Thema Kinderschutz - Mahnwache für Luca-Elias in Korneuburg
(Wien, im September 2008) Der Justizfall rund um den zweijährig verstorbenen Luca-Elias kommt ins Ziel. Am 25. September 2008 beginnt am Landesgericht Korneuburg der Prozess gegen den 24-jährigen Fritz D. aus Wien-Umgebung, der für die tödlichen Verletzungen des 17 Monate alten Kindes verantwortlich sein soll.
Bernhard Haaser, der leibliche Vater des Kindes Luca-Elias, ist aber überzeugt, dass auch die Kindmutter vor das Gericht gestellt gehört. Nach Durchsicht der Ermittlungsakten kommt sein Anwalt (Privatbeteiligtenvertreter)
Mag. Christian Fischer zum Ergebnis, dass die Verletzungen am Kleinkind, die am 3. November 2007 zum Tod geführt haben, auch der Mutter bekannt gewesen sein mussten. So gab es acht Rippenbrüche und einen Armbruch auf der rechten Körperseite, die unbehandelt blieben.
Mehrtätertheorie
Anwalt Fischer stellt Vermutungen in Richtung Mehrtätertheorie an und erhebt gegen einen Jugendamtsmitarbeiter in Mödling (NÖ) Vorwürfe, der ein persönliches Naheverhältnis zu einem mutmaßlichen Mittäter haben soll. Der in U-Haft befindliche Fritz D. leugnet bis heute die Verantwortung für den Tod des Kleinkinds.
Fritz D. wird nach § 206 Abs 3 StGB angeklagt. Der “sexuelle Mißbrauch von Unmündigen mit Todesfolge” ist mit einem Strafrahmen von 10 Jahren bis lebenslang belegt. Wie die “Tiroler Tageszeitung” aus dem Akteninhalt zitiert (10. September 2008), ist von der Staatsanwaltschaft Korneuburg eine Zusatzeinweisung gemäß § 21 Abs 2 StGB (Maßnahme) beantragt.
Vier Gutachter
Beim Verfahren sind vier Gutachter geladen, die Kindmutter vorerst als Zeugin, der Kindvater und Ex-Freund Bernhard Haaser aus Tirol, sowie die Familie des Tatangeklagten.
Am Abend nach dem ersten Prozesstag veranstaltet der Verein L.U.C.A. des Bernhard Haaser eine Mahnwache am Hauptplatz zum verstorbenen Kleinkind. Beginn: 25. September 2008, 18 Uhr bis 21 Uhr 30. Freies Parken möglich, da Kurzparkzone um 18 Uhr endet. Vor “Rattenfänger”-Denkmal, 2100 Korneuburg, NÖ. Plakat hier!
Unterstützt wird Bernhard Haaser von der Wiener Aktionsgruppe Resistence for Peace des Peter Rosenauer.
“Blaulicht und Graulicht” wird den Prozess komplett spiegeln und nach Maßgabe der Zeit aus Korneuburg auf dieser Seite berichten.
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst, Veranstaltung)
Gerichtsgutachterin Eva Mückstein im Kreuzverhör und vor Gericht
(Wien, im September 2008) Zur Gerichtsgutachterin und Präsidentin des Verbandes der Österreichischen Psychotherapeuten Dr. Eva Mückstein, stationiert in Baden bei Wien und tätig an vielen österreichischen Gerichten, gab es am 29. Februar 2008 eine Parlamentarische Anfrage unter der Zahl 3650/J XXIII. GP.
Hier lang! (Anfragetext)
Am 15. September 2008 wird Eva Mückstein, langjährige Grünaktivistin, im Badener Kursalon mit Peter Pilz
im Kreuzverhör diskutieren. “Blaulicht und Graulicht” ist vor Ort und verfolgt diese Diskussion aufmerksam.
Hier lang! (Kreuzverhör)
Am Donnerstag, 18. September 2008, wird Eva Mückstein vor einem Wiener Gericht stehen. Dann beginnt der Privatanklage-Prozess gegen die Gerichtsgutachterin, den ein Scheidungsvater angestrengt hat, der Mückstein gravierende Gutachtermängel vorwirft.
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst, Veranstaltung)
Jack Unterweger - Diskussion - Großer Schwurgerichtssaal

Jack Unterweger, leger. Bild entnommen dem Buch KANNIBALENZEIT - Die Unterweger-Verschwörung von Astrid Wagner (Bucharchiv Oswald 1090)
(Wien, im September 2008) Einer der größten “Fälle” der österreichischen Justizgeschichte fasziniert noch immer. Die Causa spaltet die Meinungen zum bis heute nicht rechtskräftig verurteilten Johann “Jack” Unterweger.
Hat er neun “Prostituiertenmorde” zwischen Vorarlberg, Graz und Wien begangen oder wurden sie ihm in die Schuhe geschoben, um einen anderen Täter aus dem Milieu zu decken?
Dazu diskutiert am 9. September 2008 ein Podium im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Wien.
Beginn: 19 Uhr c.t. (cum tempore). Eintritt ist frei!
Es diskutieren:
Ernst Geiger, damals Oberrat, Ermittlungsleiter und USA-Reisender für das Sicherheitsbüro Wien.
Reinhard Haller, Seelenforscher und Gerichtsgutachter aus Vorarlberg sowie Buchautor zum Phänomen Mord.
Astrid Wagner, damals Studentin und Unterweger-Vertraute (nicht: Geliebte!) aus Graz, dann Biografin, heute Wiener Innenstadt-Anwältin.
Ein US-amerikanischer Buchautor, der in Wien weilt.
Anfahrt: Landesgericht Wien, Landesgerichtsstraße 11, 1082 Wien. U-Bahn 2 - Rathaus, Ausstieg Florianigasse.
+++
Für die Anreise mit dem ehemaligen Auto von Jack Unterweger, ein Mustang Mach 1 T5, wird die Zeit nicht reichen. Es wird erst seit Anfang September 2008 von einem findigen Verkäufer aus Deutschlandsberg (Steiermark) auf “ebay” versteigert. Artikelnummer: 160279307851. Stand, acht Tage vor Finale (13. September 2008) der Auktion: 60.150 Euro. Link zur Auktion: hier.
Der Devotionalienhändler Horst Krasser preist das Vehikel (5.8 QM Hubraum, BJ 1972, 50.000 KM Tachostand) als “letztes Auto” des Jack Unterweger an. Nach seiner Verhaftung landete es auf einem Abstellplatz in Vorarlberg. 2004 kam es in seine Hände. Unterweger habe es 1990 um 175.000 Schilling gekauft. Kennzeichen: “W Jack 1″.
Das Auto ist jedoch zerlegt und generalsaniert worden. Der Käufer der Benzinschleuder bekommt im Preis mitgeliefert: Einige Unterweger-Bücher, Videos, Manuskripte und zwei “Originalschals”.
+++
Nachtrag: Bei der Auktion handelt es sich genau genommen um einen Schwindel. Recherchen von “Blaulicht und Graulicht” in Büchern ergaben, dass es sich bei obengezeigtem Auto nicht um das letzte, sondern um das vorletzte Auto Jack Unterwegers handelte. Sagen wir so: Es war eines von vielen Autos, die Jack Unterweger von seiner Entlassung (23. Mai 1990) bis zur Verhaftung (27. Februar 1992) fuhr.
Chronologie: Auto 1 - Mercedes 450 SEL (W-Jack 1), angemeldet 25. Mai 1990. Auto 2 - BMW 728 (W-Jack 1), angemeldet 29. August 1990. Auto 3 - Ford Mustang Mach 1 (W-Jack 1), angemeldet 6. November 1990. Diesen Ford hatte er nur sehr kurz.

Das letzte Auto von Jack Unterweger - VW Passat - Rücküberstellt aus Paris von Oberst Franz Kössler (Sicherheitsbüro, EKF)
Auto 4 - VW Passat (W-Jack 1), angemeldet im März 1991. Am 10. April 1991 ließ er an seinem grünen VW Passat eine Auspuffreperatur machen. Da die Einkünfte schmal waren und er sich Geld leihen musste, fuhr er billig. Wohl auch, weil er von Anfang Juni bis Mitte Juli 1991 für sieben Wochen in L.A. (USA) flog, um die “Mordhauptstadt” zu analysieren. Wieder zurück fuhr er den unauffälligen grünen VW Passat mit dem Kennzeichen “W-Jack 1″.
Am 13. Februar 1992 meldete er das Kennzeichen “W-Jack 1″ ab und erhielt ein neues Kennzeichen “W 288 DL”.
Am 16. Februar 1992 buchte er in Paris einen Flug nach NY und weiter nach Maimi.
Am 27. Februar 1992 wurde er vom FBI festgenommen.
Jack Unterweger fuhr den nun auktionierten Ford Mustang Mach 1 also zwischen November 1990 und März 1991.
Jack Unterweger hatte in 21 Monaten Freiheit vier Autos und dieses eine nur fünf Montate.
Die “ebay”-Auktion ist also ein (ziemlicher) Schwindel.
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst)
Menschenrechtekonferenz - Hofburg 28.08.2008 - 29.08.2008
(Wien, im August 2008) Aus Anlaß des 60. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der UNO-Menschenrechte veranstaltet das BMAA in Kooperation mit dem Boltzmann-Institut für Menschenrechte von 28. bis 29. August 2008 eine wissenschaftliche Tagung.
An die 100 Experten sind anwesend. Diskutanten aus aller Herren Länder, darunter:
Kyung-wha Kang (Republik Korea), interimistische UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.
Juan Mendez (Argentinien), Präsident des International Center for Transitional Justice.
Francis Deng (Sudan), UN Sonderberater zur Verhütung von Völkermord.
Hina Jilani (Pakistan), Anwältin, Menschenrechts- und Frauenrechtsaktivistin.
Morten Kjaerum (Dänemark), Direktor der EU Agentur für Grundrechte.
Die Konferenz wird in englisch abgehalten und trägt den eher akademischen Titel: “GLOBAL STANDARDS –
LOCAL ACTION”.
Ort: BIM (Boltzmann Institut für Menschenrechte), Freyung 6, 1. Hof, 1010 Wien.
BIM im Internet: http://www.univie.ac.at/bim/
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst)
From Pimp to Preacher - Jan Eriksen in Wien

Wanderprediger Jan Eriksen, früher ein Pimp, heute ein Preacher hält eine Gospel-Messe in einer Kephas-Kirche am 3. August 2008 (Foto: Plakat, Archiv Oswald)
(Wien, im August 2008) Wer am Sonntag nichts Besseres zu tun hat, kann in die “Kephas”-Church in Wien gehen. Dort tritt ein Wanderprediger auf. Er heißt Jan Eriksen und kommt aus Norwegen.
Seit Monaten hängen Wildplakate in Wien, die sein Kommen anpreisen. Er sei einst der bekannteste und gefürchtetste Zuhälter Norwegens gewesen, sagt das Plakat. Nun ist er geläutert und gottesfürchtig
(”touched by God”).
Früher Zuhälter, heute Heiliger
Daher hält er am 3. August 2008 als Gastredner die Messe. Live um 10 Uhr und um 12 Uhr. Location
ist die Michael Bernhardgasse 3, 1120 Wien- Anfahrt U4/U6 Längenfeldgasse, Ausgang “Storchensteg”.
Nähere Informationen: www.kephas.at
(”die moderne Kirche der ungewöhnlichen Art”)
Marcus J. Oswald (Ressort: Veranstaltung)
Sexualrecht-Diskussion im Wiener Juridicum - 2-06-2008
(Wien, im Mai 2008) Das Wiener Juridicum in Kooperation mit der Tageszeitung “Die Presse” laden am Montag, 2. Juni 2006 zu einer Diskussion in das Dachgeschoß des Juridicums die Presse und alle Interessierten zur Podiumsdiskussion über eine Verschärfung des Sexualrechts aus aktuellem Anlaß ein. Beginn ist um 18 Uhr. Eintritt frei.
Es diskutieren:
Mitdiskutant Wiener Strafrichter Andreas Böhm (Foto: Archiv)
Andreas Böhm, Richter am Landesgericht für Strafsachen Wien
Christian Grafl, Institut für Strafrecht und Kriminologie, Univ. Wien
Robert Kert, Institut für Strafrecht und Kriminologie, Universität Wien
Michael Lepuschitz, Polizei Wien, Stadthauptmann Wien-Favoriten
Hedwig Wölfl, Leiterin der Möwe-Kinderschutzzentren
Moderation: Benedikt Kommenda, “Die Presse”
Einlass nur gegen Voranmeldung bis 2. Juni 2008 unter www.diepresse.com/juridicum oder leservorteile@diepresse.com
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst)
Väter-Demonstration in Tulln - 31-05-2008
(Wien, im Mai 2008) Der männerrechtlich orientierte Verein “Väter ohne Rechte” lädt am Samstag,
31. Mai 2008 zu einer Demonstration auf den Hauptplatz in Tulln (NÖ) die Presse und alle Interessierten zum Gedankenaustausch über Familienrecht ein. Beginn ist um 11 Uhr.
Marcus J. Oswald (Ressort: Termindienst)





