: Ein Häftling hat
überhaupt keine Berechtigung aus einer lebenslangen Haftstrafe bedingt entlassen zu werden, wenn er nicht
offen über seine Tat spricht. Und das tut Frodl nicht.

Frodl ist ein unverbesserlicher Zyniker

Er mag von Wiener Medien hofiert werden. Diese Journalistenkollegen aus früheren Zeiten sollen sich gut
das obenstehende Bild intensiv und lange betrachten. Das war der Wiener Tonstudiobesitzer Fritz Köberl, nachdem er auf Helmut Frodl in einer Budapester Wohnung getroffen war. Das Bild stammt von der Budapester Kriminalpolizei und liegt “Blaulicht und Graulicht” exklusiv vor.

Und dazu hat Helmut Frodl nichts, über 16 Jahre nichts zu sagen? Wie schwach für einen Magister der Theologie! Es bleibt zu hoffen, dass Frodl solange in der Justizanstalt Garsten bleibt, bis ihm zu diesem
Bild etwas Sinnvolles einfällt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Mord)

Wiens Giftler und Sandler bei den Bahnhöfen - Wieder Mord am Westbahnhof!

Veröffentlicht in Harte Hacken - Mord, Körperverletzung by marcusjoswald am August 19th, 2008
diegalerie/Oswald)

Alkoholiker, gezeichnet nicht nur vom Leben. Eine Parkbank, ein Mann. An Wiener Bahnhöfen ist kein Platz mehr für gewöhnliche Passanten. Der Wiener Bürgermeister schaut weg. (Foto: diegalerie/Oswald)

(Wien, im August 2008) Spätnachts mit Ohrenstöpsel noch Radiohören hat den Effekt, dass die Nachricht tief ins Ohr dringt. Schlag 2 Uhr früh, Ö3: Drei knallige News. Darunter: Ein Mann, aus Rauschgift- oder Sandlermilieu, man konnte sich noch nicht einigen, hat am Wiener Westbahnhof um 23 Uhr des 18. August 2008 einen anderen Mann in die Brust gestochen. Dieser starb. Ein weiterer Mann wurde durch Messerstiche schwer verletzt. Drei weitere Frauen wurden mit Pfefferspray eingenebelt. Der Täter gab Fersengeld. Alarmfahndung ist im Gang. Das sind Nachrichten, die keiner braucht.

Westbahnhof - ungelöstes Problemfeld

Der Wiener Westbahnhof ist eine grausige Zone, die auch durch Behübschung der umliegenden Bauten nicht besser wird. Der Westbahnhof hat ein Sandler- und Drogenproblem. Der größte Eisenbahnhof bringt täglich tausende frische und erwartungsfrohe Leute nach Wien herein. Doch die Leute, die sich täglich rund um den Westbahnhof herumtreiben, gehören zum Abschaum der Stadt. Das Alk-Schizo-Sandler-Milieu hat sich ausgebreitet und beansprucht mittlerweile an lauwarmen Abenden jede Parkbank für sich. Diese Leute sitzen dort herum, verbreiten schlechte Laune und saufen den lieben Tag lang. Am Abend kommt der Canisibus der Caritas und füttert diese Damen und Herren mit einer warmen Suppe. Am späten Abend geht es in die Gruft
in der Barnabitengasse 14 zum Schlafen. Am nächsten Tag das selbe in Blau. Motto: Was kostet die Welt, wir machen ein Leben lang Blau.

Am Ende fällt einer leblos von der Bank und einer ist weniger. Das Alk-Schizo-Sandler-Milieu ist jedoch,
das muss zugestanden werden, wenig gewaltbereit. Es ist passiv ausgerichtet, motorisch inaktiv und waffentechnisch nicht hochgerüstet. Es gibt wohl keinen, der sich bei “Waffen Springer” einen 360-Grad-Pfefferspray für 35 Euro anschafft. Denn für 35 Euro bekommt man fünf Flaschen Schnapps.

Gewaltbereite, geistesgestörte Giftler

Das Suchtgiftmilieu hingegen war und ist immer gewaltbereit. Eine kleine Provokation und der Funke
der Gewalt explodiert. Das Giftmilieu nimmt ebenso das Bahnhofsgelände als ihren privaten Spielplatz in Anspruch. Die Wiener Polizei tut nichts, um das zu unterbinden. Manche Giftler am Westbahnhof benehmen sich im öffentlichen Raum wie Geistesgestörte. Bürgermeister Häupl weiß das, lenkt aber vom Thema ab, thematisiert es nicht im Wahlkampf und bezeichnet die Giftler, die gehörigen Tagesumsatz mit illegalen Wirkstoffen machen, weiterhin als “Kranke”.

Der Westbahnhof wird in Wien derzeit renoviert und an allen Ecken und Enden umgebaut. Das Viertel bleibt auch nach dieser Fassadenrenovierung die mieseste Gegend in ganz Wien. Kein Mensch bewegt sich freiwillig dort gern oder möchte dort wohnen. Es wäre schon längst die Aufgabe der Wiener Stadtväter, rund um den Westbahnhof mit harter Hand aufzuräumen und Platzverbote zu erteilen.

diegalerie/Oswald)

Leistungsfeindliche junge Wiener im Nahtod der Droge - Wiener Bürgermeister bezeichnet sie als Kranke statt ihnen einen motivierenden Arschtritt zu geben. (Foto: diegalerie/Oswald)

Gut gelöst, scharfe Kontrolle - Franzl-Bahnhof (9. Wiener Bezirk)

Am Beispiel Franz Josef Bahnhof am Wiener Alsergrund sieht man, dass es funktioniert. Trieben sich dort
bis vor wenigen Monaten noch rudelweise tschechische Quartalsäufer, die mit dem Zug in Gruppen nach
Wien einreisten und billigen Fusel aus dem “Billa” am Vorplatz soffen, deutschstämmige Punks mit ihren Riesenhunden, ein harter Kern der Wiener Alk-Schizo-Sandler-Szene und ein paar Kleindealer, die von der Friedensbrücke ausscherten, an Wochenenden untätig herum, arbeiten nun konsequent Straßensozialarbeiter, ein privater Sicherheitsdienst und zwei Polizeibeamte daran, dass der Platz vor dem Bahnhof frei begehbar ist, ohne dass man alle zehn Meter “um einen Euro” angeschnorrt wird. Man sieht: Es geht. Wenn man will.

Südbahnhof saniert, aber Säufer wohin man sieht

Am Südbahnhof nahe des Wiener Praters herrscht hingegen ein ganz anderes Bild des kläglichen Versagens des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl. Man lässt gewähren, dass Stehwein-Alkoholiker und Würstelstand-Tschecheranten ihren Tetrapack-Rotwein und das Dosen-Bier direkt vor dem Polizeiwachzimmer am Praterstern saufen. Es ist noch nicht so lange her, da veröffentlichte die Zeitung “Österreich” erschütternde Sittenbilder. Diese veränderten interessanterweise nichts. Dass sich die Wiener Polizeibehörden darauf ausreden, dass diese Säufergruppen “harmlos” seien und niemandem etwas tun, ist ein schwacher Trost und eine grobe Verharmlosung. Es muss ein Straftatbestand für “Gruppensaufen” geschaffen werden. Denn die Wiener Gebietskrankenkassa (WGKK) soll im Februar 2009 laut Aufkunft ihres Präsidenten Franz Bittner pleite sein.

Wer Politik nicht gesamtheitlich sieht, Drogennehmer nicht radikal dazu zwingt clean zu werden, Straßendealen weiterhin toleriert wie der Wiener Bürgermeister und seine Helfer im Fonds Soziales Wien (FSW) und kollektive Besäufnisse auf den Vorplätzen der Bahnhöfe mit dem Cosewort “Krankheit” umschreibt, tja, der darf sich nicht wundern, wenn eine leistungsfeindliche Gesellschaft entsteht, die Kassen pleite gehen und ab und zu ein Blutbad vor einem Bahnhof angerichtet wird. Das nächste Mal geschieht es halt in der Karlsplatz-Passage.

Michael Häupl fährt nicht U-Bahn

Den Wiener Bürgermeister Michael Häupl kümmert es nicht. Er fährt nicht U-Bahn. Und das reale Sicherheitsthema ist in der SPÖ kein Wahlkampfschlager.

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ps. Nachtrag, 19. August 2008, 21 Uhr 25: Die Wiener Polizei handelte diesmal effektiv und nahm
zwei Messerstecher, ein Brüderpaar (24 und 25) unter dringendem Tatverdacht fest, am Vorplatz des Wiener Westbahnhofes einen 50-jährigen Mann erstochen und einen zweiten durch Messer schwer verletzt zu haben.
Beide Männer sind in der JA Wien-Josefstadt in Haft.

Marcus J. Oswald (Ressorts: Mord, Körperverletzung)