Blaulicht und Graulicht – Das Online Magazin

Kurz gemeldet – Branis mit Pachfurth-Bulgaren – Tomanek auf ATV

Veröffentlicht in Short Message Service, TV von marcusjoswald am 25. September 2009

(Wien, im September 2009) Kurze News aus aller Welt:

Schützentreffen in der Korneuburger Zelle. Im Bild: Josef Branis mit Perücke und Varianten mit dem Branis-Schopf wie es die Zeitung Kurier sah. (Foto: Kurier, 2. Feberuar 2009, S. 15, Archiv B&G)

Schützentreffen in Korneuburger Haft. Im Bild: Josef Branis mit Perücke und Varianten mit dem Branis-Schopf wie es die Zeitung Kurier sah. Teilt nun mit Pachfurth-Raubmörder die Etage. (Foto: Kurier, 2. Februar 2009, S. 15)

Pachfurth-Schütze trifft Strasshof-Schützen

Der mutmassliche Zweifach-Raubmörder von Pachfurth (Niederösterreich), zugleich Wohnort des Wiener Peepshow-Kings Erich Reder, teilt seit Kurzem die Etage in der JA Korneuburg mit Josef „Pepe“ Branis, dem Vierfach-Schützen von Strasshof. Der bulgarischstämmige Lokalpolitiker, 48, steht im Verdacht, am 1. Juni 2009 ein Wirteehepaar (50 und 49) brutal erschossen und die 21-jährige Tochter durch einen Schuss in den Rücken schwer verletzt zu haben. Der Bulgare besticht die Korneuburger Untersuchungsrichter und den Staatsanwalt Friedrich Köhl (der schon die Anklage zum Fall Branis schrieb) mit täglich neuen Geschichten und er tischt auch seinem 67-jährigen Haftgenossen Branis nahezu jeden Tag eine neue Version des Tathergangs im Heurigenlokal in Pachfurth auf, bei dem das beliebte Ehepaar T. im Kugelhagel den Tod fand. Der Bulgare hofft auf Milde der Richter und baldige Entlassung, scheint aber mit der österreichischen Rechtssprechung noch wenig vertraut. Nach der Tat floh er nach Bulgarien, wurde aufgespürt und in die JA Korneuburg ausgeliefert, wo er auf seinen Prozess wartet.

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ATV

ATV

Erich Reder in seinem Revier. Diesmal noch nicht im Fernsehen. Aber sein Freund Werner Tomanek. (Foto: Oswald)

Der Pachfurter Erich Reder in seinem Revier. Diesmal noch nicht im Fernsehen. Aber sein Freund Werner Tomanek. (Foto: Marcus J. Oswald)

Glatzen unter sich

Anwalt Werner Tomanek gehört nicht zu den Freunden und Förderern dieser Webseite. Er und die Webseite wissen das. In diesem Sinn verhält man sich zueinander. Christian May ist dieser Onlinezeitung gänzlich unbekannt. Die Herren May (ATV, 41), Tomanek (Anwalt, 45) und Erich Reder (Peepshow, 53) kennzeichnet, dass sie alle drei in jungen Jahren Glatze tragen. Gemeinsam ist allen dreien noch etwas: Tomanek kennt Erich Reder seit den 90-ern. Reder kennt May seit 2006 und ging zu ihm auf Knieschonern, als dieser noch bei „News“ arbeitete. Er wollte ihm seine Story mit der Wiener Finanzbeamtin Evalinde Dorner-Tatzreiter schmackhaft machen, die ihm in seinem Finanzverfahren – geschmacklos und ungehörig – 150.000 Euro und nach der Berufung mehr als das Doppelte wegnehmen wollte. May sagte 2006, die Story ist zu klein, die Finanzbeamtin zu unbekannt. May macht indessen bundesweite TV-Reportagen und nun mit Anwälten, darunter Tomanek, gemeinsame Sache. Denn Tomanek ist gut für die Quote. Aktuell hat der von manchen Boulevardzeitungen gut protegierte Wiener Innenstadtanwalt mit dem Markenzeichen der verkohlten Wohnung den Sankt Pöltner Frauentöter Marcel F. als Klient, der rund um einen Sorgerechtsstreit seine Frau in den Fluss warf. Damit man Tomanek noch mehr kennt, machte May nun für „ATV“ eine 50-Minuten-Doku über drei Anwälte, darunter Werner Tomanek. Die Reportage zeigt den „Topanwalt“ beim Schlafen, Aufstehen, BMW-Fahren, Polizeiball-Besuchen, beim Häupl-Tratsch, mit dem Hund und in der verkohlten Wohnung.

Indessen sitzt in Pachfurth der Wiener „Peep69″-Imperator und „Laufhaus-Davidgasse“-Hausmeister Erich Reder in seiner Rotlicht-Villa und schaut gebannt vor dem Kastl zu. Er hofft, auch bald im Austria TV zum Zug zu kommen. Denn Rascheln gehört zum Geschäft.

Ausstrahlung: ATV, Wh. So, 27.09.09, 13 Uhr 50 (bundesweit). Unten in Vollversion zum Anklicken via ATV.

Film ab!

Film ab!

Vollversion – ATV-Reportage „Anwälte – Ein Leben zwischen Mord und Erbschaftsstreit“
(48 Minuten Laufzeit)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service, TV)

Operation gelungen, Patient wohlauf

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 24. September 2009
Rosa Schleife.

Rosa Schleife.

(Wien/Melk, im September 2009) Um nicht alle eingehenden, aufmunternden Emails einzeln beantworten zu müssen: Operation ist gelungen, Patient ist wohlauf, Brust wurde entfernt.

Die Operation fand unter Vollnarkose heute am 24. September 2009 um 8 Uhr 30 im Landeskrankenhaus Melk in Niederösterreich statt. Die Vorbereitung darauf dauerte zwei Monate. In der letzten Woche vor der Operation wurden noch zahlreiche Tests durchgeführt. So der Kreislauf hält, Patientin steht im 83. Lebensjahr, wird eine Entlassung aus dem Krankenhaus in einer Woche erfolgen können. Patientin sagt, man könne unbesorgt sein. Da man sich seit 40 Jahren kennt und Patientin dem Herausgeber in einer kleinen niederösterreichischen Kirche ein kleines Kännchen kaltes Wasser ins Gesicht gegossen hat, will man das glauben.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Christian Broda-Platz wurde Dealer-Treff

Veröffentlicht in Short Message Service, Suchtgift von marcusjoswald am 21. September 2009
Viel Sitzplatz, viel Treffpunkt der Kulturen, viel Drogenhandel. Der Christian Broda Platz. (Grafik: Stadt Wien)

Viel Sitzplatz, viel Treffpunkt der Kulturen, viel Drogenhandel: Christian Broda Platz. (Bild: Stadt Wien)

(Wien, im September 2009) Am 7. Oktober 2008 beschloss der Wiener Gemeinderat, dass der Platz nahe des Westbahnhofes am Eingang zur Inneren Mariahilferstraße in „Christian Broda-Platz“ umbenannt wird. Das war sicher gut gemeint. Der Platz ist größer als der „Oskar Werner-Platz“ rund 500 Meter entfernt, der genau zehn Quadratmeter misst. Und doch.

Der Christian Broda-Platz, benannt nach dem Justizminister, der das Amt 19 Jahre ausübte, ist schlecht gewählt. Es gibt viele Sitzplätze und ab 21 Uhr ist der Platz bei Einbruch der Dunkelheit der reinste Dealer-Treff. In den letzten Tagen konnte der Herausgeber mehrfach offenen Drogenhandel, involviert sind Schwarzafrikaner (Ware) und Jugoslawen (Geld), beobachten. Dealer kommen vom Gürtel, in den die Abnehmer abwartend Ausschau halten. Man begrüßt sich mit Handschlag. Eine Hand geht um Geld in die Hosentasche. Der andere reicht die Kugel. Die Ware wird aufgebissen und überprüft. Geschäft ist abgewickelt. Man geht wieder auseinander. Auf Morgen!

Würde man ein Stativ aufstellen, ergäbe das schöne Fotos. Allein, der Herausgeber hat kein Stativ.
[Stativ wegen "Verwackelungsgefahr", nicht wegen Nervosität. Es sind die technischen Umstände: Blende 3,4 - Verschlusszeit 1/8 Sek., ISO 1.600 sind bei Dunkelheit "aus der Hand" nicht mehr einwandfrei zu fotografieren.]

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Christian Broda war 19 Jahre Justizminister und erfand die Verknüpfung von Gesellschaftdenken mit Gesetzgebung. Unter seiner Ärt wurde die Todesstraße zuerst nicht mehr angewandt unnd 1968 in Österreich abgechafft. (Buch Broda 1962, Standplatz Archiv Oswald 1090)

Christian Broda war 19 Jahre Justizminister und erfand die Verknüpfung von Gesellschaftsdenken mit Gesetzgebung. Unter seiner Ära I (1960-66) wurde die Todesstrafe konsequent nicht mehr angewandt und 1968 in Österreich abgeschafft. (Broda-Buch 1962, 250 Seiten; Standplatz Archiv Oswald 1090)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service, Suchtgift)

Einbeinige Würgerin von Adliswil soll Spanier getötet haben

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 12. September 2009
Mord in Adliswil. (Foto: Panoramio)

Mord in Adliswil. (Foto: Panoramio)

(Wien, im September 2009) In der Schweiz ist es nicht einfach, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dennoch lebte die Österreicherin Franziska S., 41, freiwillig in der Schweiz. Doch sie war arbeitslos. Zudem hat sie nur ein Bein. Die Österreicherin wurde am Freitag, 11. September 2009, in einem schmucklosen Mehrparteienhaus unter dem Tatverdacht verhaftet, einen 36-jährigen Spanier erwürgt zu haben. Sie sitzt nun in Untersuchungshaft.

Fest steht, es war Mord. Die Polizei steht aber noch vor einem Rätsel, wie die Tat geschehen ist: Der körperliche Unterschied sei groß. Die Frau schmächtig, der Mann jedoch muskulös. Zudem saß die Einbeinige im Rollstuhl oder ging auf Krücken. Der Brunetten fehlt ein Bein unter dem Knie nach einem Verkehrsunfall. Dennoch soll ein erstes, vages Tatsachengeständnis vorliegen. Details und Hintergründe der Tat müssen aber noch hinterfragt werden.

Unappetitliche Exzesse

Die wesentlichen Schweizer Medien (24, Blick, ua.) finden nun auch dies und das heraus. Das Alkoholproblem der Frau zum Beispiel. Auch der Vater sei Alkoholiker. Der Spanier wiederum war nach Einbrüchen vorbestraft. Die Boulevardzeitung „24 Minuten“ geht an die Basis und macht klassische Hausbefragung. Man befördert Stimmungen und unappetitliche Dinge zu Tage: „‘Seit sie nach ihrem Unfall ihr Bein verloren hat, ist es besonders schlimm’, sagt eine Nachbarin. Eine andere fügt hinzu: ‘Sie hat ihren Freund sogar schon mitten auf der Strasse oral befriedigt.’“

Zum Mord finden die Zeitungen wenig heraus. Hier ist die Polizei im 16.000-Einwohner-Städtchen am Zug. Ob S. den Hispano-Lover umgebracht hat, vor allem wie, steht noch nicht fest. Die Polizei wird so zitiert, dass derzeit nichts auf eine weitere Person in der Wohnung Rückschlüsse zulässt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Harald Haukes Laufhaus Rachel gut angenommen

Veröffentlicht in Rotlicht, Short Message Service von marcusjoswald am 11. Juni 2009
Laufhaus-Manager Peter Laskaris hat seine Arbeit getan. Nun widmet der Geburtshelfer einer neuen Herausforderung und baut die Bar Schönbrunn auf. Auch sie gehört zum Reich des Harald Hauke. (Foto: Marcus J. Oswald)

Laufhaus-Manager Peter Laskaris hat seine Arbeit getan. Nun widmet sich der Entwicklungshelfer rund um das Mega-Bordell Rachel an der Triesterstraße einer neuen Herausforderung und baut die Bar Schönbrunn auf. Auch sie gehört zum Reich des Harald Hauke. (Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im Juni 2009) Wie aus erster Hand zu erfahren ist, legte das Laufhaus Rachel am Südrand Wiens an Kundschaft innerhalb des letzten Monats zu. Die Kundenfrequenz steigerte sich um 130 Prozent von Mai auf Juni 2009. Die Marketingmaßnahmen und die Reklame für das Haus, das ein stiller Investor finanziert, greifen. Hilfreich war sicher, dass man im Juni Gratiseintritt bietet und keine fünf Euro Entrée mehr zu zahlen sind. Seit 25. Mai 2009, einen Monat nach dem Start, ist das Haus in Vollbetrieb gestellt und auch die zweite Etage eröffnet.

Manager Peter Laskaris ist nach der langen Geburtsphase jedoch nicht mehr (ständig) im Haus. Er widmet sich nun neuen Aufgaben: Im Nachtbetrieb „Bar Schönbrunn“ im 12. Wiener Bezirk.

[Erratum: Irrtümlich wurde die Bar des Heinz W. Schimanko selig als Weblink angegeben. Das war falsch!]

Korrekte Weblinks:
Stoßzeit in der Triesterstraße
Laufhaus Rachel
Bar Schönbrunn (Seite ab Samstag online)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service, Rotlicht)

Wiederbetätigungsprozess gegen Gerd Honsik

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 19. April 2009
Wenn die Füße des Gerd Honsik auf dem Boden der österreichischen Verfassung stehen wie die Füße des Herausgebers im Bild oben, hat er vor dem Strafgericht ab Montag nichts zu befürchten. Nach der Befreiung durch die vier Besatzerstaaten wurde das Verbotsgesetz eingeführt, das heute noch gilt. (Foto: Marcus J. Oswald)

Wenn die Füße des Gerd Honsik auf dem Boden der österreichischen Verfassung stehen wie die Füße des Herausgebers im Bild oben, hat
er vor dem Strafgericht ab Montag nichts zu befürchten. Nach der Befreiung von der Militärdiktatur der Nationalsozialisten durch die vier Signatarmächte wurde das Verbotsgesetz 1947 eingeführt, das heute noch gilt. (Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im April 2009) Am 20. April 2009 beginnt der Strafprozess gegen den Österreicher Gerd Honsik. Die rechtliche Vertretung (Strafverteidigung) hat der einzige „Konfliktverteidiger“ Österreichs, Herbert Schaller über. Daher ist eher nicht anzunehmen, dass der Angeklagte geständnisfreudig sein wird. Umgekehrt klagt Honsik über gesundheitliche Wehwechen. Das hat schon manche Verteidigungsstrategie umgestürzt.

Das Journal wird am ersten Tag von diesem Prozess in Bild und Text berichten. Drei Tage aber nicht, denn die Neonazis zahlen leider auf diese Seite nicht ein. Daher kann es auch für deren Anliegen keine Public Relations oder – dieses Lager meidet anglophile Begriffe – „Propaganda“ geben.

Gerd Honsik wird mit einer 90 Seiten Anklageschrift konfrontiert. Das Verfahren ist ein Geschworenenprozess. Vorsitz und Beisitz sind diesem Journal noch nicht bekannt. Das Verbotsgesetz sieht eine Haft bis zu 20 Jahren vor.

Thematisch Ähnliches:

An Hitlers 120. Geburtstag beginnt Schwurprozess gegen Revisionisten Gerd Honsik (3. April 2009)

Eva Hoffmann tot -Helfende Hand von Gerd Honsik (24. März 2009)

Fünf Autoren in Justizanstalten verboten – darunter Andreas Mölzer (25. Mai 2008)

Gottfried Küssel sechs Waffen abgenommen (16. Februar 2005)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Serivce)

Unterösterreich

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 18. April 2009

(Wien, im April 2009) Das Buch „Unterösterreich“ ist erschienen. Der freie Journalist Günther Zäuner hat es geschrieben. Die Aufregung ist Wien darüber ist groß, geht man von Anrufen bei diesem Journal aus. Die Reaktionen aus Unterösterreich reichen von „Autor umhacken“ bis „Autor klagen, dass er nicht mehr aufsteht“. B&G ist neutral.

Autor umhacken

Der Herausgeber hat das Buch noch nicht. Angeblich stammen Teile daraus von „Blaulicht und Graulicht“ (vor allem von der Vorgängerseite „Blaulicht und Graulicht – gerichtlive“). Das ist gut. Jedenfalls: Heute blätterte der Herausgeber in der Wiener Buchhandlung Schottentor darin und sah eine Fußnote, die wörtlich so lautet: http://diegalerie.wordpress.com/category/rotlicht/.

Das ist sehr gut. Die Fußnote bezieht sich also nicht auf einen Einzelartikel, sondern auf einen ganzen dynamischen, fortlaufenden Thread! Das ist mehr Lob als man erwarten kann. Heißt auch: Unterösterreich lebt, der Thread in Progress „Rotlicht“ auf B&G lebt. Doch in Wien tanzt der Bär in Unterösterreich. Die eingehenden Anrufe sind nicht wiederzugeben und bleiben daher: geheim. Schickt der Verlag von sich aus das Buch, wird kritisch gewürdigt.

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Weiterlesen im weiteren dynamischen We-are-all-History-Ressort dieser Seite: http://diegalerie.wordpress.com/category/das-war/

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Polizeinachschau bei Wolfgang Prinz

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 23. März 2009
Superkleber in Autoschloss. (Foto: diegalerie)

Superkleber in Autoschloss. (Foto: diegalerie)

(Wien, im März 2009) Am Samstag, 21. März 2009 fand eine Polizeinachschau an der Privatwohnung des AWD-Managers Wolfgang Prinz statt. Anlaß ist eine Strafanzeige mit der möglichen Verdachtslage einer Sachbeschädigung.

Am 21. März 2009 waren die beiden Türschlösser des Autos der Wiener Anwältin Astrid Wagner, das in der Himmelpfortgasse in der Wiener Innenstadt abgestellt war, im Tatzeitraum 18 Uhr und 20 Uhr mit Superkleber verpickt worden. Für Wolfgang Prinz gilt die Unschuldsvermutung.

Laufende Klage möglicher Auslöser

Hintergrund könnte ein privater Konflikt sein: Die Anwältin war von 2004 bis 2007 mit dem AWD-Geldmanager liiert und stellte ihm erst kürzlich eine Klage mit 15.000 Euro zu. Es handelt sich um eine Rückforderung eines Privatdarlehens. Inklusive Anwaltskosten machte die Rechnung nun einmal schlanke 17.000 Euro aus.

Klage gegen Exfreund und Superkleber im Türschloß. (Foto: Redaktion)

Klage gegen Exfreund und Superkleber im Türschloß. (Foto: B&G)

Die Polizei des Wachzimmers Brandstätte (Wien 1) hielt am Samstag 21. März 2009 um 22 Uhr in der Himmelpfortgasse 14, an Tür 15 Nachschau, wo der AWD-Keiler Wolfgang Prinz in der 2.000 Euro teuren Innenstadt-Wohnung im fünften Stock mit Balkon seit 2004 residiert. Er öffnete jedoch die Tür nicht. Die Polizei musste wieder abziehen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Philipp Konzett besuchte Otto Mühl in Portugal

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 18. März 2009
Nach dem mühsamen und zähen Fritzl-Prozess Tag zwei, besuchte der Herausgeber um 19 Uhr andere Freunde: Einen unbekannten Künstler (links), Adam Wiener, den Bruder von Sarah Wiener und Sohn des Oswald Wiener (Mitte) sowie eine große Ansage im Kunstmarkt, Christian Eisenberger (rechts), der sein neues Buch vorstellte. (Foto: Marcus J. Oswald)

Nach dem mühsamen und zähen Fritzl-Prozess Tag Zwei, besuchte der Herausgeber um 19 Uhr andere Freunde: Ein unbekannter Künstler (links), Adam Wiener, Bruder der Sarah Wiener und Sohn des Oswald Wiener (Mitte) sowie eine große Ansage im Kunstmarkt, Christian Eisenberger (rechts), der sein neues Buch vorstellte.
(Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im März 2009) Nach einem langen Tag beim Fritzl-Prozess (Tag 2) in Sankt Pölten, bei dem einige Dinge geschahen, die noch – chronologisch korrekt – zu berichten sind, ging es am Abend zu einer Buchpräsentation von Christian Eisenberger. Multitalent Eisenberger ist eine der ganz großen künstlerischen Hoffnungen in Österreich.

Der Fritzl-Prozess in Sankt Pölten zehrt an Nerven und Energie. Daher braucht man Abwechslung. Marcus J. Oswald im Gespräch mit dem Otto Mühl Galeristen Philipp Konzett im kleinen Rahmen (10 Leute) in der Wiener Kunsthalle am Karlsplatz (20 Uhr 57, 17.März 2009)

Der Fritzl-Prozess in Sankt Pölten zehrt an Nerven und Energie. Daher braucht man Abwechslung. Marcus J. Oswald im Gespräch mit dem Otto Mühl-Galeristen Philipp Konzett im kleinen Rahmen (7 Leute) in der Wiener Kunsthalle am Karlsplatz (20 Uhr 57, 17. März 2009)

In der Kunsthalle Wien traf der Herausgeber dieses Journals Philipp Konzett. Konzett kam am Abend gerade aus Portugal, wo er Otto Mühl besucht hatte. Konzett ist der Europaverantwortliche für den Kunstvertrieb der Werke Otto Mühls. Mühl geht es gut, sagt Konzett. Er ist 83 Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Seine Kommune hat sich personell reduziert. Lebten im „Friedrichhof“ im Burgenland noch 650 Personen auf Gemeinschaft, sind es derzeit nur 25 Getreue. Mühl leidet an Parkinson, ist aber geistig hellwach. Mühl malt seit zwei Jahren nichts mehr.

Otto Mühl – Ex-Häftling

Am internationalen Kunstmarkt ist Otto Mühl derzeit der wichtigste österreichische Künstler, so sein Händler und Inhaber der Wiener Galerie Konzett. Internationale Größen wie der Amerikaner Julian Schnabel kaufen Otto Mühls Werke, auch Paul Mc Cartney kauft Mühl. Seine Werke finden derzeit vor allem in die USA und Korea Abnehmer.

Die Käufer stört nicht, dass Otto Mühl 1991 zu sieben Jahre Haft wegen Unzucht mit Minderjährigen und Drogenbesitzes verurteilt wurde. Er saß die Haft in der JA Eisenstadt, JA Stein und JA Mittersteig bis zum letzten Tag ab.

Eine ausführliche Zusammenfassung zum Gespräch mit dem Galeristen von Otto Mühl sollte folgen. Oder einmal ein Besuch in der Galerie Konzett in der Spiegelgasse, um das Gespräch aufzufrischen. Denn morgen geht es wieder nach St. Pölten, wo ein anderer Prozess wartet.

Philipp Konzett ist der Galerist von Otto Mühl. Er besuchte ihn in Portugal an seinem Wohnsitz. Konzett besitzt auch die wichtigste Rudolf Schwarzkogler-Sammlung und die größte private Thomas Bernhard-Sammlung Österreichs. Am 17. März 2009 kam es unmittelbar nach seiner Rückkehr zu einem Treffen mit dem Herausgeber dieses Journals. (Foto: Marcus J. Oswald)

Philipp Konzett ist der Kunsthändler von Otto Mühl. Er besitzt auch die wichtigste Rudolf Schwarzkogler-Sammlung und die größte private Thomas Bernhard-Sammlung Österreichs. Er besuchte Mühl an seinem Wohnsitz in Portugal. Unmittelbar nach seiner Rückkehr kam es am 17. März 2009 zu einem Treffen mit dem Herausgeber dieses Journals. (Foto: Marcus J. Oswald)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service) – (18. März 2009, 11 Uhr 34)

Fritzl-Freund Heinrich Schmatz macht Kasse

Veröffentlicht in Dossiers, Josef Fritzl, Short Message Service von marcusjoswald am 5. März 2009
Heinrich Schmatz - Informant und Abräumer in der Fritzl-Sache. Hat am Fall schon mehr verdient als die Fritzl-Anwälte. (Foto: Marcus J. Oswald)

Heinrich Schmatz - Informant und Abräumer in der Fritzl-Sache. Hat am Fall schon mehr verdient als die Fritzl-Anwälte. (Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im März 2009) Der Klosterneuburger Heinrich Schmatz macht derzeit mit dem Fritzl-Thema Kasse. Das vierstündige TV-Interview mit RTL wurde am Mittwoch, 4. März 2009, abgewickelt und bezahlt (4.000 Euro).

Am 5. März 2009 reist Heinrich Schmatz den ganzen Tag mit dem ORF durch Österreich. Gedreht wird in Klosterneuburg in seiner Wohnung, in Böheimkirchen in seiner ehemaligen Firma (Naturhanfproduktion), anschließend in Waldhausen im Mühlviertel, in oder vor der Psychiatrie Mauer-Öhling und vor der JA St. Pölten.

Fritzl-Freund

Schmatz hat vor, heute wieder jenen Mann zu besuchen, den er als seinen Freund bezeichnet. Mit ihm will er Geschäftliches besprechen. Schmatz hat einige kreative Ideen. Gespräche mit ihm haben aber ihren Preis.

Das ergab ein Gespräch zwischen Heinrich Schmatz und dem Herausgeber dieses Journals am 4. März 2009 zwischen 20 Uhr 30 und 23 Uhr 15 in einem Caféhaus im 9. Wiener Bezirk.

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Wichtiger Nachtrag (6. März 2009): Heinrich Schmatz legt Wert auf die Feststellung, dass er nicht der „Fritzl-Freund“ ist. Er bezeichne sich lieber als Fritzl-Angehörigenfreund. Dieser feinen Unterscheidung wird hiermit Rechnung getragen.

Festzustellen ist auch, dass ein zweiter Besuch im Gefängnis bei Josef Fritzl am 5. März 2009 nicht zustande kam, da die Richterin Andrea Humer eine Absage erteilte.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Heute beitragsfreier Tag

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 7. Februar 2009

(Wien, am 7. Februar 2009) Heute ist beitragsfreier Tag, da der Herausgeber um 9 Uhr nach Krems (NÖ) reist, um Fritz Olejak in der JA Stein zu besuchen. Dieser weiß noch nichts von seinem Glück. Doch die Kolumne droht einzuschlafen, wogegen man was unternehmen muss. Es braucht neue Anstöße. Sie wird ein neues Logo bekommen und eine neue Form. Die bisherige Lösung war nur für „Google“ gut, aber nicht für den Seitenleser.

Danach wird dem Karikaturmuseum in Krems und einem Wirtshaus ein Besuch abgestattet, damit auch das Kulinarische nicht zu kurz kommt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

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Kavaliersdelikt Exhibitionismus: Polizei am Alsergrund ermittelt (in Zivil)

Veröffentlicht in Aktuelle Fahndung, Short Message Service von marcusjoswald am 16. Januar 2009
In der Rossau geht ein Exhibitionist um. Es wird gesagt, er hätte eine dunkle Hautfarbe.

In der Rossau geht ein Exhibitionist um. Es wird gesagt, er habe dunkle Hautfarbe. Die Polizei ermittelt heute in Zivil. (Symbolbild)

(Wien, am 16. Jänner 2009) Die Polizei am Wiener Alsergrund geht derzeit in der Rossau früh „auf Streife“. Jedoch nicht, weil alle Beamten einen Hund haben, den sie ausführen müssen.

Der Kavalier

Die Wiener Polizei sucht derzeit einen „Exhibitionisten“. Dieser ginge in den Bereichen Seegasse, Rögergasse und Glasergasse um und zeige ausschließlich Frauen, die zur Morgenstund ihren Hund ausführen, sein bestes Stück. Zielpersonen sind also: Alleingehende Frauen mit Hund. Das ist ungewöhnlich. Umgekehrt muss man sich in den Kopf eines wirklichen Exhibitionisten versetzen: Welche Art von Frauen gehen in der Dunkelheit des Morgens spazieren? Frauen mit Hund. Die Auswahl dürfte nicht psychologisch zu deuten sein, sondern der normativen Kraft des Faktischen, also einer Logik der Zweckmäßigkeit unterliegen.

Die Zivilfahndung

Heute morgen haben sich wieder einige Polizisten in Zivil in der Glasergasse eingefunden. Eine Zivilpolizistin ging
ab 6 Uhr morgens mit einem Hund demonstrativ auf und ab, in der Nähe waren jedoch drei Beamte in ziviler Winterkleidung als Passanten getarnt, um das Geschehen zu beobachten. Um 7 Uhr war es in der Glasergasse stockdunkel wie immer, aber es war kein Exhibitionist zu finden. Um 7 Uhr 15 betraten die Beamten die Trafik Tremmel, um die Sachlage zu deponieren. Man möge weiter Ausschau halten.

Die Enge

Es dürfte eng werden. Der Herausgeber sah sich die Zivilfahnder kurz an und man merkt ihnen nicht an, dass sie Zivilfahnder sind. Sie sind nicht von Arbeitern zu unterscheiden, die frühmorgens zur Arbeit gehen. Wenn der Kavalier wieder umgeht, könnte die Kavallerie ganz in der Nähe sein und zugreifen. Täterbeschreibung ist unklar: Dunkle Hautfarbe soll er haben, heißt es. Nähere Auskünfte im Wachzimmer Julius Tandler Platz.

Marcus J. Oswald (Ressort: Aktuelle Fahnung, Short Message Service)

26 Autoreifen aufgestochen

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 5. Januar 2009
Oswald)

Im neuen Jahr mussten am Wiener Alsergrund ein Duzend Fahrzeuglenker auf das Fahrrad umsteigen. (Foto: Marcus J. Oswald)

(Wien, im Jänner 2009) Wie erst jetzt bekannt wurde, ermittelt die Polizei am Alsergrund zu Vandalismus.

Am 30. Dezember 2008 wurden nächtens in den Straßen Schulz-Strassnitzki Gasse (ausgehend vom Café Timi), Rotenlöwengasse und Glasergasse vor bis zur Ecke Porzellangasse in einem Zug 26 Autoreifen aufgestochen. An manchem Auto sogar zwei Reifen. Der Sachschaden übersteigt einige tausend Euro.

Pech im alten Jahr

Helmut Ganz räumt.

Helmut Ganz räumt.

Besonderes Pech im alten Jahr hatte der bekannte Altwarenhändler Helmut Ganz. Er parkte sein Auto in der Schulz-Strassnitzki Gasse unter Bäumen (wo er sonst nie parkt), um es zu Sylvester vor Feuerwerken zu schützen. Genau in dieser Straße begann einen Tag vor Sylvester der Vandalenakt!

Die Polizei bittet um Hinweise im Wachzimmer Julius Tandler Platz (im Franzl-Bahnhof). Sachdienliches kann auch beim lokal zuständigen Trafikanten Erich Tremmel in der Glasergasse 18 deponiert werden.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Kindesweglegung in St. Pölten – Identität noch unklar

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 14. Dezember 2008
LKH St. Pölten, APA)

Dieses sprachlose Kind wurde am Freitag im Landeskrankenhaus St. Pölten von Eltern stehen gelassen. (Foto: LKH St. Pölten, APA)

(Wien, im Dezember 2008) Üblicherweise werden nach Weihnachten Tiere „ausgesetzt“. In St. Pölten wurde am Freitag, 12. Dezember 2008 ein vierjähriges Kind „ausgesetzt“. Nach aktuellem Stand der Lage ließen es Schutzbefohlene im Haus „M“ des Landesklinikums im Kinderwagen stehen und gingen weg. Dort fiel es heraus und wurde am Freitag um 16 Uhr 45 von Krankenhausbesuchern am Boden liegend gefunden. Am 14. Dezember 2008 gab die Polizei via „Austria Presse Agentur“ bekannt, dass es sich um „vorsätzliche Kindesweglegung“ handeln muss.

Das Kind ist vier Jahre alt und asiatischer Herkunft. Es hat Defizite. So kann es nicht sprechen und nicht stehen. Medizinische Untersuchungen ergaben, dass man von einer geistigen und körperlichen Behinderung ausgehen muss.

Drei Pullover, zwei selbst gestrickt

Der Bub wird so beschrieben: 100 cm groß, stämmiger Wuchs, dunkles, kurzes Haar und einen auffallend flachen Hinterkopf. Er trug eine silberne Halskette sowie am rechten und am linken Handgelenk je einen silbernen, aus Draht gefertigten Armreifen. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke sowie drei dicken Pullovern, davon zwei selbstgestrickt, blauen Jeans und roten Turnschuhen. Die Unterwäsche bestand aus einer langen, weißen Unterhose und einem orangen, langärmeligen Leibchen.

Die Bekleidungsstücke dürften den Etiketten zufolge asiatischer Herkunft sein.

Zur Identität ist nichts bekannt. Der Kriminaldienst des SPK St. Pölten, Tel. 059133/353333, ersucht um Hinweise.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Geschädigte der Finanzkrise – Erste Impression

Veröffentlicht in Short Message Service, Wirtschaft von marcusjoswald am 12. Dezember 2008
Marcus J. Oswald für Blaulicht und Graulicht)

Geldvernichtung in der Finanzkrise 2008. Man könnte sich vorstellen, dass der Mann am Bild ein Geschädigter ist. Nachsatz: Der 20-Euro-Schein wurde nur für das Foto zerschnitten, danach wieder zusammengeklebt. (Foto: Marcus J. Oswald für Blaulicht und Graulicht)

(Wien, im Dezember 2008) Weihnachtlicher Kaufrausch überall, der vergisst, dass tausende Personen ihr Geld an Finanzmärkten verloren haben. Im Bild ein Geschädigter, der 93.000 Euro durch gewissenlose „Broker“ in der Schweiz zur Gänze (99,71%) verloren hat. Sein Verfahren am Handelsgericht Wien als Kläger hatte bereits fünf Tagsatzungen. Blaulicht und Graulicht beginnt nun eine ausführliche Berichterstattung und Recherche zu seinem Fall. Das wird eine Weile Zeit, eine Portion Kraft und viel Ausdauer in Anspruch nehmen. Wir setzen auf „weltweite Verbreitung“ durch das Internet.

Party ist für manche zu Ende

Am langen Ende der Berichterstattung, das sei versprochen, ist das Wien-Büro der Schweizer Firma geschlossen und der Geschädigte voll entschädigt. Mit 93.000 plus Zinsen, also mit rund 120.000 Euro. Ohne Wenn und Aber. Aggressiver Finanzkrieg fordert aggressiven publizistischen Krieg. Vor allem dann, wenn ein Wiener Anwalt Geheimverhandlungen endlos prolongieren und österreichische Geschädigte papierln will. Der Krieg ist eröffnet.

Archiv Oswald)

Der Schweizer Broker finanzierte sich mit dem Geld des Mannes aus Ybbsitz dieses Auto: Ferrari Modena 360. (Foto: Archiv Oswald)

Weitere Hintergründe:

Eiger AG – Methoden im Schweizer Finanzbusiness (29. Jänner 2009)
Übermäßiges Churning an Eiger Nordwand (25. März 2009 – Beitrag noch unvollständig!)
Stefan Caveltis Eiger Commodity Warengeschäftsvermittlungs GmbH in Konkurs (Beitrag in Arbeit!)
Stefan Caveltis Commtrend GmbH in Konkurs (13. August 2009)
Die Zeugenaussage des Michael Porco am Handelsgericht Wien (19. Oktober 2009)
Der Fall O. aus Salzburg – Prinzip Eiger – 20.000 Dollar Kommissionen bei 27.000 Euro Einsatz (12. September 2009)
Staatsanwaltschaft Zürich stellt Anzeige gegen Eiger AG ein (12. Dezember 2009)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service, Wirtschaft)

Wahl Wort des Jahres 2008

Veröffentlicht in Datenbanken Allgemein, Fakten, Short Message Service von marcusjoswald am 7. Dezember 2008
Forschungsstelle Österreichisches Deutsch - Karl Franzensuniversität Graz

Forschungsstelle Österreichisches Deutsch
Karl Franzens Universität Graz

(Wien/Graz, im Dezember 2008) Auch heuer gibt es wieder das österreichische Wort und Unwort des Jahres. Die Wahl wird durch das Universität Graz rund um Assistenz-Professor Rudolf Muhr organisiert. Seit 1999 kürt eine Jury das „Wort des Jahres“, das „Unwort des Jahres“ sowie ein „Ausspruch des Jahres“. Ab 2006 ergänzte man um den „Unspruch des Jahres“.

Bisher 3.000 Wörter eingetroffen

Auch dieses Jahr werden wieder bis 8. Dezember 2008 via Internet Wörter angenommen. Das Verfahren läuft bereits seit September. Dazu machte sich die Arbeitsgruppe in der APA-Datenbank in über 50 Medien auf die Suche nach zugkräftigen Wörtern. In Zwischenverfahren wurde eine „engere Wahl“ erzeugt. Neuwörter werden bis zuletzt angenommen. Vielfach sind es situative Neologismen, die nur in einer bestimmten Zeit zutreffen.

Am 13. Dezember 2008 will die Jury die Ergebnisse der Wörter und Sätze des Jahre 2008 in einer Aussendung bekannt geben. Informationen auf – Das Österreichische Wort des Jahres.

Basisseite für Sprachforschung (Internetportal Österreichisches Deutsch – Sprachen in Österreich – Deutsch als plurizentrische Sprache – Plurizentrische Sprachen weltweit): Einstiegsseite zum Thema plurizentrische Sprachen.

Was ist 2008 im Rennen?

2008 machen vermutlich diese attraktiven Wörter das Rennen. Engere Wahl bei den „Wörtern des Jahres“: „Ameisenrunde“, „Casinokapitalismus“, „Ego-Googeln“, „Europhorie“, „Fremdschämen“, „Krocha“, „Lebensmensch“, „Stammhirnwähler“, „Teflonpolitiker“, „Wachtleierkoalition“.

Engere Wahl bei den „Unwörtern des Jahres“: „Asylanten-Sonderanstalt“, „Ausgrenzungsfetischismus“, „Bankster“, „Gewinnwarnung“, „Heimatpartei“, „Kulturdelikt“, „Migrationshintergrund“, „nachhaltig“, „situationselastisch“, „Vorratsdatenspeicherung“.

Einsendeschluss morgen

B&G meint, man sollte mitmachen. Wenn nicht heuer, weil es knapp wird, dann nächstes Jahr wieder im September. Der Herausgeber sendete auch etwas aus. Seine Vorschläge: „Patientenquittung“ (Wort des Jahres), „Genderwahn“ (Unwort des Jahres), „Das BZÖ ist die größte Auferstehung seit Lazarus.“ (Ausspruch des Jahres), „Ich bin zum Vergewaltigen geboren“ (Josef Fritzl, Unspruch des Jahres).

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Kurzer Rückblick: Unworte des Jahres 2007 – plus Jurybegründungen

Rang 1 – Komasaufen

Dieses Wort wird dadurch zum Unwort des Jahres, da es eine negative gesellschaftliche und soziale Entwicklung stark skandalisiert und zu einem individuellen Problem desorientierter und schlecht betreuter junger Menschen macht. Es schiebt den Opfern dieser negativen Entwicklungen die Verantwortung zu und trägt dadurch zu deren Stigmatisierung bei, ohne dass die tieferen sozialen Gründe für dieses Verhalten auch nur angesprochen oder gelöst werden.

Rang 2 – gendern

Dieses Lehnwort aus dem Englischen steht ursprünglich für Maßnahmen, die die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft fördern und Diskriminierungen abbauen sollen. Zum Unwort wird es nicht durch die Sache, sondern allein durch die gegenwärtige Praxis von Firmen, Institutionen und Behörden, die die Gleichberechtigung von Frauen vielfach auf sprachliche Maßnahmen reduzieren und damit zu einer reinen Alibihandlung machen. Der Begriff und damit verbundene Maßnahmen ändern in der gegenwärtigen Praxis allerdings nichts an der deutlich geringeren Bezahlung oder an den schlechteren Aufstiegschancen für Frauen. Eine an sich gute Sache, die auf die Gleichstellung von Mann und Frau abzielte, wird so aufgrund der Praxis in ihr Gegenteil verkehrt, gleichzeitig aber der Anschein von Gleichberechtigung erweckt.

Rang 3 – Kindergeldsünder

Dieses sehr österreichische Wort macht KindergeldbezieherInnen, welche die Höchstverdienstgrenze überschritten haben, zu Sündern, obwohl sie in gutem Glauben gehandelt haben. Tatsächlich haben sie lediglich den Aussagen eines Ministers der früheren Regierung geglaubt, dass die Höchstverdienstgrenzen nicht kontrolliert und damit nicht gelten würden. Dass der Minister damit öffentlich zum Gesetzesbruch aufgerufen hat, blieb ohne Folgen für ihn, nicht aber für die KindergeldbezieherInnen ab dem Zeitpunkt als die Nachfolgerin des Ministers die gesetzlichen Bestimmungen überprüfen ließ. Zum Unwort wird dieses Wort daher durch die politischen Umstände, die viele Kindergeldbeziehende zu Gesetzesbrechern („Sündern“) werden ließen.

(Quelle: Jury Wort und Unwort des Jahres 2007 http://www-oedt.kfunigraz.ac.at/oewort/2007/index2007.htm)

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NACHTRAG, 16. Dezember 2008: Das Wort des Jahres 2008 wurde: Lebensmensch.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Lesestoff

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 23. November 2008
Wichtiger Lesestoff in der Mitte

Wichtiger Lesestoff in der Mitte

Robert Heindl: 1

Erlebnisunternehmer als Medienmacher – www.erstaunlich.at

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 8. November 2008
Neue Webseite - erstaunlich

Neue Webseite - erstaunlich

(Wien, im November 2008) Ein bekannter Wiener Erlebnisunternehmer ging unter die Medienmacher und will nun mit einer eigenen Webseite auf ironische, aber sozialkritische Weise Missstände aufzeigen. Die Seite ist seit fünf Tagen online. Kernthemen sind: Moral und Doppelmoral.

Die Seite www.erstaunlich.at ist noch klein, aber der Ehrgeiz, teilt er telefonisch mit, ist groß. In einem Treffen nächsten Dienstag wird dieses Journal prüfen, welche Katzen er in nächster Zeit aus dem Sack lassen will.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

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Wendelin Schmidt-Dengler begraben

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 19. September 2008
Der Wiener Literaturwissenschafter Wendelin Schmidt-Dengler wurde begraben. Rund 500 Gäste gaben letztes Geleit.

Der Wiener Literaturwissenschafter Wendelin Schmidt-Dengler wurde begraben. Rund 500 Gäste gaben letztes Geleit.

(Wien, im September 2008) Am 18. September 2008 wurde Wendelin Schmidt-Dengler begraben.
Er erlag am 7. September 2008 einer Lungenembolie. Das Begräbnis begann um 14 Uhr und dauerte so
lange wie seine legendären Dienstag-13-Uhr-Vorlesungen im Auditorium Maximum der Universität Wien – zwei Stunden. Rund 500 Gäste oder mehr versammelten sich in der großen Aufbahrungshalle 2 am
Wiener Zentralfriedhof. Die Stimmung war sehr gedrückt.

Leider fanden nicht alle Platz in der Halle. Gegen 14 Uhr 30, während der Ansprachen, fiel eine Frau im Saal um.
Die Rettung wurde gerufen. Bald wurde Entwarnung gegeben, die Frau ist wohlauf. Die Rettung wurde noch einmal angerufen. Sie konnte umkehren.

Der Kulturstadtrat DDr. Andreas Mailath-Pokorny von der Wiener MA 7 (Wissenschaft und Kunst) spendete einen Kranz, ebenso von Bundesseite die Kulturministerin Dr. Claudia Schmied. Auf den Banderolen stand zu lesen, dass er ein großer Gelehrter war. Er war Träger der Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien (2002), wurde zum „Wissenschafter des Jahres“ gewählt (2007).

Wiener Prominenz des Geisteslebens

Man kann nicht alle aufzählen, die anwesend waren. Schriftsteller Christoph Ransmayr war darunter, braungebrannt, Suhrkamp-Autorin Elfriede Mayröcker in Pechschwarz. Ulf Birbaumer, langjähriger Wegbegleiter von Peter Turrini und Herausgeber der Werkausgabe, Christian Ide Hintze von der „Schule
für Dichtung“, Kurt Neumann von der „Alten Schmiede“, wo Schmidt-Dengler viele Abende mit Studenten
und Literaten gestaltete. Vertreter der Autorenvereinigungen „G.A.V“ und „P.E.N“, Gerhard Ruiss vom „Literaturhaus Wien“, die Mitarbeiter des von ihm mit hoch spezialisierten Fachkräften aufgebauten „Österreichischen Literaturachiv in der Nationalbibliothek“, aber auch Journalisten wie der Sportautor des „Standard“ Johann Skocek erwiesen die letzte Ehre. Viele Wiener Verlegergrößen von den Buchverlagen kamen zusammen (gesehen wurde Herbert Ohrlinger von Zsolnay), aber auch solche von den Kleinpressen, viele Professoren der Human- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien (aber auch der konservative Nationalökonom Erich Streissler an vorderster Front des Geleits), dazu Vertreter der „Akademie der Wissenschaften“, Schriftstellerinnen und Schriftsteller (Doron Rabinovici), die von Schmidt-Dengler Jahre
lang gefördert wurden, und dazu, was dem Mann, der sich immer für gut ausgebildete Deutschpädagogen an den Mittelschulen einsetzte, sicher wichtig war, viele frühere und künftige Studenten der Literatur, die mit dem überraschenden Ableben ihren ehemaligen Doktorvater oder geistreichen Impulsgeber verloren haben.
Viele hielten eine rote oder gelbe Rose in der Hand.

Privatbegräbnis

Die Familie Schmidt-Dengler wünschte ausdrücklich, dass keine Fotos gemacht werden. Daher ist es auch so.
Es gibt keine Fotos vom Begräbnis, das im privaten, aber sehr großen Rahmen stattfand.

Kein Ehrengrab

Schmidt-Dengler, der der Idee der aufgeklärten Sozialdemokratie näher stand als dem Katholizismus, wünschte keine Sonderbehandlung oder ein Ehrengrab. Er war schlau und hat gewußt, warum. Es ist kein Vergnügen, mit mediokren Größen wie Showstars, Fußballkickern, Kabarettisten und Soapregisseuren ein Leben lang eine „Ehrenwiese“ am Zentralfriedhof zu teilen. Schade ist es trotzdem, weil es die Wiese neben Falco, Ocwirk, Sokol, Orthofer und Antel aufgewertet hätte.

Mann des Volkes

Wendelin Schmidt-Dengler hatte eine Lehrerlaubnis in Stanford. Ob es so viele Leute gibt, die das Werk Franz Grillparzers und Ernst Jandls während eines Vortrags auswendig vortragen können, ist ungewiß. Trotzdem kein Ehrengrab, weil er es so wollte.

Der Familienmensch sah sich als Mann des Volkes und verzichtete auf Extrawürste. Er liegt im einfachen Familiengrab in der Gruppe 62 b, wo schon Verwandte vor ihm beerdigt wurden.

Auch dort kam es am offenen Grab zu einem Zwischenfall. Als Elfriede Mayröcker kurz vor dem Grab stand,
fiel sie plötzlich um und stürzte der Länge nach auf ein Nebengrab. Sofort eilten fünf Helfer zur Seite, um
diese Situation zu bereinigen.

Schmidt-Dengler-Literaturpreis ist Verpflichtung

Ansonsten: Das Wetter hielt. Es war ein strahlend schöner Tag. Denn Thomas Bernhard beschwor, dass der „Auslöschung“ immer ein „Neuanfang“ folgt.

Es wird ein Wissenschafter-Preis oder ein Buchkritiker-Preis von der Stadt Wien oder der Bundesregierung
ins Leben zu rufen sein, der diesem großen Mann ein bleibendes wie lebendiges Vermächtnis schafft.
Sponsoren dafür zu finden, wird nicht allzu schwer sein.

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Wendelin Schmidt-Dengler auf Wikipedia

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Wendelin Schmidt-Dengler tot (1942-2008)

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 9. September 2008
Maximal belesen: Wendelin Schmidt-Dengler

Maximal belesen: Wendelin Schmidt-Dengler

(Wien, im September 2008) Wie bekannt wurde, starb am Sonntag der Wiener Germanist und Literaturwissenschafter Prof. Dr. Wendelin Schmidt-Dengler im Alter von 66 Jahren an einer Lungenembolie.

Wendelin Schmidt-Denlger, der in der Gersthoferstraße in Wien-Währing wohnte und arbeitete, ist der einzige Grund, warum der Herausgeber dieses Journals vor 20 Jahren nach Wien zog. (Davor hörte er ihn nur im Radio.)
Er leitete das größte Germanistik-Institut im deutschen Sprachraum (Uni Wien), gründete und leitete später das Österreichische Literaturarchiv in der Wiener Hofburg. Dass ihm dieser Mann einmal in seiner Bildungsarroganz während einer Prüfung zu Literaturtheorie nahelegte, das Studium bleiben zu lassen, sei in dieser Stunde verziehen. De mortuis nil nisi bene. Über Tote spricht man nur Gutes.

Liberaler „Literatur-Papst“

In guter Erinnerung bleibt eine Exkursion der Österreichischen Germanistikgesellschaft (1996) nach Gmunden, wo der Herausgeber, im Bus neben ihm sitzend, das Lästern über die kleinkrämerische Qualität der „Salzkammergut Zeitung“ unerträglich fand. An den Stätten Thomas Bernhards, unten am Westufer des Traunsees, dicht am Wasser blühte er an seinem Geburtstag aber wieder auf und hielt eine herrlich spontane Rede zum österreichischen Dichter.

Dieses Journal trauert mit seiner erwachsenen Tochter und Ehefrau und verneigt sich vor einem großen wie umfassend gebildeten Gelehrten, Pädagogen und großen Förderer des österreichischen Literaturnachwuchses.

Traueranzeige - Der Standard - Wien - 13./14.09.08, S. 47

Traueranzeige - Der Standard - Wien - 13./14.09.08, S. 47

Traueranzeige - Die Presse - Wien - 13./14.09.08, S. 8

Traueranzeige - Die Presse - Wien - 13./14.09.08, S. 8

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

OStA Wien – Tierfreunde sollen enthaftet werden

Veröffentlicht in Justizanstalten, Short Message Service von marcusjoswald am 2. September 2008

(Wien, am 2. September 2008) Laut Meinung der Oberstaatsanwaltschaft Wien (OStA) sollen die neun inhaftierten Tierfreunde vom Verein VGT (Verein gegen Tierfabriken) umgehend enthaftet werden.

Das ergab eine Sitzung hinter verschlossenen Türen zwischen den verfahrensführenden Staatsanwälten der Anklagebehörde Wiener Neustadt und der OStA Wien. Die Enthaftung der Tierfreunde, die seit 106 Tagen wegen diverser Sachbeschädigungen inhaftiert sind, soll unmittelbar bevorstehen.

Haftgründe nicht ausreichend

Die Haftgründe dürfen nicht überstrapaziert werden, mahnt die Oberstaatsanwaltschaft Wien ein. Der Haftgrund „Verdunkelungsgefahr“ ist in Österreich auf zwei Monate begrenzt und wurde überschritten. Die „Tatbegehungsgefahr“ (Verstoß gegen das gleiche Rechtsgut) bestehe zwar noch immer, doch müsse die U-Haft im Verhältnis zur erwartenden Strafe stehen. Die meisten der Aktivisten sind unbescholten.

Der Vorwurf der „kriminellen Vereinigung“ (§ 278a StGB) dürfte sich pulverisiert haben. Denn die OStA würde seinen Staatsanwälten nicht Enthaftungsanträge nahelegen, würde dieser große Vorwurf halten.

Aktivisten auf Schild

Indessen wurde der Vorstand und Kopf des VGT, DDr. Martin Balluch, von der Parlamentspartei „Die Grünen“ auf einen Listenplatz für die Nationalratswahlen am 28. September 2008 gesetzt. Bliebe er bis zur nächsten Haftprüfung in der ersten Oktober-Woche 2008 in U-Haft, wäre er politgeschichtlich der erste Kandidat einer Bundesliste, der während der Wahl im Gefängnis sitzt.

Die Wiener „Grünen“ wiederum haben eine weibliche Tierfreundin vom Verein gegen Tierfabriken auf die Landesliste gesetzt. Die 30-jährige Sabine Koch, bekannt für ihre Proteste gegen „Kleider Bauer“ und Pelztierfarmen, wird auf der Wiener Liste auf Platz 17 um Stimmvieh werben.

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Nachtrag: Am Nachmittag des 2. September 2008 wurden alle neun Tierfreunde aus der Haft entlassen.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

EhRe will auch zur Wahl 2008

Veröffentlicht in Familienrecht, Männerpolitik, Short Message Service, Väterrechte von marcusjoswald am 16. August 2008
Elite Humanes Recht EhRe

Elite Humanes Recht EhRe

(Wien, im August 2008) Splitter- und Protestgruppen sind der Schnittlauch auf jeder politischen Wahl.
Sie bringen wenig Stimmen zusammen, zeigen aber Engagement, das über die Wahlen hinausgeht.

In Wien will eine Gruppe namens EhRe – Abkürzung für „Elite Humanes Recht“ – um Zustimmung werben.
Das gab die Gruppe, ein Netzwerk aus justizpolitischen Aktivisten, am 3. August 2008 bekannt.

Netzwerker und Protestgruppe

Teile des Netzwerks sind im rechtspolitischen und justizkritischen Geschehen seit Jahren aktiv verankert.
Teile waren in der Anti-EU-Plattform „rettet-österreich“ tätig. Andere sind in der österreichischen „Väterrechtsbewegung“ tägig. Einige unterstützten monatelang den Parlamentarier Karl-Heinz Klement aktiv in seiner politischen Arbeit – bis der dieser Tage von seinem Obmann H.C. Strache überraschend geschasst wurde.

Wahlantritt Bundesland Wien geplant

Die Gruppe will im Bundesland Wien antreten und hat Unterstützungspapiere aufgelegt. Man will Unterschriften sammeln. Auch ein Spendenkonto existiert.

Man vertritt gesellschaftliche Positionen, die das Familienbild im Mittelpunkt haben. Man fordert in diesem Zusammenhang eine „saubere Justiz“ und eine Verankerung der „UN-Kinderrechte in der Verfassung“. Daneben will man die Etablierung eines „Justizanwalts ohne Partei- oder aktive Justizvergangenheit“. Die gesellschaftspolitische Arbeit soll sich aber auch auf die bundesweite Errichtung von Männerhäusern und in der familienrechtlichen Tagesarbeit auf von Männern geführte Besuchscafés erstrecken.

Erreichbar via Wikipedia oder HumanesRecht

Auf der Webseite www.humanesrecht.com steht ein Motto: „Intelligenz ist die Fähigkeit Informationen zu empfangen, zu entschlüsseln und brauchbar weiter zu vermitteln. Dummheit bedeutet, diesen Prozess an einer beliebigen Stelle zu unterbrechen.“

Auf der Webseite ist das Programm in aller Kürze dargestellt. Vorranging will man sich um „die Justiz“ kümmern, die laut Ansicht von EhRe die Großparteien in ihren Programmen nicht ernst nehmen.

Parteifreie Justiz gefordert

Das parteipolitische Besetzen von Höchstrichtern muss laut EhRe ein Ende haben. Außerdem verlangt man mehr Förderungen für männerpolitische Initiativen. So fordert man mehr männliche Kindergärtner. Auch ist ein Besuchscafé in Wien geplant, das ausschließlich von Männern (Sozialarbeiter) geführt ist.
Zudem fordert man ein „Männerhaus“ für Scheidungsväter nach Südtiroler Vorbild.

Die Wegweisungswirtschaft und scheinheilige Opferschutzindustrie durch die mit ihren kriminellen Vorgängen bekannt gewordene Wiener SPÖ-Horngacher-Polizei und die Seilschaften der offiziös agierenden feministischen Wiener SPÖ-Geheimorganisationen wie „Interventionsstelle“ oder „AÖF“ boomt, so EhRe. Und wird mit undeklarierten Subventionen belohnt.

Neu zu gründende Männerhäuser sollen nicht nur ein politisches Gegengewicht zum spezifisch Wiener radikalen Feminismus bilden, sondern auch den Zweck haben, darin aufgefangene Männer, die aus ihrem eigenen Heim „weggewiesen“ werden, rechtstechnisch auf Prozesse vorzubereiten, systematisch um deren Sorgerechte zu kämpfen und mentale sowie sozialarbeiterische Begleitung (Prozessbegleitung) anzubieten.

Politische Justizspezialisten und Väterrechtler

Eine Stoßrichtung von EhRe ist gegen die SPÖ ausgerichtet. Diese Partei unterstützte die Anti-Mann-Kampagne „Verliebt.verlobt.verprügelt“ der Geheimorganisation AÖF (Autonome Österreichische Frauenhäuser rund um Andrea Brem). „Das war der Sündenfall“, so EhRe. Diese Hetz-Kampagne aus dem Jahr 2008 wird in der Programmatik der Kleinpartei herausgehoben und thematisiert, weil sie die Gesinnung der SPÖ-Frauen zeigt.

Eine andere Stoßrichtung ist seit dem Hinauswurf des Karl-Heinz Klement aus der FPÖ auch H.C. Strache.
Diesem wird in „Väterrechtsfragen“ keine Kompetenz mehr zugestanden.

Gegen Scheidungswirtschaft und Profiteure

Ein weiteres gesellschaftspolitisches Thema von EhRe ist, dass die Scheidungswirtschaft boomt. Vor allem in sozialdemokratischen Städten wird der Wert der Familie unterwandert und das Scheiden – aus populistischen Gründen – zu leicht gemacht. Im pädagogischen Sinn verschwindet die Familie, so EhRe. Das schadet Kindern.
Durch radikale Feministen, die Wien nicht nur ärmer machen (kinderärmer), sondern auch Männer durch stetes Anzeigen kriminalisieren, entsteht die boomende Scheidungs- und Justizindustrie, kritisiert EhRe.

SPÖ wirtschaftet Gesellschaft ab

Im Gegensatz wirtschaftete die SPÖ die Stadt Wien ab und erzeugte durch exorbitante Mietpreise und einen Anstieg von leistungsfeindlicher Gesinnung knapp 100.000 orientierungslose Sozialhilfeempfänger (2001: nur 65.000).

Fazit: Wo die Selbstkontrolle und Eigenplanung über die eigene Familie an die sozialdemokratische Parteipolitik delegiert wird, geht die gesamte Kommune bankrott. Das Nebenprodukt „Teuerung“ trifft Scheidungsväter und Scheidungsmütter doppelt hart.

Mittlerweile unterstützen andere Väterrechtsvereine einen möglichen Wahlgang von EhRe.
Es liegt insgesamt an den 2.400 Unterschriften, ob diese Kleinpartei antreten darf.

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Die Unterstützungserklärungen sind via www.humanesrecht.com herunterzuladen.
Die Kleinpartei EhRe ist zuversichtlich, genug Unterstützer zu finden, die unterschreiben.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

Sex and Crime – Fall Mario Feldhaas – 5.5 Jahre Haft bestätigt

Veröffentlicht in Ein Bruch, Gerichtssaal, Justizfälle, Kinderpornografie, Short Message Service von marcusjoswald am 5. August 2008
Ernst Walter Stummer - Foto: Marcus J. Oswald

Ernst Walter Stummer - Foto: Marcus J. Oswald

(Wien, im August 2008) Unter den kritischen Augen seines langjährigen „Komplizen“ für Einbruchssachen, Ernst Walter Stummer, fand am 4. August 2008 die dritte Berufungsverhandlung gegen Mario Feldhaas
am OLG Wien im Justizpalast Statt.

3. Berufungsverhandlung

Der Wiener Feldhaas, 43, der seit Herbst 2007 in U-Haft sitzt und mittlerweile in der JA Stein Quartier bezog, wurde seit Herbst 2007 in drei Einzelverhandlungen nach Vergewaltigung eines Burschen aus dem Karlsplatzmilieu, Besitz von (männlicher) Kinderpornografie und für einen Einbruchsdiebstahl zu mehreren Haftstrafen verurteilt.

16 Jahre alt, Wiener Karlsplatzmilieu, Vergewaltigungsopfer? - Mario Feldhaas bestreitet. (Foto: Archiv) - Mario Feldhaas bestreitet (Foto: Archiv)

16 Jahre alt, Wiener Karlsplatzmilieu, Vergewaltigungsopfer? - Mario Feldhaas bestreitet. (Foto: Archiv)

Zwei Jahre gab es für die „Vergewaltigung“ (wobei der Geschädigte im Prozess den Schweif weit einzog). Ein Jahr für Besitz von (männlicher) KIPO. Diese Strafen wurden vom OLG Wien in früheren Prozessen bestätigt.

Vaillant

Am 4. August 2008 stand zur Debatte, ob Feldhaas einen Einbruchsdiebstahl in ein Vaillant-Unternehmen in der Nussdorferstraße, unweit von seiner Wohnung entfernt, begangen haben soll. Das Erstgericht gab dazu 30 Monate Gefängnis. Sein langjähriger Freund, Ernst Walter Stummer stellte zu diesem Punkt den „Persilschein“ aus und trat mit dem Gericht schriftlich in Kontakt: „Ich kenne Mario Feldhaas sehr gut und weiß, dass er einen Einbruch in einen kleinen Installateurbetrieb daher nicht machen würde.“

Alte Freundschaft

Fakten, warum nicht, blieb auch Stummer schuldig. Auf Grund des getrübten Vorlebens (19 Vorstrafen) blieb seine mehrseitige „Eingabe“ an das Gericht unbeachtlich und wurde als treuer Freundschaftsdienst verstanden, der auf den Sachverhalt keinen Einfluß nimmt. Freilich: Die polizeilichen Ermittlungen im Fall waren schwach. Das Blut am Tatort auf einer Fensterscheibe kann einer der missliebigen Stricherfreunde, mit denen sich Feldhaas notorisch umgeben hat, hingeschmiert haben. Doch tatsächliche Ermittlungen nahm auch Stummer nicht auf. Seine „Zeugenschaft“ (er bot sich als „Zeuge“ an) war eher als Leumundszeugenschaft für Feldhaas zu verstehen, den er einmal – nomen est omen – als „schnellen Einbrecher“ lobte und mit dem er von 1995 bis 2003 die gemeinsame Stiegensteigerrodel geteilt hat.

Keine Milde durch Gericht

Kurz: Der „Fall Feldhaas“, eine Mischung aus Sex and Crime, ist für dieses Mal abgeschlossen. Der Berufungsgang am OLG Wien vom 4. August 2008 unter dem Vorsitz von Richter Herbert Körber (Senat 23, Beisitz: Werner Röggla, Johannes Jilke) blieb kurz. Standardgemäßes Pflichtrepertoire, keine Zuhörer außer der langjährige Weggefährte Ernst Walter Stummer, 70. Pflichtverteidigerin Christa-Maria Scheimpflug fasste in zwei Minuten den Einbruchsdiebstahl in der Nußdorferstraße zusammen und ersuchte um Herabsetzung der Strafe. Doch das Urteil blieb gleich: 30 Monate. Feldhaas, der schon drei Mal im „Mutterhaus“ JA Stein wegen Einbruchsdiebstählen einsaß, wird Anfang 2013 die Freiheit wieder sehen.

Sein treuer Komplize und Freund Stummer ist dann 74 Jahre alt.

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Bezugspunkt:
Mario Feldhaas – Berufungsverfahren am OLG Wien erneuert (14. Mai 2008)

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

302 Jahre Haft für Londoner Blindgänger vom 21. Juli 2005

Veröffentlicht in Short Message Service von marcusjoswald am 16. Juli 2008
Archiv Oswald

Londoner U-Bahn und Wiener U-Bahn nach Hermann Knoflacher. Das vermaschte Netz gibt es nicht nur in London, sondern auch in Paris und Chicako. Das Wiener Ring-Radialen-Netz existiert auch in Newcastle und Moskau. (Quelle: Archiv Oswald)

(Wien, im Juli 2008) Am 7. Juli 2005 gingen in London in drei besetzten U-Bahnzügen und einem Doppeldecker-Bus vier Bomben hoch. Drei der vier Selbstmordtäter im Alter von 18 bis 30 Jahren waren islamistisch motivierte Pakistani, die in England geboren wurden. 56 Menschen kamen ums Leben. 700 wurden schwer verletzt. Die Terroristen rechtfertigten über geistige Führer die Attentate als soldatischen Kampf gegen Großbritannien.

Zweite Anschlagwelle scheiterte

Nur zwei Wochen später, am 21. Juli 2005, sollten erneut Höllenmaschinen in der Londoner Tube explodieren. Diese Serie scheiterte jedoch. Verletzt wurde niemand. Dafür kam nun die Rechnung. Wie das News-Bulletin
(Nr. 922) der Londoner Polizei „Met“ am 14. Juli 2008 bekannt gab, wurde nun der 16. und letzte Täter zu den misslungenen Anschlägen abgeurteilt.

Crime doesn’t pay

In einer der größten „Manhunting“-Aktionen der Geschichte der Londoner Polizei wurden die Hintermänner rasch eingefangen. Titel der Task Force: „Operation Vivace“.

Vor dem Londoner Gericht (2007 und 2008) wollten sich die Zündschnur-Operateure vom 21. Juli 2005 als Scherzbolde darstellen. Doch die Richter verstanden keinen Spaß. Das Führungsquartett der geplanten zweiten Anschlagserie, politisierte Islamisten, erhielt jeweils lebenslange Haft, ihre Fluchthelfer langjährige Strafen.
Insgesamt wurden für die Fehlzündungen vom 21. Juli 2005 an 16 Männer und Frauen 302 Jahre Haft verteilt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)

BAWAG Prozess – Wolfgang Flöttl geht in Rechtsmittel

Veröffentlicht in Justizfälle, Short Message Service, Wirtschaft von marcusjoswald am 8. Juli 2008

(Wien, im Juli 2008) Elf Beschwerdepunkte hat im Schöffenverfahren ein Angeklagter nach österreichischem Verfahrensrecht, um vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) die „Nichtigkeit eines Urteils“ zu begründen. Das weiß auch Herbert Eichenseder, Strafverteidiger von Wolfgang Flöttl.

Nach drei Tagen obligatorischer Bedenkzeit ab Ende des BAWAG-Prozesses meldete der Millionenjongleur Flöttl, der in den USA in die Eisenhower-Familie eingeheiratet ist, „Nichtigkeit“ an, um mit dem Schmalurteil 30 Monate teilbedingt (10 Monate Haft) vor den OGH zu ziehen. Exakt wie es diese Webseite am 4. Juli 2008 vorausgesagt hatte. Da zum Angeklagten Flöttl auch Staatsanwalt Georg Krakow in Nichtigkeit und Strafberufung geht, schafft Flöttl nun ein thematisches Gegengewicht. Flöttl legt zudem – Geld spielt keine Rolle – Berufung vor dem OLG gegen die Strafhöhe und eine Beschwerde gegen die gemeinschaftliche Wertersatzstrafe ein (er soll mit acht anderen Mitangeklagten 68 Mio EUR an die BAWAG zurückzahlen).

Nichtigkeitsbeschwerde vergleicht Verfahrensprotokoll mit Urteil

Herbert Eichenseder hat in seiner über 40-jährigen Berufslaufbahn als Strafrechtsverteidiger am Landesgericht Wien sicher schon 1.000 Mal eine „Nichtigkeitsbeschwerde“ geschrieben. Er wird die BAWAG-“Nichtigkeit“ erst beginnen können, wenn er das schriftliche Urteils durch Senatsvorsitzende Claudia Bandion-Ortner erhalten hat – also in vier bis fünf Monaten. Eine „Nichtigkeit“ ist jedoch keine Geheimwaffe. Sie hat nur ein klärendes Ziel: Gab es verfahrensinterne Fehler, die zum Schuldspruch führten? So ist die Hauptaufgabe der Nichtigkeitsbeschwerde, Zeugenaussagen im mittlerweile 250.000 Seiten dicken Akt in direkten Abgleich mit deren Bewertung und Verwertung im schriftlichen Urteil zu bringen. Dazu muss dem Anwalt einmal das Verfahrensprotokoll komplett vorliegen und zweitens das schriftliche Urteil.

Königsdisziplin

Nichtigkeitsbeschwerden im Schöffenverfahren gehören zum anspruchvollsten Gebiet im österreichischen Strafrecht. Nicht umsonst herrscht im Schöffenverfahren und den Rechtsmittelgängen Anwaltspflicht. Wie oft sie „durchgeht“, darüber liegen diese Webseite keine genauen Daten vor. Man kann von rund zehn Prozent ausgehen. Ein bekannter Fall zeigte vor rund zehn Jahren, wie unvorhersehbar der Ausgang der Nichtigkeitsbeschwerde im Schöffenverfahren ist.

Es stand ein Professor der Universität Wien vor Gericht, er erhielt drei Jahre Haft. Er lehrte an der Hohen Schule das Fach „Nichtigkeitsbeschwerde im Schöffenverfahren“. Er brachte im eigenen Fall eine perfekt durchdachte Nichtigkeitsbeschwerde vor dem OGH ein – und scheiterte. Das Urteil hielt bei drei Jahren Haft.

Marcus J. Oswald (Ressort: Short Message Service)